"Die neue Yamaha R1 ist sehr stark" - Razgatlioglu mit Entwicklung zufrieden

Sebastian Fränzschky
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Im Gegensatz zu Kawasaki (mehr Infos über die neue ZX-10RR) hat Yamaha für die WSBK-Saison 2021 kein neues Homologationsmodell parat. Die Yamaha-Teams in der Superbike-WM müssen also weiterhin mit der 2020er-Version arbeiten, können diese im Rahmen des Reglements aber weiter verbessern. Beim Test in Jerez (zum Testbericht) debütierten neue Teile, die besonders Toprak Razgatlioglu helfen sollen.

"Wir können froh sein, dass viele der Entwicklungsteile von Yamaha positive Ergebnisse lieferten", kommentiert Teammanager Paul Denning. "Die Serienversion der R1 bekam 2020 ein Update. Für 2021 bleibt das Motorrad mehr oder weniger gleich."

"Beim Saisonfinale gewannen wir zwei Rennen. Wir sind also ziemlich konkurrenzfähig. Doch es geht immer um die kleinen Details. Wir wollten das Kurvenverhalten im Scheitel verbessern und mehr Haftung erzeugen. Toprak ist auf der Bremse ziemlich extrem. Deshalb wollten wir für ihn mehr Brems-Performance herausholen. Es sind kleine Details", nennt er die Modifikationen der Testmaschine.

Razgatlioglu muss noch auf die finale R1 für 2021 warten

Toprak Razgatlioglu zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung. "Die neue R1 ist sehr stark. Wir probierten nur ein paar Teile. Ich denke, das neue Motorrad ist besser", bemerkt der Türke und stellt klar: "Wir hatten noch nicht das finale 2021er-Bike zur Verfügung."

"Ich fuhr am Mittwoch erneut das dritte Motorrad mit den neuen Teilen. Damit gelang mir eine sehr gute Rundenzeit. Ich fuhr mit dem SCX-Reifen eine 1:38.8er-Runde. Das ist eine sehr schnelle Rundenzeit. Danach verwendeten wir den Qualifying-Reifen, mit dem mir aber keine gute Rundenzeit gelang", erklärt er den Rückstand in der Wertung.

"Ich bin sehr zufrieden, weil wir mit der Testmaschine ein gutes Gefühl aufbauen konnten", schildert Razgatlioglu, der immer wieder Vergleichstests anstellte: "Ich kehrte zur alten Maschine zurück. Damit musste ich härter pushen. Mit der Testmaschine fühlt es sich einfacher an. Wir sind zufrieden."

Deutlich mehr Energie als beim Saisonfinale

Razgatlioglu war in Jerez einer der fleißigsten Fahrer. "Ich bin 90 Runden gefahren und am Tag zuvor waren es 84 Runden. Das ist mein persönlicher Rekord, glaube ich", scherzt der Yamaha-Pilot, der zwischen dem Saisonfinale und dem Test Kraft tanken konnte.

Entsprechend motiviert ging Razgatlioglu zu Werke. "Die Saison 2020 begann für mich gut. Doch beim Aragon-Wochenende erlebte ich einen Tiefpunkt. Ich war ziemlich geschafft", blickt der Yamaha-Werkspilot zurück.

Mit Bildmaterial von Yamaha.