NFL: Power Ranking: Vier Favoriten - und die Patriots als Außenseiter?

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Die heißeste Zeit der NFL-Saison ist da - die Playoffs stehen vor der Tür! Für 20 Teams hat die Offseason begonnen, für die anderen zwölf beginnt das letzte Kapitel auf der Jagd nach dem Super Bowl. Doch wer ist dabei eigentlich Favorit? Ein Quartett setzt sich ab. Die Patriots derweil gehen nur als Außenseiter ins Playoff-Rennen, SPOX -Redakteur Adrian Franke hat alle zwölf Teams in seinem Power Ranking einsortiert.
Die heißeste Zeit der NFL-Saison ist da - die Playoffs stehen vor der Tür! Für 20 Teams hat die Offseason begonnen, für die anderen zwölf beginnt das letzte Kapitel auf der Jagd nach dem Super Bowl. Doch wer ist dabei eigentlich Favorit? Ein Quartett setzt sich ab. Die Patriots derweil gehen nur als Außenseiter ins Playoff-Rennen, SPOX -Redakteur Adrian Franke hat alle zwölf Teams in seinem Power Ranking einsortiert.

Die heißeste Zeit der NFL-Saison ist da - die Playoffs stehen vor der Tür! Für 20 Teams hat die Offseason begonnen, für die anderen zwölf beginnt das letzte Kapitel auf der Jagd nach dem Super Bowl. Doch wer ist dabei eigentlich Favorit? Ein Quartett setzt sich ab. Die Patriots derweil gehen nur als Außenseiter ins Playoff-Rennen, SPOX-Redakteur Adrian Franke hat alle zwölf Teams in seinem Power Ranking einsortiert.

Seite 1: Die Plätze 12 bis 9: Die Patriots als Playoff-Außenseiter?

Power Ranking zum Start der Playoffs:

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12. Philadelphia Eagles (9-7)

Platzierung nach Woche 13: 16.

Dieses Team ist so unglaublich angeschlagen. Die Wide-Receiver-Problematik, beginnend mit Alshon Jeffery und DeSean Jackson, ist bekannt, jetzt könnte auch Zach Ertz länger fehlen. Die Eagles sind das erste Team seit den 1982er Bears in der durch den Streik verkürzten Saison, das Team-intern unter den drei Leading-Receivern einer Saison keinen Wide Receiver hat. Ertz war der maßgebliche Motor hier, Goedert muss womöglich eine größere Rolle einnehmen und die 2-TE-Sets werden ineffizienter. Der Ausfall von Brandon Brooks ist eine weitere enorme Schwächung, er war der beste Offensive Lineman für die Eagles in dieser Saison. Die Secondary ist extrem anfällig, auch schon vor der Verletzung von Ronald Darby. Im Prinzip gibt es für die Eagles nur einen Weg, damit die Saison nicht in der Wildcard-Runde endet: Die Defensive Line und die Offensive Line müssen dominieren - beides ist angesichts der individuellen Qualität in beiden Mannschaftsteilen absolut möglich -, Carson Wentz muss konstante, lange Drives über seine Running Backs und Goedert im Passspiel dirigieren und die Eagles müssen den Ball effizient laufen können. Philadelphia hat noch immer einige Trümpfe, nicht zuletzt durch die Playoff-Erfahrung aus den vergangenen beiden Jahren, und nach Philly zu kommen ist alles andere als angenehm. Aber die Problemzonen dieses Teams sind damit allein nicht weg zu diskutieren.

11. Buffalo Bills (10-6)

Platzierung nach Woche 13: 9.

