NADA prüft Tabletten-Einsatz von Martin Hinteregger für Eintracht Frankfurt

Goal.com
Kurz schien Hinteregger nicht mehr arbeitsfähig, doch dann halfen dem Verteidiger Injektion sowie Tablette wieder in die Spur. Nun ermittelt die NADA.
Kurz schien Hinteregger nicht mehr arbeitsfähig, doch dann halfen dem Verteidiger Injektion sowie Tablette wieder in die Spur. Nun ermittelt die NADA.

Eintracht Frankfurt muss sich auf Ermittlungen der NADA gefasst machen, nachdem Martin Hinteregger am ersten Spieltag der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor laufender Kamera eine Tabelle nahm. Die Anti-Doping-Agentur stellt den Umgang des Bundesligisten mit Medikamenten in Frage.

"Es war ein stechender Schmerz, der Doc konnte mir helfen und weiter ging's", sagte Hinteregger im Anschluss an die Partie über den vermeintlich "ersten Krampf" seiner Karriere. Live im TV war zu verfolgen, wie der Verteidiger erst eine Injektion erhielt und anschließend eine Tablette mit unbekanntem Inhalt zu sich nahm.

Nach Tabletten-Einnahme von Martin Hinteregger: Eintracht bestreitet Einsatz von Schmerzmitteln

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Frankfurts Angaben zufolge handelte es sich dabei um eine Tablette konzentrierter Kohlenhydrate, wie die SZ berichtet. Eine solche hätte allerdings zum Zeitpunkt der Partie, es waren noch etwa zehn Minuten zu spielen, kaum mehr als einen Placebo-Effekt gehabt. Andere Medien berichten von einer Schmerztablette.

Die NADA ist jedenfalls aufmerksam geworden. "Wir haben die Szene registriert und schauen uns an, was genau er zu sich genommen hat", teilte Vorstand Lars Mortsiefer mit. Sowohl die Einnahme einer Schmerztablette als auch die Verabreichung konzentrierter Kohlenhydrate wäre regelkonform. 

Mortsiefer aber hat dennoch Zweifel: "Bei der Einnahme von Schmerzmitteln, um unbedingt weitermachen zu können, sehen viele die möglichen gesundheitlichen Risiken nicht und es entsteht ein falsches Signal. Es sollte einen zurückhaltenden und reflektierten Umgang damit geben. In der konkreten Situation mit Schmerzmitteln zu agieren, ist für uns nicht angemessen."

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