Cagiva-Gründer Castiglioni gestorben

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Cagiva-Gründer Castiglioni gestorben
Cagiva-Gründer Castiglioni gestorben

Giancarlo Castiglioni, Gründer des italienischen Motorradunternehmens Cagiva und früherer Chef von Hersteller MV Agusta, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Unternehmer, der an der Seite seines vor zehn Jahren verstorbenen Bruders Claudio mit Ideen und Visionen die italienische Motorradbranche über Jahrzehnte prägte, erlag einem Tumor, wie Medien berichten.

Castiglioni verhalf der italienischen Motorrad-Industrie zu ihrer großen Rolle, indem er renommierte Marken wie MV Augusta, Ducati oder Husqvarna kaufte und sanierte. Ihm verdankt die Welt Motorrad-Klassiker wie die Ducati 916 und die Ducati Monster sowie die MV Agusta F4 und MV Agusta Brutale. Aktuelle Modelle, an denen Castiglioni persönlich beteiligt war, sind die MV Augusta F3 und die Brutale 675.

1978 gründete Castiglioni zusammen mit seinem jüngeren Bruder Claudio in Varese, 50 Kilometer nördlich von Mailand, seine erste Motorradmarke. Sie führte den Namen der väterlichen Firma für metallische Kleinteile fort: Cagiva, ein Kürzel für CAstiglioni GIovanni VArese. Zunächst bauten die Brüder nur Motorräder mit kleinem Hubraum, doch 1983 schlossen sie ein Abkommen mit Ducati über die Lieferung von mittel- und großvolumigen Motoren.

1985 übernahmen die Castiglionis Ducati komplett und krempelten die Firma um. Claudio Castiglionis Sohn Giovanni führte nach dem Tod seines Vaters 2011 MV Agusta bis 2019. Der Konzern wurde dann vom russischen Unternehmer Timur Sardarow übernommen.

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