Als eine NBA-Legende mit seinem Rücktritt die Welt schockte

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Earvin Johnson ist ein höflicher Mann.

Sekunden, bevor er an diesem 7. November 1991 die Welt erschüttert, richtet "Magic" sich zu seinen vollen 2,06 Metern auf, er lächelt, nickt in die Runde und wünscht allen einen "schönen Nachmittag". Dann sagt der Basketball-Superstar: "Ich bin mit HIV infiziert und beende deswegen heute meine Karriere."

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Die Nachricht ist ein Schock. AIDS sei bei ihm nicht ausgebrochen, versichert Magic Johnson, seiner schwangeren Ehefrau Cookie gehe es gut: "Sie ist negativ, das ist also kein Problem."

Er lächelt wieder, als er den Journalisten sagt: "Ich plane, noch lange zu leben und euch zu ärgern."

Johnson kehrt in die NBA zurück

29 Jahre später lässt sich sagen, dass beides gelungen ist. Beim All-Star Game 1992 gibt Magic seine Rückkehr bekannt, mit dem legendären Dream Team gewinnt er im selben Jahr Olympiagold in Barcelona und löst mit Michael Jordan einen weltweiten NBA-Hype aus - obwohl er in der besten Liga der Welt erst wieder ab 1994 spielt: Einige Spieler hatten Bedenken geäußert, sich über eine offene Wunde zu infizieren.

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Parallel wird Magic Johnson ein Botschafter für den Kampf gegen AIDS. Er gesteht zahlreiche sexuelle Eskapaden, schreibt ein Buch über Safer Sex: "Was Sie tun können, um AIDS aus dem Weg zu gehen." Mit seiner sanften, humorvollen Art begeistert er Millionen Menschen. "Magic ist ein Held für mich", sagt US-Präsident George Bush senior.

Heute ist Magic Johnson, der Zauberpasser, der den Basketball revolutionierte, ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann. Als er 2002 in die Hall of Fame aufgenommen wird, hält die Laudatio sein großer Rivale von einst: Larry Bird. Er war ihm längst ein guter Freund geworden.