Nächster klarer Sieg für Zverev in Wimbledon

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Nächster klarer Sieg für Zverev in Wimbledon
Nächster klarer Sieg für Zverev in Wimbledon

Locker, lässig und mit einem Lächeln auf den Lippen hat ein bärenstarker Alexander Zverev in Wimbledon die dritte Runde erreicht - und seine Leistung direkt im Anschluss relativiert. (Wimbledon 2021: Spielplan und Ergebnisse).

"Ja, ich habe gut gespielt, aber ich habe mehr Potenzial", sagte der 24-Jährige: "Ich bin bestimmt auf einem guten Weg, aber es war nur eine zweite Runde."

In der Zverev ein unterhaltsames Match gegen Tennys Sandgren (USA) mit 7:5, 6:2, 6:3 gewann und sich für das nächste Match gegen den Sieger des US-Duells zwischen Taylor Fritz und Steve Johnson in Stellung brachte.

"Die Gegner werden schwerer, die Matches härter", sagte Zverev: "Ich muss mein Level anheben, wenn ich meine Ziele erreichen will." Diese Ziele heißen nicht mehr Viertel- oder Halbfinale: "Ich bin hier, um alles zu geben und alles zu schaffen." (Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker)

Petkovic verabschiedet sich aus Wimbledon

Für Andrea Petkovic ist Wimbledon dagegen für dieses Jahr beendet. Die 33-jährige Darmstädterin verlor in der zweiten Runde gegen French-Open-Siegerin Barbora Krejcikova (Tschechien) 5:7, 4:6 und sorgte sich danach vor allem um "meine knarzigen Knie".

Ihr eigenes Spiel, mit dem sie bis zum 5:5 im ersten Durchgang gut mithielt, sei "zu unausgewogen" gewesen: "Es ärgert mich, dass ich die Balance zwischen aggressiv und sicher nicht gefunden habe." Krejcikova habe sie "ständig auf dem falschen Fuß erwischt".

Diese Probleme hatte Zverev nicht, vor allem konnte er sich gegen den 29-jährigen Sandgren von Beginn an auf seinen Aufschlag verlassen. Bereits im ersten Satz schlug der 24-jährige Hamburger neun Asse, am Ende waren es insgesamt 13. Zverev hatte einen guten Rhythmus, rückte öfter ans Netz vor und überzeugte mit einer variantenreichen Spielweise.

Im ersten Durchgang hielt Sandgren noch relativ gut mit, ehe er im elften Spiel seinen Aufschlag zum 6:5 für Zverev abgeben musste. Der nutzte die Vorlage und verwandelte nach 40 Minuten seinen ersten Satzball zum 7:5. Die Stimmung war launig und entspannt, als Zverev bei einer Challenge deutlich danebenlag und Sandgren ihm scherzhaft die Faust zeigte, grinste er über das ganze Gesicht.

Zverev: "Atmosphäre war sicher ungewöhnlich"

"Diese Atmosphäre war sicher ungewöhnlich für ein Grand-Slam-Turnier", sagte Zverev, der das unter anderem "auf diesen ganz besonderen Humor des britischen Publikums" zurückführte: "Es war sehr angenehm, zumal unser Sport grundsätzlich eine sehr ernsthafte Sache ist. "

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Im zweiten Satz ermöglichte Sandgren, Nummer 68 der Welt, seinem Gegner durch eigene Fehler viele einfache Punkte. Nach zwei Breaks zum 2:1 und 4:1 machte Zverev nach 70 Minuten mit dem Punkt zum 6:2 die 2:0-Satzführung perfekt.

Einziger Aufreger bis zu dem Zeitpunkt: Sandgren fiel mehrfach der Ball für den zweiten Aufschlag aus der Hosentasche. "Was soll das, was macht er da", fragte Zverev Stuhlschiedsrichter Mohammed Lahyani, der verwies ihn an Sandgren: "Frag ihn." Zverev legte seinem Gegner nahe, "doch mal mit seinem Ausrüster zu reden, damit der ihm tiefere Hosentaschen schneidert." Übrigens: Zverev hat denselben Ausrüster.

Im dritten Satz wehrte sich Sandgren nach Kräften, hatte aber Zverevs wuchtigem Spiel nichts mehr entgegenzusetzen. Das schnelle Break zum 2:1 brachte der Weltranglistensechste problemlos über die Zeit, nach 1:45 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball.

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