Eine der besten Secondaries der Liga mit einem der zwei, drei besten Cornerbacks der Saison in Tre'Davious White. Ein gutes, effizientes Wide-Receiver-Duo mit John Brown und Cole Beasley. Eine merklich verbesserte Offensive Line. Ein explosiver, bisweilen spektakulärer Rookie-Running-Back in Devin Singletary. Es ist nicht schwer, die Stärken dieses Bills-Teams zu entdecken. Buffalo ist ein extrem unangenehmer Gegner, weil die Bills den Pass verteidigen und offensiv lange Scoring-Drives hinlegen können - hier ist die merklich verbesserte Passgenauigkeit von Josh Allen im Kurzpassspiel ebenfalls ein deutliches Plus. Doch ist er letztlich auch der Knackpunkt: Diese Bills-Saison geht so weit, wie Josh Allen es zulässt. Gerade in der zweiten Saisonhälfte hatte Allen gute Spiele, unter anderem in Dallas und bei den Patriots und trotzdem ist und bleibt er zumindest zu einem gewissen Grad eine Wundertüte. Gegen komplexe Defenses bekommt er dann gerne doch Probleme und im vertikalen Passspiel ist Allen extrem schwach. Turnover werden somit umso gravierender, da Buffalo dann schnell Probleme damit bekommt, Rückstände aufzuholen. Die Bills könnten sehr gut eines der unangenehmsten Teams in den diesjährigen Playoffs sein - und im gleichen Gedankengang wäre ein unauffälliges Ausscheiden in der Wildcard-Runde absolut nicht überraschend.

10. New England Patriots (12-4)

Platzierung nach Woche 13: 8.

Haben die Patriots zumindest eine Art offensive Identität gefunden? Immerhin haben sie einen Ansatz wiederentdeckt, der erfolgsversprechender scheint, als mit dem aktuellen Personal aus 11-Personnel-Sets ein konstantes Passspiel aufzuziehen: Die Pats sind zurück zum Power Run Game aus 21-Personnel - mit Linebacker Elandon Roberts in der Fullback-Rolle - gegangen und hatten damit in der Schlussphase der Regular Season einige ihrer besten offensiven Drives seit Wochen, wenn nicht Monaten. Das ist fraglos ein wackliges Konstrukt. New England setzte auch in den Vorjahres-Playoffs intensiv aufs Run Game, konnte sich dort aber gerade in kritischen Momenten stets darauf verlassen, dass Brady, Edelman und Gronk ein langes Third Down packen. Dieses Selbstverständnis ist derzeit nicht ansatzweise da, die Pleite gegen Miami war ein gutes Beispiel dafür. Lange Rede, kurzer Sinn: Können die Patriots in den Playoffs den Ball werfen, wenn sie es müssen? Das wird der Knackpunkt sein. Wenn das Run Game ihnen aber wieder eine gewisse Base-Line gibt, ist New England auf den Schultern der eigenen, noch immer exzellenten (Pass-)Defense und der enormen Postseason-Erfahrung dieses Teams in jedem Fall mindestens ein überaus unangenehmer Playoff-Gegner. Doch mit dieser Offense steht alles auf wahnsinnig wackligen Beinen.

9. Minnesota Vikings (10-6)

Platzierung nach Woche 13: 7.

Rein von dem Potenzial her, das Teams dieses Jahr gezeigt haben, müsste Minnesota eigentlich zwei bis drei Plätze höher stehen. Das Problem mit den Vikes? Sie sind anfällig für komplette Implosionen. Das wird dann gerne Kirk Cousins zugeschrieben, was in Teilen auch stimmt - häufiger aber wiegen Play-Calling und Coaching schwerer. In der Summe macht es das schwer, die Vikings vor den Playoffs so richtig einzuschätzen. Die Bandbreite der Möglichkeiten, die Minnesota auf dem Feld zeigt, ist schlicht sehr groß und vor allem die Interior Offensive Line hatte in der zweiten Saisonhälfte wieder mehr Probleme. Wenn Minnesotas Offense greift, wenn das Play-Action-Passspiel funktioniert, wenn Dalvin Cook Big Plays am Boden und im Screen Game auflegt - dann sind die Vikings extrem unangenehm. Doch eben das ist nicht so konstant, wie man es aus Vikes-Sicht gerne hätte, während die Secondary definitiv angreifbar bleibt. Korrekt ist auch: Der Pass-Rush ist sehr gut, die Linebacker - vorausgesetzt, Kendricks kann wieder spielen - sind exzellent.

Seite 2: Die Plätze 8 bis 4: Wundertüte Seattle - und wie weit geht es für Tannehill?

8. Tennessee Titans (9-7)

Platzierung nach Woche 13: 11.

