MotoGP-Geisterrennen am Sachsenring: Warum diese Idee verworfen wurde

Sebastian Fränzschky
motorsport.com

MotoGP-Rechteinhaber Dorna informierte am vergangenen Mittwoch darüber, dass der Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring für 2020 komplett abgesagt wird (mehr Infos). Bereits zwei Wochen vorher verkündete der ADAC als Veranstalter, den ursprünglichen Termin nicht halten zu können, weil bis Ende August Großveranstaltungen in Deutschland verboten sind.

Laut aktuellem Stand wird die MotoGP-Saison 2020 im Juli oder August beginnen. Diese besteht dann aber vermutlich ausschließlich aus Geisterrennen. Nach einigen Überlegungen stellte sich heraus, dass ein Rennen ohne Zuschauer für den Sachsenring keine reizvolle Option ist.

"Ein Sachsenring-Rennen ohne Fans ist kein Sachsenring", stellt Peter Weidinger, Vorstandsmitglied des ADAC Sachsen, klar. Laut ADAC-Motorsportchef Thomas Voss gab es mit der Dorna Gespräche über ein Rennen ohne Zuschauer, doch die Voraussetzungen dafür sind am Sachsenring ungünstig.

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Valentino Rossi, Yamaha

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Start zum GP Deutschland 2006 auf dem Sachsenring: Dani Pedrosa, Repsol Honda Team, führt

Start zum GP Deutschland 2006 auf dem Sachsenring: Dani Pedrosa, Repsol Honda Team, führt <span class="copyright">Repsol Media</span>
Start zum GP Deutschland 2006 auf dem Sachsenring: Dani Pedrosa, Repsol Honda Team, führt Repsol Media

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Start zum GP Deutschland 2006 auf dem Sachsenring: Dani Pedrosa, Repsol Honda Team, führt

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Start zum GP Deutschland 2006 auf dem Sachsenring: Dani Pedrosa, Repsol Honda Team, führt JiR

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Toni Elias, Honda

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Toni Elias, Honda Team Gresini

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Toni Elias, Honda Team Gresini

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Toni Elias, Honda

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"Wir haben mit der Dorna darüber gesprochen. Offen gestanden gingen die Gespräche in die Richtung, es nicht zu machen. Der Motorrad-Grand-Prix am Sachsenring lebt von den Fans, von den 200.000 Besuchern und vom Ankerberg", kommentiert Voss.

Doch abgesehen vom Kult um das Großevent Sachsenring-Grand-Prix sprachen auch die Voraussetzungen gegen die Durchführung eines Geisterrennens. "Der Sachsenring ist eigentlich ein Fahrsicherheitszentrum, das an zehn Tagen im Jahr Motorsport machen darf. Das heißt, die Einrichtungen einer normalen Rennstrecke sind teilweise nicht vorhanden", bemerkt Voss.

"Jedes Stromkabel und jede Wasserleitung muss extra gelegt werden, um das Fahrerlager aufzubauen. Dadurch steigen die Kosten", präzisiert der ADAC-Motorsportchef. "Diese Kosten hätte die Dorna mit tragen müssen, sodass letztlich ein Geisterrennen am Sachsenring unwirtschaftlicher ist als auf einer permanenten Rennstrecke. Deshalb haben wir dieses Szenario in Absprache mit der Dorna ziemlich schnell ausgeschlossen."

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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