Neue Studie zeigt: Attraktivität muss nicht immer dem Idealbild entsprechen

Antonia WallnerFreie Autorin
Yahoo Style Deutschland

Muskeln beim Mann, schlanke Figur bei der Frau: Die Idealvorstellungen darüber, was beim anderen Geschlecht als attraktiv gilt, halten sich hartnäckig in den Köpfen von Männern und Frauen. Eine neue Studie beweist: An dem Ideal muss man oft gar nicht festhalten.

Ein schönes Lächeln reicht oft schon, um für den anderen attraktiv zu sein. (Bild: Getty Images)
Ein schönes Lächeln reicht oft schon, um für den anderen attraktiv zu sein. (Bild: Getty Images)

Jeder Mensch ist auf seine eigene Art attraktiv. Doch in unserer Gesellschaft herrschen – trotz zunehmender Body Positivity – immer noch bestimmte Idealvorstellungen, was beim jeweiligen Geschlecht als attraktiv gilt. Frauen sollten schlank sein, am besten mit einer “Sanduhr“-Figur. Attraktive Männer dagegen haben Muskeln und einen wohlproportionierten Körperbau.

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Aber wie denken Männer und Frauen wirklich über diese Vorstellungen von Attraktivität? Kann es nicht sein, dass sie sogar davon abweichen? Das wollten die Psychologen Xue Lei und David Perrett mit einer neuen Studie herausfinden.

Neue Studie über Attraktivitätsfaktoren

Dafür luden die Wissenschaftler hunderte Probanden zwischen 17 und 26 Jahren ein. Jeder bekam eine spezielle App auf das Smartphone, mit der der Teilnehmer verschiedene Körpertypen anpassen konnte.

“Die Studienteilnehmer bekamen diverse Bilder von verschiedenen Körpertypen präsentiert. Zunächst das eigene Geschlecht. Sie sollten dann den BMI und Körperfettanteil anpassen und ihre eigenen Idealvorstellungen, was sie attraktiv finden, in das Erscheinungsbild mithilfe der App einfließen lassen“, schreiben die Psychologen in der im “British Journal of Psychology“ veröffentlichten Studie.

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Nach dem eigenen kam das gleiche Spiel erneut mit dem anderen Geschlecht. Bei den Aufgaben gab es noch eine Besonderheit: Die Teilnehmer sollten die Attraktivität des Körpers für jeweils kurze und lange Beziehungen definieren.

Kleine Unterschiede sind schon viel wert

Das Ergebnis überrascht: Tatsächlich konnten Xue und Perrett herausfinden, dass sich sowohl Frauen als auch Männer hinsichtlich Idealvorstellungen leicht überschätzen. Frauen designten ihre Avatars tendenziell zu schlank, während Männer die ihren mit zu viel Muskeln ausstatteten.

Die Vorstellungen von Männern und Frauen hinsichtlich Attrativität weichen zwar nur leicht ab, aber immerhin. (Bild: Xue Lei & David Perrett)
Die Vorstellungen von Männern und Frauen hinsichtlich Attrativität weichen zwar nur leicht ab, aber immerhin. (Bild: Xue Lei & David Perrett)

Die Abweichungen sind zwar nur minimal, aber laut den Studienautoren sind schon diese leichten Unterschiede von den klassischen Idealvorstellungen ein wertvoller Hinweis für junge Männer und Frauen, sich selbst und ihren Körper nicht zu sehr zu perfektionieren.

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