Morbidelli: Fahrstil mit Quartararo schwierig zu vergleichen

Juliane Ziegengeist
·Lesedauer: 2 Min.

Neben Fabio Quartararo ist Franco Morbidelli der einzige Fahrer, der in dieser MotoGP-Saison mehr als ein Rennen gewinnen konnte. Während Quartararo den Doubleheader in Jerez und den Grand Prix von Katalonien für sich entschied, siegte Morbidelli in Misano 1 sowie zuletzt in Aragon 2.

In der WM-Tabelle kam der Italiener damit bis auf elf Punkte an seinen Petronas-Yamaha-Teamkollegen heran. Beide belegen bei noch drei zu fahrenden Rennen die Plätze zwei und vier in der Gesamtwertung.

Auffällig in der bisherigen Bilanz beider Yamaha-Piloten ist: Sie verzeichneten ihre besten Ergebnisse immer dann, wenn der jeweils andere Schwächen zeigte. In Misano gewann Morbidelli, als Quartararo frühzeitig stürzte; in Aragon landete der Franzose beide Male deutlich hinter seinem Teamkollegen.

Morbidelli: Fahren nicht dasselbe Motorrad

Das verwunderte auch Quartararo selbst. "Franco fuhr hier sehr konstant", hielt er nach dem Doubleheader in Aragon fest. "Wir haben sehr ähnliche Motorräder. Wir haben aber keine Verbesserungen erzielt."

¿pbtag|MotoPodcastAragon2|pb¿Dass sein Teamkollege besser zurechtkam, vor allem mit den Reifen, führte er auf den Fahrstil zurück. Doch Morbidelli insistiert: "Meinen Fahrstil mit Fabio zu vergleichen, ist in diesem Jahr schwierig, weil er ein anderes Motorrad hat. Die neue Yamaha hat gute Aspekte, aber auch negative Punkte im Vergleich zu meiner Yamaha."

Wir erinnern uns: Während Quartararo die aktuellste Werksspezifikation der Yamaha M1 fährt, ist Morbidelli mit einer sogenannten "A-Spec"-Variante unterwegs. Sie entspricht dem Werksbike des Vorjahres mit einigen Updates, etwa bei Motor und Chassis.

"Fabio fährt aggressive, ich etwas sanfter"

Eben weil er nicht auf identischem Werksmaterial sitzt, hält der Aragon-2-Sieger es für schwierig, "die Daten zu vergleichen, weil die Linien ganz anders sind". Dennoch weiß er um die Unterschiede zwischen seinem Fahrstil und dem von Quartararo: "Wir wissen, dass Fabio etwas aggressiver ist, und ich sanfter fahre."

Wie sich das in Valencia und Portimao niederschlagen wird, wo die letzten Rennen der Saison stattfinden, bleibt abzuwarten. Quartararo äußerte sich jedenfalls zuversichtlich, in Valencia wieder konkurrenzfähiger zu sein, da der Asphalt dort weniger hart mit den Reifen umgehe als etwa Aragon.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.