MotoGP hat Priorität: Deshalb verzichtet Yamaha auf Suzuka-Werksteam

Gerald Dirnbeck
motorsport.com

Jüngst musste das 8-Stunden-Rennen in Suzuka auf den 1. November verschoben werden. Dieser Klassiker in Japan wird nun das Saisonfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft für Motorräder bilden. Schon seit einigen Wochen steht fest, dass Yamaha diesmal kein Werksteam an den Start bringen wird.

Von 2015 bis 2018 hat Yamaha mit der R1 vier Siege hintereinander gefeiert. In diesem Jahr wird das österreichische YART-Team die Speerspitze von Yamaha darstellen. Deshalb wird Kohta Nozane die Mannschaft verstärken. Niccolo Canepa und der Deutsche Marvin Fritz sind weiterhin bei YART gesetzt.

Warum verzichtet Yamaha diesmal auf ein Werksteam? "In Japan wurde entschieden, alle Bemühungen auf das MotoGP-Projekt zu konzentrieren", wird Andrea Dosoli, der Manager des Superbike-Teams, von 'GPOne.com' zitiert. "Ich denke, dieses Engagement hat man in den vergangenen Monaten gesehen."

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"Die MotoGP ist unsere Priorität. Deswegen war es die richtige Entscheidung. Auch weil Yamaha die Ziele bei den 8 Stunden mit den Siegen von 2015 bis 2018 erreicht hat", betont Dosoli. "Für Suzuka müsste ein Team wie Yamaha rund 40 Personen abstellen, inklusive Techniker, Mechaniker und Ingenieure."

"Das Projekt beginnt schon im Februar mit den ersten Tests. Es ist viel Arbeit notwendig. Deshalb hat man sich dazu entschieden, das Investment auf die MotoGP zu konzentrieren. Trotzdem werden wir mit dem YART-Team und den Fahrern Fritz, Nozane und Canepa vertreten sein." Im Vorjahr kämpfte YART mit dem Trio Fritz, Canepa und Broc Parkes in der Spitzengruppe mit.

Schließlich belegte man den sechsten Platz. "In der Vergangenheit konnten wir gegen die Werksteams kämpfen", sagt YART-Teammanager Mandy Kainz. "In diesem Jahr denke ich, dass wir mit unserer starken Fahreraufstellung und der bewährten R1 um das Podest kämpfen können. Das wird unsere Zielsetzung sein."

Mit Bildmaterial von Yamaha Racing.

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