Neuer Ferrari SF21: Präsentation wohl erst bei Testfahrten 2021

Norman Fischer
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Ferrari wird sein Formel-1-Auto für die neue Saison 2021 erst vor den Testfahrten in Barcelona präsentieren, das hat Teamchef Mattia Binotto in einem Mediengespräch angekündigt. Zudem verriet der Italiener auch den Namen des Nachfolgers des SF1000: "Wir haben uns bereits für einen Namen entschieden", sagt der Italiener. "Das Auto wird SF21 heißen."

Die 1000 in der aktuellen Bolidenbezeichnung geht auf den 1.000 Grand Prix von Ferrari zurück, für die kommende Saison wählt man einfach die Jahresbezeichnung. "Es ist ein sehr einfacher Name, weil wir glauben, dass das kommende Jahr ein Übergang für 2022 sein wird", so Binotto. "Es ist ja teilweise ein eingefrorenes Auto. Es ist das gleiche Chassis wie 2020."

Weil es am Auto daher nicht so viel Neues zu entdecken geben wird, wird Ferrari seinen Boliden auch erst bei den Testfahrten in Barcelona vorstellen, die am 2. März beginnen werden. Allerdings soll es bereits vorher einen ersten Event geben, bei dem man seine beiden Fahrer Charles Leclerc und Carlos Sainz in den Mittelpunkt stellen wird.

"Und dann gibt es vielleicht den zweiten Event, der direkt bei den Testfahrten sein könnte, wo wir das Auto enthüllen werden. Das könnte in etwas anderer Form stattfinden", so Binotto.

Mit Platz sechs war die Saison 2020 eine große Enttäuschung für das Team aus Maranello. Vor allem der zwangsweise umgerüstete Motor galt als große Schwachstelle. Die Hoffnungen für das kommende Jahr liegen daher auf einer komplett neuen Power-Unit, die das Leistungsdefizit wieder ausgleichen soll.

Erste Anzeichen seien laut dem Teamchef vielversprechend: "Ich kann bestätigen, dass das Auto auf dem Prüfstand gut läuft. In Sachen Performance haben wir gute Fortschritte gemacht - vor allem verglichen mit 2020. Ich glaube, dass wir bei der Power-Unit wieder konkurrenzfähig sein werden. Ich glaube, dass wir nicht die Schlechtesten sein werden. Das Gefühl habe ich, wenn ich die Zahlen sehe."

Binotto kündigt zudem an, dass der SF21 eine Hauptschwäche des Vorgängermodells beheben soll: Der SF1000 hatte zu viel Luftwiderstand, weswegen ein großer Fokus auf die aerodynamische Effizienz gelegt wurde. "Der Luftwiderstand war sehr, sehr hoch. Wenn ich auf das Auto von 2021 blicke, dann wurde das Thema mit Sicherheit angegangen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.