Mick Schumacher: Im Nacken braucht er noch mehr Muckis!

Maria Reyer
·Lesedauer: 3 Min.

Für Mick Schumacher erfüllt sich 2021 ein "langjähriger Traum". Er wird sich der bislang größten Herausforderung in seiner Karriere als professioneller Rennfahrer stellen. Mit dem Aufstieg in die Formel 1 zum Haas-Team beginnt ein neues Kapitel. "Ich habe das Gefühl, dass ich mich gut darauf vorbereitet habe", freut sich der 21-Jähige.

Der Sprung vom Formel-2-Boliden in den Formel-1-Renner wird vor allem physisch herausfordernd, glaubt Schumacher. Körperlich werde er den Fokus "noch mehr auf den Nacken" legen, schildert er nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi, wo er seinen ersten Einsatz in einem Freien Training absolviert hat.

Die Nackenmuskulatur sei "der einzige Punkt", der in der kommenden Saison deutlich "mehr angesprochen" wird. Sein Training wird er in der Winterpause dahingehend umstellen. Mit welcher Zielsetzung wird er seine erste Saison als Formel-1-Stammfahrer in Angriff nehmen?

Q2-Einzüge könnten "womöglich schwierig werden"

"Mein größtes Ziel ist natürlich, mich als Fahrer weiterzuentwickeln und mein Bestes zu geben. Aber auch mit dem Team zusammen zu arbeiten, sodass wir sagen können, dass wir bis Ende des Jahres eine kleine Familie sind. Das ist wirklich, was ich erreichen möchte", schildert der Deutsche.

Welches Resultat dabei am Ende des Jahres herauskommt, ist für ihn zweitrangig. Schumacher weiß, dass er von einem der stärksten Formel-2-Teams in eines der schwächsten Formel-1-Teams umsteigt. Haas konnte in der Saison 2020 kaum überzeugen und kam auf insgesamt nur drei WM-Punkte.

Dennoch zeigt sich Schumacher "zuversichtlich", dass die US-Truppe "einen Schritt nach vorne machen" kann im kommenden Jahr. Um das Team wieder zurück auf die Erfolgsspur zu bringen, hat Ferrari unter anderem Simone Resta als leitenden Techniker ins Team transferiert und in Maranello ein eigenes Haas-Zentrum installiert.

Schumacher betont, dass die Erwartungen immer davon abhängen, welche Ziele man sich steckt. "Wenn wir sagen, Q2 ist unser Ziel, was womöglich schwierig zu erreichen sein wird, dann fühlt es sich wie ein Sieg an, wenn wir es tatsächlich erreichen", nennt er ein Beispiel.

Es gehe darum, seine Ziele zu verstehen und an die Realität anzupassen. "Wenn man es dann schafft, ist man natürlich glücklich. Wenn man hinter den eigenen Erwartungen bleibt, muss man härter arbeiten. Im nächsten Jahr wird es darum gehen, unsere Erwartungen zu managen und in allen Belangen offen zu sein."

Auszeit "braucht jeder nach dem verrückten Jahr"

Bevor sein großes Abenteuer aber beginnt, gönnt sich Schumacher zu Hause in der Schweiz eine kurze Auszeit über Weihnachten und Neujahr. "Das braucht jeder nach diesem verrückten Jahr. Es war so viel los, daher wird jetzt jeder diese paar freien Tage genießen."

Aber auch in der vermeintlich ruhigen Zeit zwischen den Jahren werden sich seine Gedanken rund um das Rennfahren drehen, verrät er. "Ich werde mich sicherlich mit dem Team kurzschließen, um fürs neue Jahr alles zu besprechen."

Aufgrund der Corona-Einschränkungen konnte er bislang die Fabrik des Teams noch nicht besuchen. "Sollte es die Covid-Situation zulassen, werde ich bald wieder mehr reisen. Aber vorerst bleibe ich jetzt erst einmal zu Hause."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.