Mick Doohan: "Warum sollte Rossi aufhören?"

Gerald Dirnbeck
motorsport.com

Rund um den Jahrtausendwechsel gab es in der Motorrad-WM einen Generationenwechsel. Nachdem Mick Doohan den Sport fünf Jahre lang dominiert hatte, musste der Australier im Frühling 1999 seine Karriere beenden. Ein Sturz und ein Beinbruch im verregneten Qualifying in Jerez zwang einen der besten Motorradrennfahrer aller Zeiten in den Ruhestand.

Im gleichen Jahr wurde Valentino Rossi Weltmeister der 250er-Klasse und galt als kommender Superstar. Im Jahr 2000 stieg er schließlich mit Honda in die 500er-Klasse auf. Er wurde praktisch Nachfolger von Doohan, erhielt volle Werksunterstützung und auch einige Mechaniker von Doohans Crew.

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Darunter war auch Crew-Chief Jeremy Burgess. Nachdem sich Doohan von seiner Beinverletzung erholt hatte, war er an den Rennstrecken wieder präsent. Bis 2004 war er Berater des Honda-Teams. In der ersten Saison von Rossi stand er dem damals jungen Italiener auch mit Ratschlägen zur Seite.

Zwei Jahrzehnte später ist Rossi immer noch aktiv. Es zeichnet sich ab, dass er auch 2021 seinen Helm noch nicht an den Nagel hängen wird. Für Doohan sind das gute Nachrichten: "Ja absolut. Er zeigt definitiv nicht die Anzeichen von jemandem, der zurücktreten will."

Mick Doohan, Repsol Honda Team

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Mick Doohan, Repsol Honda Team Gold and Goose / Motorsport Images

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Mick Doohan, Kevin Schwantz, Wayne Rainey, John Kocinski

Mick Doohan, Kevin Schwantz, Wayne Rainey, John Kocinski
Mick Doohan, Kevin Schwantz, Wayne Rainey, John Kocinski

Mick Doohan, Repsol Honda Team

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Mick Doohan, Honda

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Kevin Schwantz, Suzuki, Mick Doohan, Honda

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Podium: 1. Mick Doohan, 2. Loris Capirossi, 3. Alex Barros

Podium: 1. Mick Doohan, 2. Loris Capirossi, 3. Alex Barros <span class="copyright">Gold and Goose / Motorsport Images</span>
Podium: 1. Mick Doohan, 2. Loris Capirossi, 3. Alex Barros Gold and Goose / Motorsport Images

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Carlos Checa, Honda; Mick Doohan, Honda

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Valentino Rossi und Mick Doohan

Valentino Rossi und Mick Doohan <span class="copyright">Sutton Images</span>
Valentino Rossi und Mick Doohan Sutton Images

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Bernie Ecclestone, Valentino Rossi, Mick Doohan

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Bernie Ecclestone, Valentino Rossi, Mick Doohan Sutton Images

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Mick Doohan, former 500cc Motorcycle world champion, Helmut Markko, Consultant, Red Bull Racing

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Mick Doohan, former 500cc Motorcycle world champion, Helmut Markko, Consultant, Red Bull Racing Mark Sutton / Motorsport Images

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"Er kämpft auf der Strecke sehr hart, egal wo er sich qualifiziert hat. Er ist auf dem Podium oder in der Spitzengruppe dabei", unterstreicht Doohan bei 'MotoGP.com' die Konkurrenzfähigkeit von Rossi.

"Er zeigt Fahrern, die 20 Jahre jünger sind, dass er mithalten und sie besiegen kann. Ich finde es großartig, wenn unterschiedliche Generationen an Fans ihm zuschauen können." Doohans Karriere dauerte zehn Jahre, Rossi ist schon mehr als 20 Jahre in der WM.

"Wenn er bleibt, dann wäre das gut für unseren Sport. Er liebt das Fahren und ist ständig mit Dirtbikes unterwegs. Warum sollte er aufhören? Er ist fit und mental stark aufgestellt", glaubt der 55-Jährige. Doohan ist "nur" um 14 Jahre älter als Rossi.

Dass der Wechsel vom Yamaha-Werksteam zu Petronas ein "Abstieg" wäre, glaubt Doohan nicht: "Er hat sich seine momentane Position verdient. Wenn Valentino zu Petronas geht, wird er bei Yamaha Einfluss darauf haben, welches Equipment er bekommt."

Trotzdem wird Rossis Karriere irgendwann zu Ende gehen. 2021 könnte seine Abschiedssaison werden. "Wenn er aufhört, wird es ein trauriger Tag sein. Es wird weitergehen, aber ihn wird man nie vergessen", sagt Doohan.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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