MLB: Roundup: Kershaw geschlagen: Giants gewinnen Cali-Duell

Die San Francisco Giants haben ihren Saisonstart zwar in den Sand gesetzt, aber gegen die Dodgers und deren Superstar Clayton Kershaw reichte es dennoch. Boston bekleckert sich gegen Baltimore in vielerlei Hinsicht nicht mit Ruhm, die Bats der Yankees bleiben zur Abwechslung stumm. In Houston kommt es derweil zur Rudelbildung.

Die San Francisco Giants haben ihren Saisonstart zwar in den Sand gesetzt, aber gegen die Dodgers und deren Superstar Clayton Kershaw reichte es dennoch. Boston bekleckert sich gegen Baltimore in vielerlei Hinsicht nicht mit Ruhm, die Bats der Yankees bleiben zur Abwechslung stumm. In Houston kommt es derweil zur Rudelbildung.

Seite 1: National League

National League

Los Angeles Dodgers (14-13) - San Francisco Giants (10-17) 3:4 BOXSCORE

  • Gegen andere Gegner hakte es zuletzt gewaltig, doch in Spielen gegen den Erzrivalen als "La La Land" blühen die Giants auf und sind konkurrenzfähig. So auch am Montag im Dodger Stadium. Gleich zwei Homeruns durch Right Fielder Hunter Pence und Catcher Buster Posey brachten das Team schnell auf die Anzeigetafel, den entscheidenden Run erzielte dann Center Fielder Gorkys Hernandez auf ein RBI-Single von Third Baseman Christian Arroyo im fünften Inning.
  • All das gegen Dodgers-Ace Clayton Kershaw, der selbst für einen Run durch einen RBI-Single im zweiten Inning gesorgt hatte. In seinem Kerngeschäft auf dem Mount jedoch hatter dieses Mal nicht den besten Tag und ließ alle vier Runs zu (3 ER) in seinen sechs Innings (5 SO).
  • Sein Gegenüber Johnny Cueto wiederum pitchte sieben Innings und gab eben nur drei Runs ab (6 H, BB, 6 SO) und durfte sich danach zur Abwechlung auf seinen Bullpen verlassen. Steven Okert besorgte fünf Outs, das finale Out jedoch besorgte schließlich Derek Law, dem gegen Dodgers-Right-Fielder Yasiel Puig ein Strikeout gelang.

Cincinnati Reds (12-13) - Pittsburgh Pirates (11-14) 4:3 F/10 BOXSCORE

  • Nachdem James Duvall am Sonntag seinen Slump offiziell beendet hatte, legte er am Montag direkt nach. Der Left Fielder der Reds brachte sein Team mit einem 3-Run-Homerun im sechsten Inning auf Kurs.
  • Die Entscheidung allerdings fiel erst im zehnten Inning. Center Fielder Billy Hamilton schlug ein Walk-Off-RBI-Double, Teamkollege Arismendy Alcantara erzielte den Run und der Great American Ballpark durfte feiern.
  • Bei den Pirates ging derweil nichts ohne den Long Ball: Alle drei Runs waren Homeruns, einer von Center Fielder Andrew McCutchen, die anderen beiden durch Third Baseman Josh Harrison.

Atlanta Braves (10-14) - New York Mets (11-14) 5:7 BOXSCORE

  • Die Mets gingen mit dem Wissen ins Spiel, dass Star-Pitcher Noah Syndergaard mit einem Muskelriss im Pitching-Arm länger ausfallen wird. Dennoch schienen die Köpfe frei zu sein, speziell im vierten Inning. New York erzielte fünf Runs, um die Partie außer Reichweite zu bringen.
  • Bester Mann der Mets war Left Fielder Michael Conforto, der das Team mit drei RBI (2-4, HR) anführte. Shortstop Jose Reyes stellte schließlich im achten Inning mit einem Solo-Shot (1-4, 2 RBI) den Endstand her.

