Nach Sexismus-Vorwurf: Das sagt Giulia Gwinn zum "Hübscheste"-Spruch

Ben Barthmannfreier Sportjournalist
Yahoo Sport Deutschland

Giulia Gwinn erzielte für die deutsche Nationalmannschaft den Siegtreffer gegen China. Eine Schlagzeile der Bild sorgte anschließend für Kritik. Die 19-Jährige reagiert unbeeindruckt.

Giulia Gwinn erzielte den einzigen Treffer des DFB-Teams gegen China. (Bild: Getty Images)
Giulia Gwinn erzielte den einzigen Treffer des DFB-Teams gegen China. (Bild: Getty Images)

Ein technisch anspruchsvolles und enorm wichtiges Tor gelang Gwinn beim 1:0-Sieg der deutschen Frauen gegen China zum Auftakt in die Weltmeisterschaft 2019. Schnell aber wurde aus dem Siegtreffer eine Sexismus-Debatte.

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“Hässlicher Auftakt-Sieg dank unserer Hübschesten”, titelte die Bild und rief damit zahlreiche Kritiker auf den Plan. Muss Gwinn wirklich auf ihr Aussehen reduziert werden, fragten sich viele Kritiker in den Sozialen Medien.

Tatsächlich vergaß die Bild, dass Wort “Hübscheste” in Anführungsstriche zu setzen, war es doch ein Zitat von DFB-Kapitänin Alexandra Popp gewesen. Der Schaden war bereits geschehen. So fragte unter anderem die Zeit später beim Länderspiel der Herren ironisch: “Und wer war nun der Hübscheste?”

Giulia Gwinn rechnete nicht mit großem Echo

Gwinn selbst reagierte unbeeindruckt ob der Schlagzeile der Bild sowie der Aussage ihrer Kapitänin. “Da gibt es Schlimmeres. Dass es zu solch einem Echo führt, hätte ich nicht erwartet. Aber es ist ein schönes Kompliment von ihr”, sagte sie der Tageszeitung in einem Interview.

Im Team werde die 19-Jährige jetzt aufgezogen: “Die Mitspielerinnen machen sich da einen schönen Spaß draus. Aber es ist ja alles lieb gemeint. Ich und die anderen finden es einfach nur lustig.“

Ohnehin sollte die Aufmerksamkeit lieber auf der sportlichen Leistung liegen. Beim WM-Debüt als Verteidigerin direkt ein Tor zu erzielen, verdient Anerkennung. Diese erhielt Gwinn von ihren Eltern: “Ich habe sofort in ihren Augen gesehen, wie stolz sie sind. Das tut gut.”

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