MotoGP-Aufstieg ins Werksteam: Für Binder war es "ein kleiner Schock"

Juliane Ziegengeist

Auf direktem Weg ins Werksteam: Das war für Brad Binder so eigentlich gar nicht vorgesehen. Eigentlich sollte der Südafrikaner sein MotoGP-Debüt bei Tech-3-KTM bestreiten, doch die vorzeitige Trennung von Johann Zarco warf das Fahrer-Lineup des österreichischen Herstellers für die kommende Saison noch einmal über den Haufen.

"Ich wusste bereits in Japan davon. Wir sprachen damals zum ersten Mal darüber und haben es bis zum Wochenende in Australien geheim gehalten. Es ist eine große Ehre, direkt ins Werksteam aufzusteigen", verrät Binder in einem Blogbeitrag für Sponsor Red Bull und gibt zu: "Es war ein kleiner Schock, um ehrlich zu sein."

Dass man ihm das Vertrauen schenkt, ein Werksfahrer zu sein, sei "ein unglaubliches Gefühl", schwärmt der 24-Jährige. Ihm sei jedoch auch bewusst, dass vor ihm ein langer und harter Weg liegt: "Ich weiß, dass die MotoGP eine ganz andere Liga ist. Zwar bin ich seit fünf Jahren bei KTM und jetzt wieder, aber das ist etwas, das ich lernen muss."

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Mit Pol Espargaro steht ihm ein erfahrener Teamkollege zur Seite, der das MotoGP-Projekt von KTM von Beginn an begleitet hat. Dieser machte bereits während der ersten gemeinsamen Testfahrten in Valencia und Jerez klar, dass er auf einen regen Austausch hofft: "Der einzige Weg, sich zu verbessern, ist, das gemeinsam zu tun."

Wie Espargaro hat sich Binder als Startnummer für eine Schnapszahl entschieden: "Pols Bruder Aleix hat die Nummer 41, also musste ich eine neue Nummer wählen. Ich habe mich für die Nummer 33 entschieden. Es liegt nicht daran, dass ich verrückt nach der Zahl 33 bin, aber es sieht aus wie 'BB', meine Initialen, und das wird ziemlich cool sein."

Seinem ehemaligen Moto2-Teamkollegen Jorge Martin traut er im kommenden Jahr in der mittleren Klasse viel zu. "Er hatte ihn Japan ein wirklich gutes Rennen und holte sein erstes Podium. Ich erinnere mich, dass in meinem ersten Jahr in der Moto2 die Dinge für mich viel besser liefen, als die Flyaways begannen", blickt Binder zurück.

"Ich denke, er hat wirklich begonnen, sich in der Klasse zurechtzufinden, und ich bin sicher, dass es noch viele, viele weitere Podeste von ihm geben wird. Er ist ein klasse Fahrer." Binder selbst beendete seine letzte Moto2-Saison mit drei Siegen in Folge auf einem Hoch. Den Titel verpasste er am Ende nur hauchdünn um drei Punkte.

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch