NFL: Week 17 Roundup: Dolphins schocken Patriots - Eagles lösen letztes Ticket

Woche 17 - und die Überraschungen ließen nicht lange auf sich warten! Die Patriots stolpern zuhause gegen Ryan Fitzpatrick und die Dolphins - und müssen jetzt am Wildcard-Wochenende ran. Derweil schreiben Jameis Winston und Christian McCaffrey Geschichte, die Packers zittern lange in Detroit und die Saints zerlegen die Panthers.
Woche 17 - und die Überraschungen ließen nicht lange auf sich warten! Die Patriots stolpern zuhause gegen Ryan Fitzpatrick und die Dolphins - und müssen jetzt am Wildcard-Wochenende ran. Derweil schreiben Jameis Winston und Christian McCaffrey Geschichte, die Packers zittern lange in Detroit und die Saints zerlegen die Panthers.

Woche 17 - und die Überraschungen ließen nicht lange auf sich warten! Die Patriots stolpern zuhause gegen Ryan Fitzpatrick und die Dolphins - und müssen jetzt am Wildcard-Wochenende ran. Derweil schreiben Jameis Winston und Christian McCaffrey Geschichte, die Packers zittern lange in Detroit und die Saints zerlegen die Panthers.

Seite 1: Dolphins schocken Pats, Eagles und Texans erreichen Playoffs

NFL Recaps und Highlights Week 17

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New York Giants (4-12) - Philadelphia Eagles (9-7)

Ergebnis: 17:34 (0:3, 3:7, 14:7, 0:17) BOXSCORE

  • Trotz zahlreicher Verletzter haben es die Eagles vollbracht! Sie sind der Champion der NFC East und stehen damit ein drittes Mal in Serie in den Playoffs. Ein Selbstläufer war jedoch auch die Partie in den Meadowlands nicht: Erst im Schlussviertel zog das Team von Head Coach Doug Pederson mit 17 Zählern in Serie davon.

  • Wie schon in den vergangenen paar Wochen war erneut Running Back Boston Scott ein entscheidender Faktor. Dieses Mal erzielte er die zwei finalen Touchdowns in der Partie und brachte das Spiel damit nach Hause.

  • Ebenfalls entscheidend: Zwei Turnover durch Daniel Jones im Schlussviertel. Vor Scotts erstem Touchdown verlor Jones gleich zweimal den Ball beim selben Spielzug - einmal eroberte er ihn selbst zurück - und gab den Gästen damit den Ball kurz vor der eigenen Goal Line. Zudem warf er noch eine späte Interception.

  • Der Lichtblick für die Giants war einmal mehr Running Back Saquon Barkley, der wohl das Play des Spiels schaffte: Er lief im dritten Viertel zu einem sehenswerten 68-Yard-Touchdown, der das Spiel zum 17:17 ausglich.

  • Die Eagles sind damit die Nummer 4 der NFC-Setzliste und empfangen in der kommenden Woche die Nummer 5, den Verlierer zwischen den Seahawks und 49ers.

Houston Texans (10-6) - Tennessee Titans (9-7)

Ergebnis: 14:28 (7:7, 0:7, 7:7, 0:7) BOXSCORE

  • Die finale Wildcard der AFC geht an die Tennessee Titans! Sie hatten ihr Schicksal selbst in der Hand und nutzten ihre Chance im Fernduell mit den Steelers und Raiders. Sie treten nun in der kommenden Woche gegen die Patriots in Foxboro an.

  • Entscheidender Mann für Tennessee war einmal mehr Running Back Derrick Henry (32 CAR, 211 YDS, 3 TD), der in der zweiten Hälfte die Weichen klar auf Sieg gestellt hat. Die Titans setzten direkt nach der Pause ein Ausrufezeichen und legten einen 78-Yard-Drive über zehn Spielzüge hin - alles Laufspielzüge -, den Henry mit einem kurzen Touchdown-Lauf vollendete. Zu Beginn des vierten Viertels legte Henry dann noch einen weiteren kurzen TD-Lauf nach und stellte schließlich mit einem 53-Yard-Touchdown-Lauf den Endstand her. Gleichzeitig krönte er sich damit auch zum Rushing-Champion in dieser Saison.

  • Dem voraus ging im Übrigen ein sehenswerter 47-Yard-Seitenlinien-Catch von A.J. Brown kurz vor der Endzone. Brown war neben Henry herausragend und zeigte mal wieder seine Big-Play-Fähigkeiten (4 REC, 124 YDS, TD). Im ersten Viertel hatte er einen 51-Yard-Touchdown-Catch.

  • Die Hausherren, die bereits als AFC-South-Champion feststanden, traten ohne Quarterback Deshaun Watson an, sodass AJ McCarron einen seltenen Start bekam. Er führte sein Team Mitte des ersten Viertels zu einer frühen Führung und erzielte selbst Ende des dritten Viertels einen Touchdown zum zwischenzeitlichen 14:21 aus Texans-Sicht.

  • Henry kommt nun auf 16 Rushing Touchdowns in der Saison. Vor ihm hatten mindestens 15 in der Titans/Oilers-Franchise lediglich Earl Campbell (19 im Jahr 1979) und LenDale White (14/2008) geschafft.

New England Patriots (12-4) - Miami Dolphins (5-11)

Ergebnis: 24:27 (0:3, 10:7, 7:7, 7:10) BOXSCORE

  • Eigentlich war aus Patriots-Sicht doch alles klar: Ein Sieg, und man hätte den Nummer-2-Seed und damit die Bye-Week in der ersten Playoff-Runde sicher gehabt. In gewisser Weise also war es für die Pats ein Playoff-Spiel, um in die zweite Runde der Postseason zu kommen - auf dem Feld aber merkte man davon so gar nichts.

  • Die Patriots verschliefen den Start komplett. Fitzpatrick (28/41, 320 YDS, TD; 5 ATT, 15 YDS, TD) legte früh einige Big Plays auf und agierte sehr sicher aus der Pocket, DeVante Parker gewann gleich eines seiner ersten Duelle gegen Stephon Gilmore und knackte als elfter Receiver in der Franchise-Geschichte die 1.000-Yard-Marke. Miami ging per Field Goal in Führung; doch es waren mehr die Pats-Fehler, die herausstachen.

  • Drops, einfache individuelle Patzer - und dann der größte Aussetzer durch Brady (15/28, 221 YDS, 2 TD, INT) selbst: Bei einem Play Action Pass hatte Brady ewig Zeit, ehe er dann extrem spät im Down einen kurzen Pass zu Edelman versuchte. Dabei aber übersah er Eric Rowe offenbar komplett, der fing den Ball ab und trug ihn zum Pick Six zurück. Es war Bradys erster Pick Six überhaupt gegen Miami sowie die erste Dolphins-Führung in Foxboro seit Woche 8 2013!

  • Und das Thema, wenn auch nicht so gravierend, setzte sich fort. Brady hatte große Probleme damit, einen Rhythmus zu finden - und dennoch öffnete sich das Spiel. Ein Big Play auf Dorsett ebnete den Weg zu Sony Michel Touchdowns - doch Fitzpatrick antwortete mit einem weiteren leidenschaftlichen Drive, den er selbst per TD-Scramble abschloss. New England war jetzt aber aufgewacht, Brady fand Linebacker Elandon Roberts - der inzwischen vermehrt als Fullback eingesetzt wird - zum Touchdown.

  • Als James White wenig später einen kurzen Screen dann 13 Yards in die Endzone trug und das Spiel schließlich doch gedreht war, schien man in Foxboro etwas durchatmen zu können - von wegen: Parker schlug Gilmore abermals, Fitzpatrick dirigierte einen fantastischen Drive und mit knapp 30 Sekunden auf der Uhr fand er Gesicki in der Endzone zum Game-Winner! Ein absolut verrücktes Spiel mit einem Dolphins-Team, das jeden Respekt verdient - und das die Pats in die Wildcard-Runde schickt. Zum ersten Mal seit 2009 müssen die Patriots in der ersten Playoff-Runde ran.

