Mitsotakis: Neustart für Griechenlands Fußball durch FIFA und UEFA

SID
Mitsotakis: Neustart für Griechenlands Fußball durch FIFA und UEFA
Mitsotakis: Neustart für Griechenlands Fußball durch FIFA und UEFA

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis will die Krise im griechischen Fußball mithilfe des Weltverbandes FIFA und der Europa-Organisation UEFA bewältigen. Im Streit um die Empfehlung der staatlichen Profisport-Kommission für einen Zwangsabstieg von Meister und Spitzenreiter PAOK Saloniki sollen FIFA-Boss Gianni Infantino (Schweiz) und UEFA-Chef Aleksandar Ceferin (Slowenien) auf Einladung des Regierungschefs zu einem Neustart für den Fußball in Hellas beitragen. Mitsotakis drohte zugleich auch mit der Aussetzung der Meisterschaftsspiele.
"Der Fußball wird mit internationaler Unterstützung neu entworfen", erklärte Mitsotakis zu seiner sportpolitischen Initiative mit der Einschaltung der beiden Topfunktionäre.
Hintergrund der Schwierigkeiten ist die Erzrivalität zwischen PAOK und Rekordmeister Olympiakos Piräus. Nach einer Anzeige von Olympiakos empfahl die nationale Profisport-Kommission Salonikis Zwangsabstieg, weil PAOK-Besitzer Ivan Savvidis über ein Familienmitglied verbotswidrig Anteile am Ligarivalen AO Xanthi erworben haben soll. Saloniki wies die Vorwürfe zurück und warf der Kommission und Piräus "ein abgekartetes Spiel" vor.
Im Zuge des Skandals war Griechenlands früherer Europameister-Kapitän und PAOK-Idol Theodoros Zagorakis trotz seines Sitzes im Europaparlament auf Anweisung von Mitsotakis aus der Nea-Dimokratia-Partei ausgeschlossen worden. Zagorakis hatte die Kommissionsempfehlung als "Farce" bezeichnet und mit der Fortführung seines Mandats als unabhängiger Abgeordneter gedroht. Mitsotakis begründete den Rauswurf des "Helden von 2004" damit, dass die Regierung sich nicht erpressen lasse.
Für den Fall von scheiternden Bemühungen um eine Beilegung der Krise stellte der Ministerpräsident den Abbruch der Meisterschafts-Saison in der höchsten Liga des Landes in Aussicht: "Wenn das vergiftete Klima weiter anhält, sind wir gezwungen, die Spiele als letztes Mittel auszusetzen."




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