MLB: 3:17! Nationals werden weggeklatscht

Die Washington Nationals gehen gegen die Phillies unter und kassieren allein im ersten Inning 12 Runs. Dodgers-Superstar Clayton Kershaw erlebt ebenfalls einen schwarzen Abend, die Grippewelle bei den Red Sox fordert weitere Opfer. Die MVPs Mike Trout und Kris Bryant glänzen - und Max Kepler ist mit den Twins nicht länger ungeschlagen.

Die Washington Nationals gehen gegen die Phillies unter und kassieren allein im ersten Inning 12 Runs. Dodgers-Superstar Clayton Kershaw erlebt ebenfalls einen schwarzen Abend, die Grippewelle bei den Red Sox fordert weitere Opfer. Die MVPs Mike Trout und Kris Bryant glänzen - und Max Kepler ist mit den Twins nicht länger ungeschlagen.

Seite 1: American League und Interleague

American League

Chicago White Sox (2-2) - Minnesota Twins (4-1) 6:2 BOXSCORE

  • Erste Saisonniederlage für Max Kepler und die Twins. Dabei musste man von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen: Starting Pitcher Adalberto Mejia (3 R, 2 BB) konnte in seinem ersten Major-League-Start nicht überzeugen und musste schon im zweiten Inning vom Hügel.
  • Bester Mann war Chicagos Right Fielder Avisail Garcia (3/4, RBI), dem nur ein Double zum Cycle fehlte. "Er hat die Power. Wenn er den Schlägerkopf an den Ball bringt, dann kann der ganz weit fliegen", staunte Manager Rick Renteria. "Das ist heute passiert."
  • Max Kepler war der zweite Mann in der Batting Order. Bei zwei Strikeouts kam er auf einen Hit in vier At-Bats.

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Detroit Tigers (2-2) - Boston Red Sox (2-2) 4:1 BOXSCORE

  • Guter Auftritt von Tigers-Starter Jordan Zimmermann (6 IP, 1 ER): Nach Nackenproblemen im vergangenen Sommer und Herbst war in seinem ersten Saisonstart alles in Ordnung: "Fühlt sich gut an, dem Nacken geht's super", strahlte der Rechtshänder nach dem Spiel. "Aber es war erst das erste Spiel."
  • Für die Offense der Tigers sorgten vor allem Catcher James McCann mit einem Solo-Homerun und Shortstop Jose Iglesias (HR, 2B). Red-Sox-Starter Eduardo Rodriguez gab in 5 Innings vier Runs ab.
  • Die Grippewelle, die schon rund zwei Wochen durch das Klubhaus der Red Sox geistert, forderte derweil die nächsten Opfer: Outfielder Andrew Benintendi musste sich im sechsten Inning übergeben, und sogar Kommentator Dave O'Brien strich im Laufe des Spiels die Segel - der Kommentar des NESN-Networks wurde daraufhin aus Boston weitergeführt. "Wir konnten es noch nicht eindämmen", klagte Manager John Farrell. "Das sind drei Dinge gleichzeitig: Manchen geht es auf die Atemwege, manche haben Grippe-ähnliche Symptome und manche die echte Grippe."

Baltimore Orioles (4-0) - New York Yankees (1-4) 5:4 BOXSCORE

  • Beim zweiten Start von Yankees-Ass Masahiro Tanaka lief es etwas besser als zum Saisonstart, dennoch war nach fünf Innings Schluss (3 ER).
  • Dennoch führten die Yankees zu diesem Zeitpunkt dank insgesamt 8 Hits gegen Orioles-Starter Kevin Gausman. Gegen den Bullpen schlug dann aber Home-Run-Champion Mark Trumbo zu. Der kantige Slugger der O's glich zuerst mit einem Single gegen Reliever Dellin Betances aus und stohl dann die zweite Base - sein 23. Steal in 553 Spielen. Ein RBI-Single von Hyun Soo Kim brachte ihn nach Hause.
  • Damit sind die Orioles das einzige noch ungeschlagene Team der MLB. "Es sind immer noch 158 Spiele", wehrte Manager Buck Showalter ab. "Natürlich sind mir vier Siege zum Start lieber als vier Niederlagen, aber ... wir nehmen jedes Spiel als neue Herausforderung."

Tampa Bay Rays (4-2) - Toronto Blue Jays (1-4) 3:2 F/11 BOXSCORE

  • Walk-Off-Walk in Tampa! 2:2 im elften Inning, Bases Loaded und zwei Outs für Reliever Casey Lawrence. Aber in seinem MLB-Debüt verteilte der dann einen Walk an Brad Miller - Game over. "Gegen Evan Longoria (Strikeout) hat es noch geklappt. Aber gegen Miller ist es mir nicht gelungen."
  • Zuvor hatten beide Starting Pitcher überzeugt: Chris Archer (7.2 IP, 2 ER, 8 K) ließ den 2:2-Ausgleich für Toronto im achten Inning zu. Aaron Sanchez (7 IP, 1 ER) musste nach sieben starken Innings vom Mound.
  • Left Fielder Mallex Smith erlebte bei den Rays ebenfalls einen erfolgreichen Abend (2/2, 3 BB) und kam fünfmal in Folge auf Base.

