Warum fiel Nagelsmann gegen den BVB nichts ein?

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Warum fiel Nagelsmann gegen den BVB nichts ein?
Warum fiel Nagelsmann gegen den BVB nichts ein?

Julian Nagelsmann entschied sich trotz der 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund in der Bundesliga am vergangenen Samstag dazu, für das Pokalfinale keine nennenswerten taktischen Änderungen im Defensiv-Bereich vorzunehmen.

Der Trainer von RB Leipzig wechselte personell zwar vier Mal durch (u.a. überraschend Emil Forsberg auf der Bank) und stellte offensiv auf zwei Stürmer um, hielt dahinter aber am am 3-1-4-System und den damit einhergehenden Grundstrukturen fest. Genau diese Entscheidung machte sich BVB-Trainer Edin Terzic zunutze, denn der 38-Jährige stellt seinerseits von einem 4-2-3-1 auf ein 4-3-3 um. (BERICHT: Historisches Duo schießt Leipzig ab)

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Statt eines klassischen Zehners hatte Terzić damit zwei zentrale Mittelfeldspieler vor Abräumer Emre Can. Von diesen zwei Mittelfeldakteuren bewegte sich vor allem Mahmoud Dahoud regelmäßig dynamisch nach vorn. (EINZELKRITIK: Reus führt brillante BVB-Offensive an)

Zugleich unternahm auch Marco Reus viele Läufe von seiner nominellen Außenposition ins Zentrum. Das Ziel der Dortmunder war klar: Sie wollten Leipzigs Sechser Kevin Kampl unter Druck setzen.

Julian Nagelsmann lässt seinen Sechser im Stich

Der Slowene blieb ob der Grundstruktur des Leipziger System des Öfteren auf sich allein gestellt.

Folglich musste er hastig den Ball weiterleiten oder wurde in Zweikämpfe in der eigenen Spielhälfte verstrickt. Kampl verlor mehrfach in der ersten Halbzeit - so auch vorm Führungstor der Dortmunder - den Ball.

Nagelsmann tat seinem Mittelfeldspieler keinen Gefallen, machte aber zunächst auch wenige Anstalten, etwas an der Situation zu ändern.

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Leipzig kommt zurück dank BVB-Umstellung

Erst in der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt etwas zugunsten von Leipzig. Allerdings stand es da schon 0:3 aus Sicht der Sachsen. (KOMMENTAR: Der BVB muss den Warnschuss verstehen)

Dass Nagelsmanns Mannschaft besser ins Spiel und zu mehr Torchancen kam, hatte aber nur bedingt etwas mit den Entscheidungen des Cheftrainers zu tun. Stattdessen war es eine Umstellung der Dortmunder, die deren Mittelfeldstabilität verringerte. Terzic nahm den verwarnten Jude Bellingham vom Rasen und stellte wieder auf ein 4-2-3-1 um. Damit war die Kompaktheit der ersten Halbzeit dahin.

Nagelsmann reagierte seinerseits auf den desolaten Pausenstand lediglich mit der Auswechslung seiner beiden Sturmspitzen. Dass jedoch Hwang Hee-Chan und Alexander Sørloth in den ersten 45 Minuten so in der Luft hingen und im Vergleich dazu die eingewechselten Christopher Nkunku und Yussuf Poulsen viel gefährlicher auftraten, hatte wenig mit den Spielern selbst und viel mehr mit den strukturellen Schwächen der gesamten Mannschaft zu tun.

Nagelsmann hat keine Lösungen parat

Als Dortmunds Mittelfeldstabilität dahin war, konnten die beiden Strategen und Ballverteiler Marcel Sabitzer und Dani Olmo endlich entsprechend auftrumpfen. Doch zu dem Zeitpunkt war es fast schon zu spät, um den immensen Rückstand noch aufzuholen. Eine schlampige Chancenverwertung tat ihr Übriges. (EINZELKRITIK: Reus führt brillante BVB-Offensive an)

Nun lässt sich darüber streiten, ob Nagelsmann nach drei Niederlagen in dieser Saison gegen Dortmund in Terzic seinen Meister gefunden hat.

Was aber auffällig war: Dem baldigen Bayern-Trainer fiel insgesamt recht wenig gegen den Interimscoach des BVB ein. Der sonst so kreative 33-Jährige blieb recht blass - sowohl in der Liga als auch gestern Abend im Pokalfinale.

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