Newton weg! Darum ist ein Rookie der wahre Brady-Erbe

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Newton weg! Darum ist ein Rookie der wahre Brady-Erbe
Newton weg! Darum ist ein Rookie der wahre Brady-Erbe

Bei der Frage nach den erfolgreichsten American-Football-Coaches in den vergangenen zwei Jahrzehnten führt an zwei Namen kein Weg vorbei: Bill Belichick und Nick Saban. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Belichick prägte als Head Coach der New England Patriots eine Ära und holte mit Quarterback Tom Brady insgesamt sechsmal den Super Bowl.

Sein Pendant im College Football, Nick Saban, ist nicht minder erfolgreich. Seit 2007 ist er der Cheftrainer der Alabama Crimson Tide und gewann ganze sieben Mal die National Championship.

Was beide verbindet ist nicht nur unglaublicher Erfolg, sondern auch eine seit knapp 40 Jahren andauernde Freundschaft. Seit Ende April haben beide zudem eine weitere Gemeinsamkeit: Das Amt als Trainer von Mac Jones.

Saban empfiehlt Quarterback Mac Jones

An der University of Alabama hatte Saban den Quarterback jahrelang gecoacht, nun übernimmt dies Belichick in New England. Bereits beim Scouting für den späteren Erstrundenpick tauschten sich beide aus.

Saban empfahl den jungen Spielmacher, was bei Belichick dazu beigetragen haben dürfte, dass er erstmals in seiner Patriots-Zeit einen Quarterback in Runde eins ausgewählt hat.

Nach einigen Monaten Trainingslager und mehreren Preseason-Partien ist der Erfolgscoach nun offenbar endgültig überzeugt. So überzeugt, dass der bisherige Starting Quarterback Cam Newton entlassen wurde.

Jones setzt sich gegen Newton durch

Newtons impfkritische Haltung hat laut Belichick damit nichts zu tun - vermutlich fühlt er sich bei den Fähigkeiten von Jones nur an einen besonderen Ex-Spieler erinnert.

Denn der 23-jährige Jones hat etwas zu bieten, was in Foxborough besonders geschätzt wird - er hat große Ähnlichkeiten mit der Franchise-Ikone Tom Brady.

Cam Newton passte mit seiner Spielweise dagegen nie so wirklich zu den Pats.

Seine Pässe waren nicht immer präzise, viele Situationen löste er durch eigene Läufe. Eine Spielweise, die man bei Pocket Passer Jones wohl eher selten sehen wird. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

Präzise Pässe von Mac Jones

Den Bereich zwischen seinen Offensive Tackles wird der Rookie nicht allzu oft verlassen.

Das ist in der heutigen NFL nicht unbedingt weit verbreitet - und doch genau das, womit die Patriots zwei Jahrzehnte lang einen Super Bowl nach dem anderen holten. Mit seiner Spielweise dürfte er Offensive Coordinator Josh McDaniels also einen Gefallen tun.

Jones bewegt sich in der Pocket eher unauffällig, dafür aber effizient. Er wirft präzise und findet den Receiver auch durch jedes noch so kleine Fenster - wenn die O-Line stabil steht.

Eine Voraussetzung, die in New England kein allzu großes Problem darstellen dürfte.

Und auch mit seiner Art und seinen Aussagen passt er bereits bestens zu seinem neuen Arbeitgeber.

“Wir haben gut gespielt, aber es war nur die Preseason. Wir haben noch viel Arbeit vor uns”, erklärte er beispielsweise nach dem Spiel gegen die New York Giants und fügte an: “Ich kümmere mich nur um das, was jetzt ist.”

Noch zu viele Sacks in Preseason-Spielen

In den Vorbereitungsspielen hatte Jones gute Arbeit geleistet. 69 Prozent seiner Pässe fanden einen Abnehmer, 389 Yards Raumgewinn und ein Touchdown wurden dabei erzielt.

Viel wichtiger aber noch: ein Turnover verursachte der Youngster nicht. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

Natürlich ist bei Jones auch noch reichlich Verbesserungspotenzial, so zum Beispiel in Sachen Pocket Awareness. Ganze fünf Mal wurde der Signal Caller in den Preseason-Spielen gesackt.

Zum Vergleich: der inzwischen entlassene Newton lag kein einziges Mal auf dem Boden.

Coach Belichick schätzt Mac Jones

In den entscheidenden Bereichen war der Youngster dem Routinier jedoch überlegen.

“Ich glaube nicht, dass man Spieler auf irgendeiner Position aufgrund von ein oder zwei Spielzügen oder vielleicht einem Tag bewerten sollte”, hatte Belichick Ende Juli bezüglich des Kampfes um den Starter-Posten erklärt.

Stattdessen nannte er Beständigkeit und Produktivität als Kriterium Nummer eins.

Eine Anforderung, der Jones ganz offensichtlich besser gerecht wurde.

“Ich denke, Mac hat ein ziemlich gutes Verständnis für die Dinge, die wir tun”, lobte der Head Coach am vergangenen Montag: “Er gibt sein Bestes, um alles zu tun, worum wir ihn gebeten haben - und zwar so, wie wir es von ihm verlangt haben. Dafür hat er sich eine Menge Respekt verdient.”

Diesen Respekt hat er nun in Form des Starter-Postens bekommen.

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