Neuer Vertrag? Rummenigges Bitte an Goretzka

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 2 Min.

Der FC Bayern will den Vertrag mit Mittelfeldstar Leon Goretzka verlängern - kann dabei aber nicht jeden Preis zahlen.

Der deutsche Nationalspieler ist noch bis 2022 an den Rekordmeister gebunden. Geht es nach Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge, bliebt der 25-Jährige noch deutlich länger in München.

"2020 hat er einen sehr großen Sprung gemacht, um das zu werden, was wir beim FC Bayern einen Schlüsselspieler nennen", sagte Rummenigge im Interview mit SPORT1 über den Ex-Schalker. Zusammen mit seinem Mitspieler Joshua Kimmich bilde Goretzka eines der besten Mittelfeld-Tandems, das er kenne: "Nicht nur national, auch international."

Der CHECK24 Doppelpass mit Nils Petersen, Heribert Bruchhagen und Markus Babbel am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Kein Wunder also, dass die Bayern ihn nur allzu gerne behalten würden. Rummenigge betonte jedoch auch, wegen der anhaltenden weltweiten Krise auf ein Entgegenkommen des Spielers angewiesen zu sein - und hatte eine entsprechende Bitte: "Ich hoffe, dass er auf der zweiten Ebene, der moralisch empathischen Ebene, auf welcher er sich ebenso hervorragend entwickelt hat, weiß, was man dem Verein in Zeiten von Corona zumuten kann."

Rummenigge: Korrekturen werden unvermeidlich sein

Rummenigge betonte, er wolle niemandem etwas vormachen: "Wir werden nicht alles mitmachen können und brauchen da auch das Verständnis der Spieler." Zuletzt konnte sich der FCB mit Superstar David Alaba nicht auf einen neuen Vertrag einigen, im Mittelpunkt der Verhandlungen stand dabei auch die Gehaltsfrage.

Nicht zuletzt die Pandemie habe einiges verändert, so Rummenigge: "Grundsätzlich muss man ja sagen, dass Profifußballer zu allen Zeiten überproportional gut verdient haben. Insbesondere in den vergangenen zehn Jahren gab es eine exponentielle Steigerung bei den Ablösesummen, aber auch bei den Gehältern. Durch Corona werden Korrekturen jetzt sicherlich unvermeidlich sein."

Dennoch hoffe er, dass man bei Goretzka wie auch bei Abwehrspieler Niklas Süle - der ebenfalls bis 2022 unter Vertrag steht - "seriöse und faire Lösungen" finde: "Das Ziel des FC Bayern ist immer, die guten Spieler zu behalten."