Kansas City Chiefs (12-4) - Los Angeles Chargers (5-11)

Ergebnis: 31:21 (3:0, 7:7, 14:7, 7:7) BOXSCORE

  • Der wichtigste Punkt zuerst: Die Chiefs dürfen in der Wildcard-Runde zuschauen! Durch den Sieg der Dolphins in Foxboro zog Kansas City mit seinem Erfolg über die Chargers noch an den Patriots vorbei und geht als Nummer-2-Seed hinter den Ravens in die Postseason, wo die Chiefs mindestens ein Heimspiel in der Divisional-Runde sicher haben.

  • Der Weg dahin war jedoch holpriger als gedacht. Die Chiefs wackelten anfangs, Mahomes (16/25, 174 YDS, TD, INT; 7 ATT, 21 YDS) offenbarte mehrfach Abstimmungsfehler mit seinen Receivern und Rivers (31/46, 281 YDS, 2 TD, 2 INT), für den es das letzte Spiel im Chargers-Trikot gewesen sein könnte, dirigierte den ersten Touchdown-Drive der Partie, abgeschlossen mit einer sehenswerten Route von Keenan Allen gegen Fuller.

  • Mahomes antwortete mit einigen Big Plays, darunter ein Laser über die Mitte des Feldes zum Touchdown. Die Chemie jedoch war noch immer nicht richtig da - gleich das zweite Play nach der Halbzeitpause war eine Interception in die Underneath Coverage, welche die Chargers drei Plays später in Person von Melvin Gordon mit einem Touchdown bestraften.

  • Doch ausgerechnet danach kippte das Spiel dann zugunsten der Chiefs. Den folgenden Kickoff trug Mecole Hardman 104 Yards zum Touchdown zurück - es war das längste Play dieser NFL-Saison. Der nächste Drive der stets zu einem Big Play fähigen Chiefs bestand ebenfalls aus exakt einem Play: Damien Williams zeigte seine Geschwindigkeit mit einem 84-Yard-TD-Run. Damit war das Spiel gedreht, es war auch die Vorentscheidung - weil die Chiefs-Defense anschließend tief in der eigenen Hälfte bei Fourth Down hielt.

Denver Broncos (7-9) - Oakland Raiders (7-9)

Ergebnis: 16:15 (0:0, 10:3, 3:0, 3:12) BOXSCORE

  • Der finale Auftritt der Oakland Raiders nahm ein jähes Ende. Sie gingen durch ein Field Goal zu Beginn des zweiten Viertels in Führung und hatten kurz vor der Pause die Chance auf einen Touchdown. Sie wurden jedoch an der Goal Line gestoppt. Wenig später verloren sie dann nahe der Mittellinie einen Fumble, woraufhin Denver kurz vor der Pause noch einen Touchdown seinerseits erzielte - Drew Lock fand Tight End Andrew Beck in der Endzone.

  • Von da an gelang dann beiden Offensivreihen kaum noch etwas, sodass sich beide Seiten mit jeweils zwei Field Goals begnügten. Für Oakland traf Daniel Carlson aus 33 und 28 Yards, während Brandon McManus für die Broncos mehr Mühe hatte - er versenkte aus 49 und 51 Yards.

  • Erst der finale Drive der Raiders brachte sie nochmal in die Endzone und dem Sieg ganz nah. Derek Carr warf einen Touchdown-Pass auf Hunter Renfrow und im Anschluss lief Head Coach Jon Gruden erstmals in dieser Saison eine 2-Point-Conversion versuchen. Die ging schief und besiegelte die Pleite Oaklands.

  • Die Raiders hätten ohnehin nur dann eine Playoff-Chance gehabt, wenn sie mindestens mal selbst gewonnen hätten, doch spätestens der Sieg der Titans machte jegliche Hoffnungen ohnehin zunichte.

