Mick Schumacher: So stört Corona die Vorbereitung auf sein Formel-1-Debüt

Ruben Zimmermann
·Lesedauer: 2 Min.

Die weltweite Coronapandemie sorgt in diesem Winter auch in der Formel 1 für einige Einschränkungen. Die Teams müssen wegen diverser Beschränkungen durch die Politik teilweise von ihrem üblichen Winterprogramm abweichen. Ein Nachteil ist das auch für Formel-1-Neuling Mick Schumacher, der in diesem Jahr für Haas fährt.

Gegenüber 'auto motor und sport' verrät Schumacher, dass er bislang noch nicht in der Haas-Fabrik im britischen Banbury gewesen sei. "Wegen Covid ist natürlich alles sehr eingeschränkt und sehr schwierig auf die Beine zu stellen. Die Bedingungen ändern sich ständig", erklärt der amtierende Formel-2-Champion.

"Der Plan ist natürlich, bald dort zu sein, und wie auch immer sich die Option ergibt, werde ich sie auch wahrnehmen", kündigt Schumacher an. Dabei ist er allerdings auch auf politische Entscheidungen angewiesen - so wie auch für Sebastian Vettel, der bei seinem neuen Arbeitgeber Aston Martin vor einem ähnlichen Problem steht.

Trotzdem schaffte es Vettel im Januar, der Fabrik in Silverstone einen Besuch abzustatten. Warum klappte das bei Schumacher nicht? "Es gab diese eine Möglichkeit für Fahrer, zu ihren Teams zu kommen. Aber zuletzt wurden diese Regeln für Sportler super kurzfristig wieder geändert", berichtet der 21-Jährige.

Vettel absolvierte bei seinem Fabrikbesuch unter anderem einen Simulatortest. Auch darauf muss Schumacher aktuell verzichten. "Zum Glück habe ich die Möglichkeit, es zu Hause zu machen und dort meine Strecken zu trainieren und meine fahrerischen Fertigkeiten zu schleifen", verrät er.

"Aber das ist alles nicht so gut, wie im echten Auto zu sitzen oder in einem vernünftig großen Simulator wie bei einem Formel-1-Team. Es ist alles sehr schwierig, sehr anders als in den Jahren davor. Covid hat leider vieles eingeschränkt", so Schumacher, dessen Vorbereitung auf sein Formel-1-Debüt deutlich beeinträchtigt ist.

Die Kommunikation mit dem Team findet deshalb aktuell auf alternativen Wegen statt. "Ich hatte sehr viele Zoom-Anrufe mit meinem Team, um mich vorzubereiten", berichtet er. Ein weiterer Nachteil für Haas: Den neuen Ferrari-Motor kann man in diesem Jahr erst beim Test in Bahrain anfeuern. Die notwendigen Techniker können ebenfalls nicht einreisen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.