Nations League als Mini-EM in Deutschland?

dpa, SID
Sport1

Oliver Bierhoff hat vorgeschlagen, die im Herbst anstehende Nations League nicht mit Hin- und Rückspielen, sondern als eine Veranstaltung an einem neutralen Ort auszutragen.

"Das wäre eine Alternative. Eine Art Mini-Turnier könnte eine Idee sein", sagte der DFB-Direktor dem kicker.

Bierhoff: "Wir stehen bereit"

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Da im Herbst wohl noch nicht mit Zuschauern gespielt werden könne, sei "bei den Nationalverbänden die Bereitschaft vielleicht größer, an einem neutralen Ort zu spielen. Man würde unnötige Reisen verhindern und könnte die Spieler ... besser kontrollieren".


Der DFB würde laut Bierhoff als Ausrichter eines solchen Turniers zur Verfügung stehen: "Wir haben das Know-how und eine Top-Organisation im DFB, das haben wir schon mehrfach bewiesen. Wenn ein solches Modell der UEFA hilft, würde ich sagen: Ja, wir stehen bereit."

Deutsche Gruppengegner in der Liga A sind die Ukraine, Spanien und die Schweiz.

Bierhoff befürwortet Gehaltsobergrenzen

Bierhoff äußerte sich auch zu Forderungen nach einer Gehaltsobergrenze für Fußballprofis.

"Wenn es rechtlich umsetzbar ist und sich auch europaweit gemeinsam dazu Gedanken gemacht werden - ja. Denn am Ende sollte es unser aller Interesse sein, dass wir einen interessanten, gut funktionierenden Wettbewerb haben", sagte er t-online.de.

Bierhoff plädiert dafür, zu "überlegen, wie wir beispielsweise Ablösesummen, Gehälter oder Beraterhonorare eindämmen können". Der 52-Jährige glaubt dabei nicht, dass sich Fans am Gehalt der "Topverdiener" stören: "Messi, Cristiano Ronaldo oder Jo Kimmich sind nicht das Problem.


Das Problem ist die Masse an Mittelmaß, die in diesem Sog mitschwimmt und in Anführungszeichen 'überbezahlt' ist." Ein solcher Spieler müsse damit rechnen, "dass er demnächst weniger vom Verein angeboten bekommt".

In der Corona-Pandemie ist eine Gehaltsobergrenze laut Bierhoff auch international ein Thema: "Es ist der Moment gekommen, an dem viele dazu bereit sind, zumindest darüber zu diskutieren -  auch die, die es vor der Krise nicht waren. Speziell von den großen Vereinen in Spanien, England und Frankreich", sagte der Europameister von 1996.

Um finanzielle Unterschiede zwischen den Vereinen auszugleichen, sei beispielsweise bezüglich der Verteilung der TV-Gelder auf europäischer Ebene "mehr Ausgeglichenheit möglich".

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