Mick Schumachers Demorun im Ferrari F2004: "Wird etwas Besonderes!"

Norman Fischer
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Zwar wird Mick Schumacher an diesem Wochenende kein Formel-2-Rennen vor seinen Heimfans fahren, dennoch müssen die Fans in Hockenheim nicht ganz auf den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher verzichten: Mick wird am Wochenende den Ferrari F2004 pilotieren, mit dem sein Vater zum siebten Mal Weltmeister wurde.

"Das wird etwas Besonderes", sagt er. "Ich habe viele gute Erinnerungen an Hockenheim - besonders an den Gewinn der Formel-3-Europameisterschaft im vergangenen Jahr. Und das Auto hier an einem Grand-Prix-Wochenende zu fahren, ist wirklich toll. Ich freue mich schon sehr darauf."

Es ist nicht das erste Mal, dass der 20-Jährige einen Formel-1-Boliden fahren darf: 2017 war er in Belgien bereits in Schumachers erfolgreichem Benetton B194 unterwegs, und in Bahrain durfte er in dieser Saison richtige Testfahrten für Ferrari absolvieren. Und jetzt darf er mit dem F2004 einen der dominantesten Formel-1-Boliden der Geschichte bewegen.

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"Der F2004 ist ein Symbol für großartige Formel-1-Zeiten in Deutschland, und ich kann mir vorstellen, dass einige Zuschauer Flashbacks haben werden", freut er sich und will den Fans tolle Erinnerungen verschaffen. Vorbereitungszeit bekommt er dabei aber nicht: Erst am Samstagmorgen wird die Sitzanpassung vorgenommen.

Die Formel 2 fährt an diesem Wochenende dafür nicht, und dort liegt ja eigentlich Schumachers Hauptaugenmerk. Seine erste Saison verläuft bislang recht holprig: In 14 Rennen kam er nur fünfmal unter die Top 10 und liegt nur auf Rang 14 - allerdings deutlich vor seinem viel erfahreneren Teamkollegen Sean Gelael.

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"Es ist leider eine Menge passiert, was nicht unter meiner Kontrolle lag", sagt er, "aber daraus lernt man."

Und wo liegt der Unterschied zwischen dem Formel-2 und einem Formel-1-Fahrzeug? "Das ist schwer vergleichbar", sagt Schumacher. Während die Formel 1 sehr schnell sei und viel Grip biete, müsse man in der Formel 2 mehr am Lenkrad arbeiten und spielerisch mit dem Auto umgehen. "Das Auto bewegt sich mehr, hat mehr Gewicht und kaum Sensoren, die uns etwas mitteilen."

Aber das sieht er sogar positiv: "Ich finde es gut, wenn ein Nachwuchsfahrer etwas fühlen muss. Dadurch gibt es Potenzial für Fehler - und aus diesen lernt man. Ich fände es nicht gerade förderlich, wenn man so etwas (viele Sensoren; Anm.) auch in der Formel 2 hätte."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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