MotoGP 2020: Michelin bringt neuen Hinterreifen

André Wiegold

Mehr Leistung und Stabilität: dafür soll der neue Michelin-Hinterreifen in der MotoGP-Saison 2020 sorgen. Der französische Reifenhersteller hat in den vergangenen Monaten intensiv an der neuen Spezifikation seines schwarzen Goldes gearbeitet und zahlreiche Tests durchgeführt. Der neue Pneu entspricht den Vorstellungen von Michelin und wird in der neuen Saison zum Einsatz kommen.

In der MotoGP setzt Michelin auf einen langlebigen Reifen und genau dieses Konzept verfolgt auch der neue Hinterreifen. Der Hersteller verspricht schnelle Runden-, aber auch Rennzeiten, da der Reifen lange am Limit gefahren werden kann.

Der neue Reifen wurde erstmal im Juni 2019 im spanischen Barcelona getestet, anschließend gab es weitere Versuche mit der Spezifikation im tschechischen Brünn und italienischen Misano. In Australien wurde der Reifen von den Teams und Fahrern sogar im Rahmen eines Rennwochenendes getestet. Im Winter gab es in Valencia und Jerez noch die Abschlusstests, die die letzten Details für den neuen Pneu geklärt haben.

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Doch das Testen ist noch immer nicht vorbei. Bei den Vorsaison-Tests in Malaysia und Katar wird Michelin den neuen Reifen den Teams zur Verfügung stellen, damit sie sich an die neue Spezifikation gewöhnen können. Am 8. März 2020 wird der Hinterreifen dann in Katar erstmals in einem Rennen zum Einsatz kommen.

Michelin-Motorradsport-Chef Piero Taramasso sagt: "Nach einem intensiven Testprogramm sind wir stolz darauf, den neuen Hinterreifen präsentieren zu dürfen. Wir haben an dieser Spezifikation einige Zeit lang gearbeitet und mit dem Feedback der Fahrer, wissen wir, dass wir einen in allen Bereichen verbesserten Reifen produziert haben."

Michelin hat die Dorna und IRTA bereits über die Entwicklung unterrichtet und den Teams sowie Herstellern Datensätze über den neuen Pneu zur Verfügung gestellt. So soll es den Teams einfacher fallen, die Bikes abzustimmen und das Maximum aus dem neuen Reifen herauszuholen. Der Hinterreifen blieb in den vergangenen zwei MotoGP-Jahren unangetastet, weshalb sich die Teams und Fahrer jetzt erst einmal umstellen müssen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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