Neue Aston-Martin-Fabrik verzögert sich: Umzug erst 2022

Norman Fischer
motorsport.com

Aston Martin wird nun ein Jahr später als geplant in seine neue Formel-1-Fabrik umziehen. Schuld hat das Coronavirus, das die Arbeiten an der neuen Anlage in Silverstone zum Erliegen gebracht hat. Ursprünglich wollte der Rennstall, der 2020 noch unter dem Namen Racing Point fungiert, in der Sommerpause 2021 umziehen - jetzt wird das erst im August 2022 geschehen.

"Die Fabrik kommt trotzdem", bestätigt Teamchef Otmar Szafnauer gegenüber 'Motorsport.com'. "Wir werden sie bauen, da wir sie aus Wettbewerbsgründen brauchen. Einfach aus dem Grund, dass wir Aston Martin sein werden, aus dem Grund, dass der aktuelle Standort seit 1990 existiert und wir ihm entwachsen sind."

Die aktuelle Fabrik wurde für das kleine Jordan-Team genutzt und später auch von den Nachfolgerennställen Midland, Spyker, Force India und jetzt Racing Point. Als neues Werksteam von Aston Martin wird aber eine größere Anlage notwendig. Sie soll direkt neben der aktuellen Fabrik entstehen.

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Das Coronavirus hat die Umzugspläne aber erst einmal durchkreuzt. Theoretisch hätte man den Umzug auch einfach um die drei oder vier verpassten Monate verlegen und im Winter vor der Saison 2022 durchziehen können. Doch das Team hat sich dazu entschieden, noch ein ganzes Jahr zu warten. "August ist der richtige Zeitpunkt zum Einziehen, weil es die traditionelle Sommerpause ist."

Die zusätzlichen Monate sollen dafür genutzt werden, um die Planungen für den Bau noch detaillierter zu gestalten. Dadurch könne man auch eine akkuratere Kostenrechnung aufstellen und bessere Entscheidungen treffen, wie Szafnauer sagt.

In der neuen Fabrik soll auch die Designgruppe der Aston-Martin-Straßenwagen untergebracht werden, die aus dem aktuellen Heim bei Red Bull Technology ausziehen wird.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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