Texas Rangers (1-4) - Oakland Athletics (3-3) 1:6 BOXSCORE

  • Die A's haben ein neues Ass! So lange Sonny Gray noch verletzt ist, liegt der Fokus auf Kendall Gravemann - und der 26-Jährige lieferte gegen die Rangers ab (7 IP, 1 ER, 5 K). In den ersten sechs Innings blieb er sogar ganz ohne gegnerischen Hit.
  • Auf der Gegenseite war Yu Darvish (6 IP, 1 ER) nicht viel schlechter, den Athletics gelang schließlich der Durchbruch gegen den Pen der Rangers: Unter anderem schlug First Baseman Yonder Alonso einen 2-Run-Homerun im achten Inning.

Houston Astros (3-3) - Kansas City Royals (2-3) 3:7 BOXSCORE

  • Astros-Ass Dallas Keuchel hatte sein Team mit einem klasse Auftritt (7 IP, 2 H, 1 ER) eigentlich schon auf die Siegerstraße gebracht und lediglich einen Homerun von Third Baseman Cheslor Cuthbert zugelassen.
  • Aber gegen Reliever Luke Gregerson brachten die Royals dann endlich ihre Schwünge ins Ziel: 6 Runs verbuchten sie im achten Inning - in drei Spielen gegen die Twins waren ihnen gerade mal 5 gelungen.

Los Angeles Angels (4-2) - Seattle Mariners (1-5) 5:4 BOXSCORE

  • Da wird doch jemand nicht seinen dritten MVP-Award anstreben? Angels-Superstar Mike Trout war noch vor der Partie von Besitzer Arte Moreno für seine Leistung in der letzten Saison geehrt worden. Gegen die Mariners besorgte er dann mit einem 2-Run-Homerun im siebten Inning die 5:3-Führung.
  • Zuvor hatte er sich mal wieder eine Schlacht gegen Mariners-Ass Felix Hernandez geliefert. King Felix (10 H, 3 ER) quälte sich durch sechs Innings und lieferte sich mit Trout ein unglaubliches At-Bat mit 14 Pitches, das er schließlich durch einen Called Strike gewann.
  • Angels-Shortstop Andrelton Simmons sorgte für das Defensiv-Highlight des Abends: Als sich Jean Segura von den Mariners beim Ground Out eines Kollegen die Third Base sichern wollte, kam der Wurf zu Simmons viel zu hoch und zog ihn eigentlich von der Platte. Aber noch schräg in der Luft stehend griff er mit dem Handschuh hinten den Rücken - und berührte Segura gerade noch rechtzeitig. Das muss man gesehen haben!

Interleague Play

Arizona Diamondbacks (5-1) - Cleveland Indians (3-2) 11:2 BOXSCORE

  • Fünfter Comeback-Win der D'Backs in dieser Saison - sie wachen erst auf, wenn sie schon zurück liegen! Vier Innings hatte Trevor Bauer (5.2 IP, 4 ER) von den Indians seine Gegner im Griff, aber im fünften und sechsten Inning ging dann alles schief. In nur vier Innings machte Arizona aus einem 0:1 ein 11:1.
  • Diamondbacks-Ass Zack Greinke machte seinem Ruf alle Ehre (6.2 IP, 1 ER, 6 K). "Ich habe meine Pitches ins Ziel gebracht", sagte er danach. "Gute Defense, gutes Pitching, einfach von vorne bis hinten ein gutes Spiel."
Seite 2: National League

National League

Philadelphia Phillies (2-3) - Washington Nationals (3-2) 17:3 BOXSCORE

  • Ladies and Gentleman, der erste richtige Blowout der Saison - und was für einer! Unglaubliche 12 Runs verbuchten die Phillies bereits im ersten Inning und brachten Nats-Starter Jeremy Guthrie (0.2 IP, 10 ER) an den Rand der Verzweiflung. "Das war ein Albtraum", gab Washingtons Manager Dusty Baker zu. "So viele Runs zum Start habe ich noch nie erlebt. Das war richtig übel."
  • Um es mal aufzuschlüsseln: Double - Single - Walk - Sacrifice Fly - Single - Single - Walk - Sacrifice Fly - Walk - Walk - Triple - Single - Double - Double - Single - Strikeout. 16 Mann kamen für die Phillies im ersten Inning ans Schlagmal, es war das schlechteste Inning der Franchise-Geschichte.
  • Zu allem Übel verletzte sich bei den Nationals auch noch Supertalent Trea Turner, der sich im ersten Inning am Oberschenkel verletzte. Der Shortstop wird voraussichtlich jedoch nicht allzu lange fehlen.

