"Keinen Zweifel": Mihambo springt an die magische Marke

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"Keinen Zweifel": Mihambo springt an die magische Marke
"Keinen Zweifel": Mihambo springt an die magische Marke

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo ist mit kleineren Anlaufschwierigkeiten ins Unternehmen Olympia-Gold gestartet - aber auch mit einem Ausrufezeichen!

Die 27-Jährige sprang am Sonntagmorgen in der Qualifikation von Tokio im letzten Versuch auf 6,98 m - so nah kam sie in dieser Saison zuvor noch nicht an die 7 m heran. Damit überbot die Heidelbergerin die für den direkten Einzug ins Finale nötigen 6,75 deutlich. (Alle News zu Olympia 2021 in Tokio)

“Ich bin sehr froh, dass es im Dritten endlich mal gepasst hat. Es war seit einem halben Jahr der erste Sprung, der auf dem Brett war”, sagte Mihambo nach dem Finaleinzug. “Es ist eine Selbstbestätigung, weil ich keinen Zweifel daran hatte.”

“Das war das, was ich schon die ganze Saison gesagt habe: Wenn ich mal einen auf dem Brett treffe, passt das auch von der Weite her”, meinte die von Ikone Carl Lewis trainierte Mihambo: “Es war gut, durch die schwere Saisonphase immer den Kopf oben behalten zu haben.” (Carl Lewis: Dieser Schatten liegt auf der US-Legende)

Als insgesamt Zweitbeste hinter der Serbin Ivana Spanovic (7,00) und vor London-Olympiasiegerin Brittney Reese aus den USA (6,86) zog Deutschlands Sportlerin des Jahres in die Entscheidung der besten zwölf am Dienstag (3.50 Uhr MESZ) ein. Bei 39 Grad Hitze im Olympiastadion hatte Mihambo zuvor mit 6,64 und 6,56 m zwei schwache Sprünge gezeigt.

So geht Mihambo mit der Hitze um

“Im ersten war ich ein bisschen zu weit weg, im zweiten hat dann eigentlich alles gepasst, aber ich war mit dem Körperschwerpunkt zu tief”, sagte Mihambo. Mit Blick auf die Vormittagshitze, die auch im Finale droht, sagte Mihambo: “Wichtig ist, dass man sich immer runterkühlt. Dann fühle ich mich gut vorbereitet.” Die deutsche Vizemeisterin Maryse Luzolo (Königstein) schied mit 6,54 m aus.

Bei ihrem WM-Triumph 2019 in Doha hatte Mihambo schon im ersten Durchgang der Qualifikation 6,98 m erreicht und sich danach mit grandiosen 7,30 m den Titel geholt. In der Olympiasaison kam Mihambo nur schwer in Fahrt, hatte Probleme mit dem Anlauf und knackte erst Anfang Juli in Stockholm die Sieben-Meter-Marke (7,02) - allerdings bei zu starkem Rückenwind. Ihre reguläre Saisonbestmarke stand bei 6,92.

  • Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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