Seite 2: Packers schaffen spätes Comeback - Browns blamieren sich erneut

Detroit Lions (3-12-1) - Green Bay Packers (13-3)

Ergebnis: 20:23 (7:0, 10:3, 0:7, 3:10) BOXSCORE

  • Dieses Spiel war bedeutend enger, als es aus Packers-Sicht hätte sein dürfen. Green Bay wusste, dass ein eigener Sieg eine First-Round-Bye in den Playoffs garantiert - Starter wurden demzufolge nicht geschont. Die Lions auf der anderen Seite sind seit Wochen mehr auf Kurs Saisonende, nicht zuletzt da sie verletzungsbedingt zu ihrem dritten Quarterback David Blough gehen mussten. Von alledem war in Woche 17 erschreckend wenig zu sehen.

  • Green Bay spielte lange eine wahnsinnig frustrierende Partie. Drops der Receiver, ein verfehlter Pass nach dem anderen von Rodgers (27/55, 323 YDS, 2 TD, INT) - insbesondere mehrere Overthrows waren dabei - dazu Strafen und individuelle Aussetzer in der Defense: Green Bay stand sich selbst konstant im Weg, ging zu häufig auf Big Plays die nicht klappten und schaffte es so nie, mit einem konstanten Kurzpassspiel einen Rhythmus zu finden.

  • Die Lions auf der anderen Seite bestraften das: Ein Trick-Play mit einem Touchdown-Pass von Wide Receiver Danny Amendola auf Blough eröffnete die Partie, bei 4th&Goal legte Detroit wenig später einen weiteren Touchdown nach. Nur ein Big Play zu Adams, gefolgt von einem weiteren Fehlwurf von Rodgers, als er den offenen Aaron Jones in der Endzone nicht traf, ermöglichte per Field Goal die ersten Punkte. Allerdings antworteten die Lions mit einem 40-Yard-Run von Ty Johnson und so einem Field Goal ihrerseits im direkten Gegenzug, Sekunden vor der Halbzeitpause.

  • Green Bay bekam die Partie so erstaunlich lange nicht in den Griff; es dauerte bis Mitte der zweiten Halbzeit, ehe sich das Blatt wendete. Ein 95-Yard-TD-Drive mit einer Post-Corner-Route von Adams zum Touchdown, gefolgt von einem Field Goal und einem Touchdown, begünstigt durch eine üble Blough-Interception, über die nächsten drei Drives - Green Bay war gerade noch rechtzeitig aufgewacht. Zwar hatten die Lions bei 20:20 und nach Rodgers Pick die Chance, das Spiel zu entscheiden - doch die Lions mussten nach drei Plays punten. In den letzten 1:20 Minuten waren es dann die Packers, die den Game-Winning-Drive auflegten.

Dallas Cowboys (7-8) - Washington Redskins (3-12)

Ergebnis: 47:16 (6:0, 14:10, 17:6, 10:0) BOXSCORE

  • Die Cowboys gaben mit dem Mute der Verzweiflung nochmal alles und zerlegten die Redskins förmlich. Nach zähem Start mit lediglich zwei Field Goals durch Kai Forbath übernahm Zeke Elliott im zweiten Viertel das Kommando und erzielte zwei Touchdowns - ein Catch über 13 Yards und ein Lauf über 33 Yards. Diese Führung gaben die Hausherren nicht mehr her.

  • Dass das auch so blieb, stellten Dak Prescott und Michael Gallup nach der Pause sicher. Die QB-Receiver-Kombo sorgte noch für drei weitere Touchdowns und ließen Washington, das seinen einzigen TD kurz vor der Pause - Case Keenum fand Steven Sims über 8 Yards in der Endzone - erzielte, keine Chance.

  • Mit diesem Sieg beendete Head Coach Jason Garrett, dessen Vertrag bei den Cowboys ausläuft, zum vierten Mal eine Saison mit 8-8. In der Super-Bowl-Ära brachte es nur Jeff Fisher (5) auf mehr 8-8-Saisons in der NFL.

  • Die Cowboys wiederum hätten nur dann noch die Playoffs erreicht, wenn die Eagles zeitgleich in New York verloren hätten. Somit war der Sieg über Washington wertlos.