Colorado Rockies (5-1) - Los Angeles Dodgers (3-3) 4:2 BOXSCORE

  • Clayton Kershaw ist der absolute Superstar der Dodgers - mit rund 35 Millionen Dollar verdient der Linkshänder soviel wie der komplette Kader der Padres. Aber gegen die Rockies kam Kershaw nicht zum Zug. Nicht nur das: Zum ersten Mal in seiner Karriere ließ er im sechsten Inning Back-to-back-Homeruns zu. So verzeichnete er an diesem Abend gleich drei Long Balls gegen sich.
  • So ganz konnten es Mark Reynolds und Gerrardo Parra, die für die Solo-Shots im sechsten Durchgang verantwortlich waren, selbst nicht glauben. "Er ist nicht umsonst einer der Besten", so Reynolds. "Er hat er paar Pitches oben in der Strikezone gelassen. Parra und ich haben einfach gut getroffen."

Milwaukee Brewers (2-4) - Chicago Cubs (3-2) 6:11 BOXSCORE

  • Es brauchte nur die eine oder andere Bogenlampe, die als Hit ins Feld fiel, um das Selbstvertrauen der Cubbies wieder anzustacheln. Offensiv hatten sie die Saison eher schwächelnd begonnen, aber gegen die Brewers lief es plötzlich. "Hoffentlich können wir die Opening Week so hinter uns lassen und unser Spiel spielen", sagte MVP Kris Bryant, der nach einem 1/16-Start 3 Hits und 3 RBI markierte.
  • Von den 17 Hits und 6 Walks der Gäste fielen auch 3 an Second Baseman Javier Baez ab. Der hatte sich in einer wilden Kollision am Vortag noch ein blaues Auge abgeholt, war aber gegen die Brewers wieder am Start. "Ich bin bei 100 Prozent", sagte er. "Ich habe mich beim Schlagen gut gefühlt."

Die Geschichte des Baseball: Von 1845 bis heute

St. Louis Cardinals (2-3) - Cincinnati Reds (3-2) 10:4 BOXSCORE

  • Cardinals-Starter Michael Wacha will eine schwache letzte Saison (5.09 ERA) vergessen machen - und als fünfter Starter der Cardinals legte er dazu den Grundstein (6 IP, 3 H, 1 ER). Und obendrein lieferte er auch noch einen RBI-Single im vierten Viertel ab.
  • Davon erholte sich Reds-Pitcher Bronson Arroyo (4 IP, 6 ER) nicht mehr. "Das hat mich fertig gemacht", erklärte er später. "Wenn ich den Pitcher aus bekomme, gehen wir beim Stand von 1:2 ins fünfte Inning und alles ist noch okay. Aber so hab ich den Deckel nicht mehr drauf bekommen."
  • Was auch an Cardinals-Shortstop Aledmys Diaz lag. Der folgte Wache nämlich mit einem 3-Run-Shot, einem von zwei Homeruns an diesem Tag.

New York Mets (2-3) - Miami Marlins (3-2) 1:8 BOXSCORE

  • "Das war ein von vorn bis hinten gutes Spiel für uns", lobte Marlins-Manager Don Mattingly. "In unserem Lineup kann jeder Schaden zufügen." Das muss er den Mets nicht erklären: TJ Realmuto und 325-Millionen-Mann Giancarlo Stanton kamen für die Marlins jeweils auf 3 Hits, Left Fielder Marcell Ozuna schickte im zweiten Inning einen Mammut-Homerun in die Sitze.
  • Und den Mets? Den fiel gegen Marlins-Starter Adam Conley (5 IP, 1 ER, 6 K) nichts ein. Sie mussten obendrein zuschauen, wie Christian Yelich im achten Inning einen sensationellen Catch an der Outfield-Mauer hinlegte und Yoenis Cespedes so einen Extra-Base-Hit raubte.

San Diego Padres (3-3) - San Francisco Giants (1-5) 2:1 BOXSCORE

  • Keine zwei Homeruns für Giants-Ass Madison Bumgarner in seinem zweiten Saisonspiel, ja nicht einmal ein einziger Hit. Stattdessen hatte "MadBum" (8 IP, 2 ER) mit den Padres-Hittern genug zu tun - und weil es kaum Unterstützung der Offense gab, kassierte San Francisco die nächste Pleite.
  • Ein RBI-Single von Brandon Crawford im neunten Inning ließ bei den Gästen noch einmal Hoffnung aufkeimen, aber das war es dann auch - nur fünf Hits gegen Jhoulys Chacin (6.2 IP, 5 K) und den Padres-Pen.

Pittsburgh Pirates (2-2) - Atlanta Braves (1-4) 6:4 BOXSCORE

  • Gegen einen Knuckleball-Pitcher muss man sich komplett umstellen: Zwar ist der Ball nicht besonders stell, dafür fliegt er aber mit wenig Rotation völlig unberechenbar durch die Gegend, ähnlich einem Flatteraufschlag beim Volleyball vielleicht. Auf R.A. Dickey von den Braves hatten sich die Pirates aber offenbar gut vorbereitet: 6 Runs brachte man dem 42-Jährigen in 5.2 Innings bei.
  • Wie man das schafft? "Man muss im Schwung kompakt und schnell bleiben", erklärte Gregory Polanco (4/4, RBI), "sonst wird man schnell zu aggressiv."

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