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Chicago Cubs (13-12) - Philadelphia Phillies (12-12) 2:10 BOXSCORE

  • Bevor die Cubs merkten, was los war, hatten die Phillies schon sieben Runs auf dem Konto, nämlich nach zwei Innings. First Baseman Tommy Joseph gab dabei mit seinem 3-Run-Homer im ersten Inning direkt mal die Richtung vor.
  • Das führte auch dazu, dass für Cubs-Starter Brett Anderson bereits nach 1 1/3 Innings und sieben Runs (7 H, 7 ER, BB, SO) Schluss war.
  • Neben Joseph wusste auch Left Fielder Aaron Altherr zu überzeugen, der insgesamt auf drei RBI (2-4, BB, 2 R) kam, Michael Saunders und Freddy Galvis verbuchten ebenfalls Homeruns.

St. Louis Cardinals (12-13) - Milwaukee Brewers (14-13) 5:7 F/10 BOXSCORE

  • Nein, Eric Thames hat wieder keinen Homerun geschlagen. Dafür aber Second Baseman Jonathan Villar (2-3, 2 RBI, BB) und Third Baseman Travis Shaw (2-5, 3 RBI) - beide aus der Kategorie "Moonshot". Shaws Homerun war allerdings weitaus dramatischer, denn dieser gelang im zehnten Inning und sorgte für die Entscheidung.
  • Die Cardinals zeigten sogar noch mehr Power und schlugen vier Homeruns im Spiel. Third Baseman Jedd Gyorko hatte sogar gleich zwei und war 4-5 im Spiel. Nicht genug allerdings, um mit den Brewers Schritt zu halten.
Seite 2: American League und Interleague Play

American League

New York Yankees (15-9) - Toronto Blue Jays (9-17) 1:7 BOXSCORE

  • Wie gewohnt sahen die Fans im Yankee Stadium mehrere Homeruns, die Yankees waren daran aber nur passiv beteiligt. Die Blue Jays, die nun erstmals 2017 drei Spiele in Folge gewonnen haben, schlugen drei Long Balls und verließen sich ansonsten auf starkes Pitching von Marco Estrada, der in sieben Innings nur den einen Run zuließ (7 H, 5 SO).
  • Offensiv hätte den Kanadiern wohl auch Shortstop Ryan Goins gereicht, der alleine vier RBI beisteuerte, dazu einen Homerun im zweiten Inning schlug. Chris Coghlan hatte einen Long Ball im sechsten, Jose Bautista einen im siebten Inning. Letzterer flog 433 Fuß.
  • Goins' 2-Run-Homerun im zweiten Inning eröffnete das Scoring, und dann legte er im sechsten Inning noch einen Sac Fly nach - und zwar einen, der gleich zwei Runs ins Ziel brachte: Center Field Jacoby Ellsbury fing den Fly Ball zwar, krachte dann aber gegen die Mauer und ermöglichte so den extrem seltenen Spielzug, den es in der Franchise-Geschichte noch nie gegeben hatte.

  • Die Yankees, bei denen standesgemäß nur Right Fielder Aaron Judge ein RBI hatte, bekamen einen wenig produktiven Start von Pitcher Luis Severino, der im sechsten Inning raus musste und bis dahin fünf Runs zugelassen hatte (5 2/3 IP, 8 H, 2 BB, 3 SO).

Boston Red Sox (13-12) - Baltimore Orioles (16-8) 2:5 BOXSCORE

  • Rache ist Blutwurst! Im letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams hatte Sox-Reliever Matt Barnes noch einen Pitch knapp neben Manny Machados Kopf gesetzt und sich dafür eine Sperre von vier Spielen eingehandelt. Die Antwort gab der Third Baseman der Orioles auf dem Platz: Im sechsten Inning prügelte er einen Pitch von Rick Porcello (6 IP, 2 ER, 7 SO) über die Sitze im Green Monster hinweg aus dem Stadion.
  • Die Buhrufe der Heimfans störten den Slugger dabei überhaupt nicht. "Ich mache meinen Job, ob sie mich ausbuhen oder nicht", so Machado, der insgesamt zwei RBI verbuchte.
  • Orioles-Starter Dylan Bundy war über sieben Innings unangreifbar, kassierte dann aber drei Hits in Serie und musste runter (7 IP, 2 ER, 4 BB, 2 SO). Der Bullpen übernahm den Rest.
  • Keine Sternstunde der Fans in Boston: Baltimores Center Fielder Adam Jones musste rassistische Anfeindungen über sich ergehen lassen und wurde dazu noch mit einer Packung Erdnüssen beworfen. Mehrere Fans wurden anschließend aus dem Stadion geworfen.