Die Titans sind ohne Frage ein faszinierendes Team und das hängt maßgeblich an Ryan Tannehill. Der hat - in kleiner Sample Size, das sei immer erwähnt - eine in Phasen spektakuläre Saison gespielt. Insbesondere in der Kombination aus vertikalem Passspiel und daraus resultierenden Big Plays auf der einen sowie dennoch hoher Accuracy und wenigen gravierenden Fehlern auf der anderen Seite. Was Tannehill auf der anderen Seite aber auch mitbringt, ist eine alarmierende Sack-Quote. Das geht in Teilen damit einher, dass Tannehill den Ball lange hält, um die Big Plays anzubringen; teilweise aber verliert er auch sein Gefühl in der Pocket oder ist ein zu leichtes Ziel. Dennoch macht die Offense insgesamt Spaß, getragen von Tannehill, A.J. Brown und der Art und Weise, wie Derrick Henry den Ball läuft. Tennessee hat Explosivität und jede Menge Physis. Doch die Defense? Tennessee kann den Run relativ gut stoppen, aber wie viel ist das wert, wenn es gegen die Liga-Elite geht? Die Titans sind im Laufe der Saison - auch bedingt durch einige Verletzungen wie die von Malcolm Butler und Cam Wake - konstant anfälliger gegen den Pass geworden und wirken hier inzwischen mehr und mehr löchrig. Das könnte ein massives Problem werden.

7. Green Bay Packers (13-3)

Platzierung nach Woche 13: 10.

Wie gefährlich sind die Packers wirklich? Green Bay hat gezeigt, dass sie dieses Jahr Spiele auf ihre Art und Weise - mit einem starken Pass-Rush angeführt durch Za'Darius Smith, einem hartnäckigen Run Game und einem Passspiel, das primär von kurzen Pässen lebt - gewinnen können. Das mag durchaus auch in den Playoffs funktionieren, doch mein oberstes Problem mit den Packers bleibt: Der Spielraum für Fehler ist einfach sehr gering. Die Packers sind im Passspiel ohne Zweifel wacklig, das liegt teilweise an Aaron Rodgers, teilweise an den mangelnden Wide-Receiver-Waffen außerhalb von Davante Adams. Die Packers könnten es schwer haben, in den mit explosiven Offenses bestückten NFC-Playoffs bis zum Schluss mitzuhalten, wenn sie in Shootouts gehen müssen. Und das ist nicht auszuschließen: Green Bays Defense ist gut und hat bisweilen dominante Phasen oder auch mal Spiele. Aber sie ist nicht auf dem Level der Patriots, Bills oder Ravens in der AFC, bei denen man deutlich mehr Vertrauen darauf hat, dass sie eine starke Offense neutralisieren können. Und dennoch ist natürlich auch richtig, dass die Packers an einem guten Tag mit ihrer Spielweise eine harte Nuss sein können, umso mehr im Lambeau Field.

6. Houston Texans (10-6)

Platzierung nach Woche 13: 6.

Die Texans sind eines der wackligeren Playoff-Teams, im Sinne von: mit die größte Diskrepanz zwischen den Höhen und den Tiefen. Wenn Houston in Bestbesetzung spielt - das beinhaltet gerade offensiv ganz konkret auch Will Fuller, der abermals ausfallen könnte -, können die Texans jedem Team gefährlich werden. Dann nämlich ist diese Offense von ihrem Potenzial her mit der verbesserten Line, mit einem noch besser aufspielenden Deshaun Watson und mit eben dem Receiver-Trio bestehend aus Fuller, DeAndre Hopkins und Kenny Stills viel zu explosiv und das hat Houston auch mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auch defensiv hatte Houston durchaus gute einzelne Spiele. Umgekehrt aber waren auch die enttäuschenden Auftritte da: gegen Denver in Woche 14 etwa oder auch gegen Tampa Bay im vorletzten Spiel der Regular Season. Bekommen wir die bestmögliche Version der Texans, mit dem vertikalen Passspiel, mit einem effizienten Run Game, mit Watson bei 100 Prozent und mit J.J. Watt zurück? Dann Vorsicht vor Houston! Und gleichzeitig wäre es keineswegs überraschend, würden die Texans offensiv nicht an das eigene Leistungs-Maximum kommen - dann haben sie defensiv nicht die Möglichkeiten, um in den Playoffs auf diese Art zu bestehen.

