Das nächste Kapitel der vollkommen irren Pokalsaison!?

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.
Das nächste Kapitel der vollkommen irren Pokalsaison!?
Das nächste Kapitel der vollkommen irren Pokalsaison!?

Was für eine verrückte Pokalsaison - und heute Abend könnte sie noch verrückter werden! (Ergebnisse und Spielplan des DFB-Pokals)

Dann nämlich, wenn Zweitligist Jahn Regensburg im Viertelfinale gegen Werder Bremen sein kurioses Pokalmärchen weiterschreibt und nach drei erfolgreichen Elfmeter-Krimis ins Halbfinale einzieht - wer weiß, vielleicht ja wieder in einem Shootout vom Punkt!?

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Die irre Elfmeter-Serie der Regensburger ist aber längst nicht das einzige Kuriosum!

DFB-Pokal: Das Märchen von Rot-Weiss Essen

Zur Erinnerung: Sogar als Viertligist war Rot-Weiss Essen ins Viertelfinale gestürmt, das hatte es zuvor im neuen Jahrtausend erst drei Mal gegeben: Der 1. FC Magdeburg scheiterte 2001 beim 0:1 gegen Schalke 04 genauso am späteren Pokalsieger wie Holstein Kiel 2012 beim 0:4 gegen Borussia Dortmund.

Im Vorjahr schaffte es der 1. FC Saarbrücken sogar ins Halbfinale, wo beim 0:3 gegen Bayer Leverkusen Endstation war. Essen scheiterte in der laufenden Saison bereits eine Runde vorher an Holstein Kiel.

Die Störche stehen als Zweitligist nun in der Runde der letzten Vier, treffen dort auf Champions-League-Viertelfinalist Borussia Dortmund.

Ein Zweitligist im Pokal-Halbfinale - das gab es schon häufiger, als man es vielleicht erwarten würde: Die Kieler sind bereits der 38. Zweitliga-Vertreter in der Vorschlussrunde des DFB-Pokals.

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Jahn Regensburg kann Holstein Kiel folgen

Machen ihnen die Regensburger dieses Kunststück nun allerdings gegen Bremen nach, käme es zu einem seltenen Ereignis, das es zuletzt vor zehn Jahren und in der langen Pokalgeschichte überhaupt erst sieben Mal zu bestaunen gab: zwei Zweitligisten im Halbfinale derselben Pokalsaison!

2011 war das zuletzt dem MSV Duisburg und Energie Cottbus gelungen, im direkten Duell setzten sich damals die Zebras mit 2:1 durch, verloren aber im Endspiel deutlich mit 0:5 gegen Schalke 04.

Der erste Zweitligist im Pokal-Halbfinale war übrigens 1963 der Wuppertaler SV, der gegen den späteren Pokalsieger HSV den Kürzeren zog. Am häufigsten schaffte es Alemannia Aachen als Zweitligist in die Runde der letzten Vier - schon satte vier Mal!

Alle Video-Highlights des DFB-Pokals in der SPORT1-Mediathek und in der SPORT1 App

Rekord-Zweitligist Alemannia Aachen

Eines aber wollen Kiel und nach heute Abend ja vielleicht auch Regensburg besser machen als die Alemannia: am Ende auch den Titel holen - das nämlich schaffte Aachen noch nie.

Im Gegensatz zu Hannover 96: Die Niedersachsen wurden 1992 als bisher einziger Zweitligist Pokalsieger.

Die Offenbacher Kickers waren in der Saison 1969/70 zwar auch als Zweitligist in den DFB-Pokal gestartet, zum Zeitpunkt des Finaltriumphs aber schon in die Bundesliga aufgestiegen, weil die Partien ab dem Achtelfinale erst nach der Weltmeisterschaft in Mexiko ausgetragen wurden.

Wann zwei Zweitligisten im Pokal-Halbfinale standen

Zwei Zweitligisten im Halbfinale: Jahn Regensburg kann dieses seltene Kuriosum heute gegen Werder perfekt machen!

SPORT1 zeigt, wann schon einmal zwei Zweitligisten (fett markiert) in derselben Saison im Pokal-Halbfinale standen:

1970
Kickers Offenbach - 1. FC Nürnberg 4:2 n. V.
Alemannia Aachen - 1. FC Köln 0:4

1981
Eintracht Frankfurt - Hertha BSC 1:0
1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig 3:2

1990
Werder Bremen - Eintracht Braunschweig 2:0
Kickers Offenbach - 1. FC Kaiserslautern 0:1

1994
Rot-Weiss Essen - Tennis Borussia Berlin 2:0

2001
Union Berlin - Borussia Mönchengladbach 6:4 n. E.

2004
Werder Bremen - VfB Lübeck 3:2 n. V.
Alemannia Aachen - Borussia Mönchengladbach 1:0

2011
MSV Duisburg - Energie Cottbus 2:1