Die Geschichte des Baseball: Von 1845 bis heute

Detroit Tigers (13-12) - Cleveland Indians (14-11) 7:1 BOXSCORE

  • Nächster schwacher Start von Indians-Star Trevor Bauer: Fünf Runs in den ersten zwei Innings musste der Righty hinnehmen, darunter einen 3-Run-Homerun von Center Fielder Tyler Collins. Im fünften Inning war Feierabend, sein ERA schwoll auf 7.67 an. "Das war schwach", fiel seine Analyse aus. "Ich habe den Ball einfach nicht ins Ziel gebracht."
  • Auf der Gegenseite ließ Starter Daniel Norris (6 IP, 1 ER, 4BB, 8 SO) fast überhaupt nichts zu. Im ganzen Spiel gelang dem World-Series-Teilnehmer aus Cleveland gerade mal ein Extra-Base-Hit.

Houston Astros (17-9) - Texas Rangers (11-15) 6:2 BOXSCORE

  • Im Battle of Texas ging es hoch her. Sportlich gesehen war die Partie mit den fünf Runs der Astros im siebten Inning entschieden, doch das ganz große Thema der Partie war eher nicht sportlicher Natur.
  • Es geschah im sechsten Inning: Rangers-Starter Andrew Cashner (6 IP, 3 H, 3 R, 2 ER, 3 BB, 2 SO) hatte zuvor schon zwei Houston-Hitter getroffen, nämlich Second Baseman Jose Altuve und First Baseman Yuli Gurriel. Astros-Starter Lance McCullers Jr. sah sich dann gezwungen, eine Message zu senden und warf einen Pitch hinter den Rücken von Rangers-First-Baseman Mike Napoli, der im vierten Inning einen Homerun geschlagen hatte. Der ging dann Richtung Mound, wurde aber zurückgehalten. Die Dugouts und Bullpens leerten sich und alle versammelten sich in einer Spielertraube auf dem Feld. Zum Handgemenge kam es allerdings nicht.
  • McCullers selbst hatte am Ende zehn Strikeouts (6 1/3 IP, 6 H, 2 ER), den Sieg bekam jedoch Reliever Chris Devenski, während Closer Ken Giles den siebten Save eintütete.

Kansas City Royals (8-16) - Chicago White Sox (13-11) 6:1 BOXSCORE

  • Die Pleitenserie der Royals ist vorbei! Neun Spiele in Folge hatte der Champion von 2015 verloren, gegen die White Sox gab es den lange ersehnten Sieg. "April war ein übler Monat", gab Manager Ned Yost zu", aber der liegt jetzt hinter uns. Hoffentlich können wir im Mai heißlaufen."
  • Starter Jason Vargas (6 IP, 1 ER) bestätigte seine überragende Frühform (1.42 ERA), Jorge Bonifacio und Eric Hosmer schlugen jeweils 2-Run-Homeruns. Sox-Starter Dylan Corey (6.2 IP) kassierte alle sechs Earned Runs.

Interleague Play

Miami Marlins (11-13) - Tampa Bay Rays (13-14) 2:4 BOXSCORE

  • Die Rays bekamen Starting Pitcher Jake Odorizzi zurück, der in fünf Innings zwei Runs abgab (1 ER) und danach mit sechs Strikeouts auf dem Konto ausgewechselt wurde. Manager Kevin Cash wollte ihn schonen, nachdem er gerade erst infolge seiner Oberschenkelverletzung zwei Wochen ausgefallen war.
  • Anschließend ließen vier Reliever nur noch zwei Hits zu. Danny Farquhar strich den Sieg ein, Alex Colome beendete das Spiel mit seinem sechsten Save der Saison.
  • Den entscheidenden Run erzielte letztlich Catcher Derek Norris nach einem Force Out von Outfielder Steven Souza Jr. im siebten Inning. Shortstop Tim Beckham führte Tampa derweil mit zwei RBI (1-3, BB) an.

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