Monarchs glänzen - Braunschweig patzt sensationell

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Monarchs glänzen - Braunschweig patzt sensationell
Monarchs glänzen - Braunschweig patzt sensationell

Köln schlägt Berlin, Kiel feiert die Sensation gegen Titelverteidiger und Rekordmeister Braunschweig, und Marburg verliert sein drittes Heimspiel: Nach dem ersten Monat der Saison 2021 ist klar, dass in der SharkWater GFL kaum ein Stein auf dem anderen bleibt.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Die Schwäbisch Hall Unicorns fertigten die Nachbarn aus Stuttgart souverän mit 82:0 ab, die Dresden Monarchs eroberten mit einem 31:15 die Tabellenspitze im Norden. Die beiden Klubs, denen vorab zugetraut worden war, am besten durch die Corona-Pause 2020 gekommen zu sein, bestätigen also weiter diesen Eindruck. (GFL: Spielplan/Ergebnisse und Tabellen)

Auch Dresden ist allerdings nicht mehr ungeschlagen. Und wie die Monarchs stellten am vergangenen Wochenende die Berlin Rebels fest, dass den Cologne Crocodiles auf deren Platz dieses Jahr kaum beizukommen ist. Nach drei Touchdown-Pässen von Quarterback Chris Strong und zwei Läufen von Dean Tanwani in die Endzone schlugen die Kölner die Berliner glatt mit 34:6.

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Kiel feiert Sensation gegen Braunschweig

Zur Halbzeit war dabei bereits alles entschieden. Tanwani und Strong per Pass auf Markell Castle und Eric Hiernaux hatten die Gastgeber in Front gebracht. Erst in der Schlusssekunde der ersten Hälfte kamen die Rebels zu ihren Punkten durch einen Touchdown. Eine Wende brachte dies nicht mehr, und Aaron Jackson legte später für die Crocodiles noch einmal nach.

Hatte sich für die verletzungsgeplagten Berliner bereits abgezeichnet, dass es ein schwerer Gang nach Köln werden würde, kam in Kiel die Sensation unerwartet. Zwar hatte Rekordmeister New Yorker Lions auch bei den bisherigen Auftritten nicht mehr ganz die Dominanz der letzten Jahre an den Tag legen können. Doch hatten die Kieler erst recht bisher nicht überzeugt.

Nun feierten sie mit dem 34:31 nicht nur den ersten Sieg der Saison, sondern auch ihren ersten gegen den Nord-Rivalen seit 2012, als sie selbst noch im Norden Erster geworden und in den German Bowl eingezogen waren. Die Baltic Hurricanes waren von Beginn an hellwach und punkteten gleich mit ihren ersten beiden Angriffsserien. Mit einer 20:17-Führung nach drei Touchdowns von Weston Carr gingen sie in die Halbzeitpause, wobei ihre Verteidigung zum Schluss die Braunschweiger Angreifer zwang, mit einem Field Goal vorlieb nehmen zu müssen.

In der zweiten Hälfte holte sich Braunschweig zweimal die Führung. Doch Benedikt Englmann sowie Quarterback Joe Germinerio konterten für kämpferische Kieler jeweils mit weiteren Touchdowns. Nach der Interception eines Kennedy-Passes durch Gerrit Höppner durften Team und Fans am Ende den überraschenden Sieg feiern.

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Timo Zorn, Head Coach der Baltic Hurricanes, hatte vorher das Vertrauen in sein Team selbst nicht verloren und resümierte nun zufrieden: "Wir haben es heute geschafft, unsere Leistung über vier Viertel abzurufen und nicht nur phasenweise. Es ging die letzten Wochen stetig ein Stück voran, und heute hat sich die Mannschaft dafür belohnt."

Für die New Yorker Lions war es die zweite Niederlage, in einer Saison mit nur zehn Spielen dürfte die Rückkehr auf Rang eins jetzt ganz schwierig werden. Zumal die Dresden Monarchs nach dem Erfolg in Braunschweig nun auch bei den Potsdam Royals auswärts gewannen und in der Tabelle nach ganz oben kletterten. (Alles Wichtige zur GFL)

Potsdam Royals kassieren erste Pleite

Das 15:31 war für die Potsdam Royals die erste Niederlage des Jahres. Ausschlaggebend waren neben einer überzeugenden Vorstellung der Monarchs in der ersten Halbzeit vor allem etliche Strafen gegen die Potsdamer, die wichtige First Downs, großen Raumgewinn und gute Feldpositionen zunichte machten.

Im Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten spielten die Gäste von Beginn an ihre bekannten Stärken aus und zeigten bereits in ihrer ersten Angriffsserie, wie sie das Heimteam unter Druck zu setzen gedachten. Die Potsdamer Defense war bis zur Halbzeit über weite Strecken nicht in der Lage, sich auf das Spiel der Sachsen einzustellen. Deren Laufspiel, vorgetragen von den Running Backs Yazan Nasser und David Baum war besser als in ihren bisherigen Spielen und unterstützte das Passspiel von Quarterback Kyle Carta-Samuels erheblich.

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Touchdowns von Darrell Stewart Jr., Robin Wilzeck und Carta-Samuels brachten Dresden bis zur Pause mit 21:7 in Führung, zum Ende des dritten Viertels legte Stewart zur 28:7-Vorentscheidung nach. Das Problem der Brandenburger in der Offense ist, dass der mit Abstand größte Aktivposten mit Jake Mayon eben ein Running Back ist. Dies garantiert First Down um First Down, wenn man genügend Zeit hat und der Angriff im Flow ist. Geht mal etwas schief oder liegt der Gegner zu weit vorn, fehlen allerdings andere Optionen.

Ähnliches trifft auf die Marburg Mercenaries zu. Hier ist es Running Back Marcus Cox, der neben Quarterback Sonny Weishaupt für Konstanz im Angriff sorgen soll. Auch im dritten Heimspiel gab es jedoch nicht den ersten Sieg gegen einen anderen Playoff-Kandidaten: Die Munich Cowboys entführten mit einem 24:21 beide Punkte aus Marburg wie vor ihnen schon Allgäu und Ravensburg.

Die Mercenaries begannen zwar stark und führten 14:0 und zum letzten Seitenwechsel noch 21:10, doch München zog mit zwei späten Touchdowns noch vorbei. Marburgs Kicker Nicola Pirone hatte 37 Sekunden vor Schluss die Chance, auszugleichen, aber sein Schuss ging links am Tor vorbei. Dies war aber nur das Ende einer letzten Angriffsserie, die auch den Sieg hätte bringen können. Quarterback Sonny Weishaupt führte die Offense bis in die gegnerische Red Zone, aber ein False-Start-Foul dort sorgte dafür, dass man 15 statt zehn Yards überbrücken musste. Zwei Läufe von Cox und einer von Aaron Seward brachten nur zwölf, dies reichte nicht für den Touchdown und den möglichen Sieg.

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