Gladbachs Sensations-Coup mit Alonso geplatzt?

SPORT1
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Gladbachs Sensations-Coup mit Alonso geplatzt?
Gladbachs Sensations-Coup mit Alonso geplatzt?

Kommt er, oder kommt er nicht?

Am Montag vermeldet die Bild-Zeitung Xabi Alonso werde zur neuen Saison der Nachfolger von Marco Rose bei Borussia Mönchengladbach, ruderte aber am Abend zurück und schrieb von weiteren Kandidaten. Nun geht der kicker sogar noch einen Schritt weiter.

Demnach führe die Spur inzwischen sogar weg vom Spanier. Es habe zwar Gespräche gegeben, zu einer Zusammenarbeit wird es aber nicht kommen.

SPORT1 hatte bereits am Montag berichtet, dass eine Einigung mit dem ehemaligen Bayern-Star noch lange nicht in trockenen Tüchern ist. Alonso-Berater Inaki Ibánez sagte am Montagvormittag zu SPORT1: "Ich kommentiere Gerüchte grundsätzlich nicht. Xabi ist hier bei Real Sociedad und konzentriert sich auf die Aufgabe. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt."

Neuhaus kommentiert Gerüchte um Alonso

In Spanien ist zu lesen, Alonsos Wunschlösung soll der Trainerposten der ersten Mannschaft von Real Sociedad sein.

Gladbachs Mittelfeldspieler Florian Neuhaus kommentierte die Gerüchte um Alonso auf einer DFB-Pressekonferenz am Dienstag: "Ich habe das auch nur über die Medien mitgebommen. Ich bin schon ein bisschen im Fußballgeschäft dabei und glaube es erst, wenn der Verein das offiziell verkündet. Wenn ich richtig informiert bin, wurde auch schon wieder berichtet, dass er nicht mehr der klare Favorit ist. Ich lasse mich überraschen, wer es wird. Es macht wenig Sinn, zu spekulieren. Max Eberl wird sicher eine hervorragende Wahl treffen und dann schaue ich, was nächstes Jahr passiert."

Alonso kennt Bundesliga vom FC Bayern

Alonso kennt die Bundesliga aus seiner Zeit beim FC Bayern München. Zwischen 2014 und 2017 lief der Baske für den deutschen Rekordmeister auf. In dieser Zeit erlangte Alonso auch gute Deutsch-Kenntnisse. Ein Aspekt, der Gladbach-Sportdirektor Max Eberl sehr wichtig gewesen sein soll.

Alonso wurde mit Bayern drei Mal Deutscher Meister und gewann mit dem FC Liverpool und Real Madrid die Champions League. Dazu feierte er einen WM- und zwei EM-Titel (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan Bundesliga).

2017 beendete der heute 39-Jährige seine aktive Karriere. In der Saison 2018/2019 trainierte Alonso die U14 von Real Madrid, ehe er 2019 Real Sociedads Reserve übernahm.

Eberl sprach von "guten Gesprächen"

Am vergangenen Wochenende hatte sich Eberl zur Trainersuche geäußert, ohne konkret auf Namen einzugehen.

"Ich suche schon aktuell", erklärte er im ZDF-Sportstudio: "Ich bin dementsprechend schon die letzten drei Wochen sehr, sehr intensiv unterwegs."

Er habe "sehr, sehr viele und gute Gespräche geführt. Ich bin auf einem guten Weg, wir hatten eine Kandidatenauswahl, mit der wir uns beschäftigt haben."

Eberl schließt: "Mit dem Fokus befinden wir uns schon auf der Zielgeraden - wir haben eine klare Vorstellung."

Rose verlässt Gladbach dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro im Sommer in Richtung Dortmund.

Rummenigge: Alonso kann Bayern-Trainer werden

Karl-Heinz Rummenigge hatte in der Vergangenheit bereits von Alonso geschwärmt - und ihn als möglichen Trainerkandidaten beim FC Bayern ins Auge gefasst.

"Er wird ein Trainer sein, der für den FC Bayern irgendwann in der Zukunft von Interesse sein kann. Das kann ich mir vorstellen", erklärte der scheidende Vorstandsvorsitzende im Oktober im Bild-Podcast Phrasenmäher.

Weiter führte er aus: "Xabi Alonso hat diese Empathie, die du brauchst. Speziell bei der heutigen Spielergeneration, um mit ihnen so einen roten Faden zu spinnen."

Laut Rummenigge wollte auch Julian Nagelsmann den Spanier als Assistent bei RB Leipzig verpflichten. "Ich hatte Kenntnis davon, dass Xabi eine Anfrage von Leipzig als Co-Trainer von Nagelsmann hatte", plauderte der Boss bei einer Sponsorenveranstaltung.

Und Pep Guardiola, Alonsos früherer Coach bei Bayern, meinte bereits 2017: Xabi Alonso wird "auf jeden Fall" Karriere als Trainer machen.