5. Seattle Seahawks (11-5)

Platzierung nach Woche 13: 4.

Die wöchentliche Achterbahnfahrt namens Seattle Seahawks. Seattle ist in der Lage, ein Spiel mit seiner Offense innerhalb kürzester Zeit zu drehen - so gut sind Russell Wilson, D.K. Metcalf und Tyler Lockett. Doch das Play-Calling ist inkonstant und Schottenheimer reagierte zuletzt nicht gut, als die Offensive Line wackelte. Es wird für Seattle elementar wichtig sein, dass Duane Brown spielen kann. Defensiv ist Quandre Diggs blitzartig ein elementarer Faktor, gerade gegen den Pass, geworden, auch bei ihm wäre es wichtig, dass er spielen kann. Die Defense ist im Liga-Mittelmaß, mit Diggs, Clowney, Bobby Wagner - wenngleich der ein für seine Verhältnisse wackliges Jahr hat - und Shaquill Griffin, der sich zu einem sehr guten Cornerback entwickelt hat, hat man auf jedem Level einige sehr gute Stützen. Von defensiver Dominanz sind die Seahawks dennoch weit entfernt, was dann wiederum schlechte In-Game-Entscheidungen von Pete Carroll sowie inkonstantes Play-Calling umso gravierender macht. Seattle könnte die ultimative Wundertüte dieser Playoffs werden.

Seite 3: Das Spitzen-Quartett - wer stoppt die Ravens?

4. San Francisco 49ers (13-3)

Platzierung nach Woche 13: 2.

Selbst nach 17 Spieltagen bin ich bei einer Frage noch immer nicht bedeutend weiter als vor vier, acht oder 17 Wochen: Wie gut ist Jimmy Garoppolo? Wir haben die High-End-Spiele gesehen, allen voran der Auftritt in New Orleans. Umgekehrt aber gab es auch immer wieder die wackligen Auftritte, wie etwa jüngst gegen die Rams, in Baltimore oder auch beim ersten Duell gegen die Seahawks. Am ehesten kann man es wohl so zusammenfassen: Garoppolo ist ein Quarterback, der ein gutes Scheme sehr gut umsetzen und im Rahmen dieses Schemes dem Team eine hohe Base-Line geben kann, er ist aber kein Quarterback, der die Offense auf sich gestellt trägt oder der sonderlich viel außerhalb der Play-Struktur kreiert. Das sollte man nicht falsch verstehen, ein Quarterback wie Garoppolo - der ligaweit irgendwo zwischen Platz 8 und 14 einzustufen wäre - hat ohne Frage einen Wert. Doch mit Blick auf die Playoffs kann die Frage eben früher oder später lauten: kann er mehr sein? Ansonsten sind die Umstände gerade offensiv hervorragend. Mit einer guten Offensive Line, einem der gefährlichsten Tight Ends der Liga, einem Receiver-Duo in Sanders und Samuel, das perfekt in diese Offense passt, und natürlich einem der besten Play-Caller und Play-Designer der Liga in Person von Kyle Shanahan. Allerdings war in der zweiten Saisonhälfte auch auffällig, wie die Defense anfälliger wurde, beginnend mit dem Pass-Rush. Doch die Niners haben hier noch immer individuelle Qualität und können im Run-Game sowie nach dem Catch offensiv gegen jede Defense immensen Schaden anrichten.

3. Kansas City Chiefs (12-4)

Platzierung nach Woche 13: 5.

Die Chiefs könnten sehr gut das gefährlichste Team der diesjährigen Playoffs sein. Die Ravens sind auf beiden Seiten des Balls zu gut, als dass ich Kansas City vor Baltimore platzieren würde, doch die Chiefs-Defense hat sich in der Secondary erst stabilisiert und dann merklich verbessert, was KC mehr Blitzing-Freiheiten gibt - welche die Chiefs auch nutzen. Das macht die Defense, die zusätzlich individuell mit Terrell Suggs verstärkt wurde, zunehmend unangenehm. Hier bleibt abzuwarten, wie schwer die Verletzung von Rookie-Safety Juan Thornhill wiegt, doch es ist vor allem die Offense, welche dem Rest der AFC mit Blick auf die kommenden Wochen Bauchschmerzen bereiten sollte. Die Chiefs hatten ihren Durchhänger, auch bedingt durch mehrere Ausfälle und Verletzungen. Inzwischen aber ist die Offense fit, was einerseits zu offenen Receivern und Big Plays über das Scheme führt, andererseits aber auch die individuelle Klasse immer deutlicher zu sehen ist. Travis Kelce ist neben George Kittle der gefährlichste Tight End der Liga, Tyreek Hill und Mecole Hardman sind das schnellste Receiver-Duo der Liga und jederzeit in der Lage, ein Spiel auf den Kopf zu stellen. Die Offensive Line ist solide - und Patrick Mahomes sah über die letzten Wochen mehr und mehr so aus, als wäre er pünktlich zur Postseason der potenziell gefährlichste Quarterback der Liga. Inklusive Lamar Jackson.

2. New Orleans Saints (13-3)

Platzierung nach Woche 13: 3.

Wenn die Saints-Offense ihren Rhythmus findet, gibt es derzeit kaum ein Team, das New Orleans stoppen kann; vielleicht sogar gar keines, zumindest in den mit guten Defenses eher weniger gesegneten NFC-Playoffs. Die Offensive Line ist exzellent, Michael Thomas ist der beste Wide Receiver dieser Saison, Drew Brees spielt merklich besser als zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison - und wenn jetzt sogar, wie jüngst zu beobachten war, einige explosive Plays von Alvin Kamara noch dazu kommen und Jared Cook, ebenfalls im letzten Saison-Drittel deutlich zu sehen, besser in der Offense eingebunden wird, dann ist diese Saints-Offense wirklich wahnsinnig gefährlich. Und die Defense? Der Ausfall von Davenport tut im Pass-Rush fraglos weh, umgekehrt hat die Secondary mit der Verpflichtung von Janoris Jenkins nochmals einen Boost erhalten. Die Saints dürften defensiv noch aggressiver werden, um so die Qualitäten der eigenen Offense mit zu nutzen und gleichzeitig dem Pass-Rush zu helfen. Und dass New Orleans in Demario Davis einen der besten Cover-Linebacker und einen der komplettesten Linebacker insgesamt in dieser Saison hat, scheint immer noch unter dem Radar zu fliegen.

1. Baltimore Ravens (14-2)

Platzierung nach Woche 13: 1.

Das kompletteste Team der Liga, daran besteht zum Start der Playoffs kein Zweifel. Die Ravens haben eine Top-5 Offensive Line, neben den Patriots und Bills die beste Secondary der Liga, sind daraus mit ihren diversen und ultra-aggressiven Blitz-Paketen unfassbar gefährlich und haben dann auch individuell Qualität an der Line of Scrimmage, etwa mit Matt Judon und Brandon Williams, um auch so Stand zu halten. Baltimore ist offensiv wie defensiv Top-3 was Play-Designs und Play-Calling angeht, sind aggressiv in ihrem Ansatz und geben sich so mehr Chancen als andere Teams - beispielsweise mit dem von Analytics getriebenen Ansatz bei Fourth Down - und haben selbstverständlich den einzigen Spieler, der dieses Jahr für die MVP-Wahl noch ernsthaft in Frage kommen sollte: Lamar Jackson in dieser Offense zu stoppen gibt Gegnern eine massive Aufgabe und lässt Defenses kaum irgendwelchen Spielraum. Es gilt, sich auf die aus NFL-Sicht ungewohnten Read- und Option-Plays einzustellen und diese dann auch diszipliniert zu verteidigen. Gleichzeitig hat Jackson dieses Jahr überdeutlich gezeigt, was für Fortschritte er gerade in der Konstanz als Passer gemacht hat. Er trifft engste Fenster und das regelmäßig, er gewinnt aus Spread-Empty-Formations und kann sich gleichzeitig aber auch darauf verlassen, dass er durch Play Action, durch klar definierte Reads und durch Motion bestmögliche Umstände von seinen Coaches erhält. Kann irgendwer in der AFC die Ravens stoppen?

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