Baltimore Ravens (13-2) - Pittsburgh Steelers (8-7)

Ergebnis: 28:10 (6:0, 10:7, 0:3, 12:0) BOXSCORE

  • Die Ravens schonten zahlreiche Leistungsträger, darunter den designierten MVP Lamar Jackson. Anstelle seiner startete Robert Griffin III erstmals seit 2016 wieder in der NFL. Und der zweite Anzug passte recht gut. Die Ravens machten zwar nicht viel im Passpiel (11/20, 96 YDS), doch liefen sie für 223 Yards (44 CAR) und brachen damit den Saison-Rushing-Rekord der Patriots von 1978 (3165 YDS). Gus Edwards allein war für 130 Yards (21 CAR) verantwortlich.

  • Der Star des Teams war allerdings ganz klar die eigene Defense, die kaum etwas zuließ und es auf zwei Turnovers und einen Touchdown - eine Fumble Recovery durch Jordan Richards - brachte. Zudem erzwang das Team einen Safety. Justin Tucker erzielte vier Field Goals.

  • Die Steelers wiederum bekamen kaum einen Fuß auf die Erde, obgleich sie bis kurz vor der Pause sogar in Führung lagen, nachdem Benny Snell mit einem kurzen TD-Lauf eine 7:6-Führung hergestellt hatte.

Carolina Panthers (5-11) - New Orleans Saints (13-3)

Ergebnis: 10:42 (0:14, 3:21, 7:7, 0:0) BOXSCORE

  • Die Saints hatten ihr Schicksal nicht selbst in der Hand - neben einem eigenen Sieg brauchten sie mindestens einen Ausrutscher der Packers oder der 49ers, um noch eine Bye-Week am Wildcard-Wochenende zu ergattern. Zumindest machte New Orleans schnell klar, dass man seinen Part dieser Rechnung erfüllen würde.

  • Gleich der erste Drive sah viel zu leicht aus, Kamara spazierte am Ende in die Endzone. Und so ging es weiter: Der übernächste Drive ging über fast ein halbes Viertel, 81 Yards und elf Plays bis in die Endzone und wenig später legte auch die Defense noch einen Touchdown per Pick Six nach. Zu dem Zeitpunkt war Panthers-Rookie-QB Will Grier (1/8, 4 YDS) noch auf dem Feld - wenig später musste er, nach bereits mehreren harten Hits, verletzt raus.

  • Kyle Allen (25/41, 295 YDS, INT) spielte anschließend zwar etwas besser, doch die Saints führten noch vor der 2-Minute-Warning der ersten Hälfte nach weiteren Touchdowns von Tre'Quan Smith - komplett offen in der Endzone - und einem durch drei Big Plays geprägten Drive mit 35:0 und die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

  • Die zweite Hälfte war so mehr oder weniger Ergebnisverwaltung, respektive Ergebniskosmetik. Außer für einen: Christian McCaffrey (9 ATT, 26 YDS, TD; 7 REC, 72 YDS) schaffte das Kunststück, das vor ihm in der 100-jährigen NFL-Geschichte nur Marshall Faulk (1999) und Roger Craig (1985) geschafft hatten - er beendet die Saison mit je über 1.000 Rushing- und Receiving-Yards. Ein historisches Jahr für CMC.

Cincinnati Bengals (2-14) - Cleveland Browns (6-10)

Ergebnis: 33:23 (13:7, 7:9, 3:0, 10:7) BOXSCORE

  • Mit Blick auf die Playoffs war das Division-Duell bedeutungslos, und auch der Nummer-1-Pick war schon vor dem Spieltag sicher in den Händen der Bengals. So gingen die Storylines im Vorfeld der Partie auch in eine andere Richtung: Zahlreiche Reporter vermeldeten, dass Browns-Coach Freddie Kitchens nach nur einem Jahr schon enorm auf der Kippe steht - mit dem Ausgang der Partie in Cincinnati womöglich als Zünglein an der Waage.

  • Sollten diese Berichte stimmen - zumindest weite Teile dieser Partie wären ein Armutszeugnis für Kitchens angesichts des Einsatzes seines Teams. Zwar eröffnete Mayfield (12/27, 279 YDS, 3 TD, 3 INT), der jetzt als erster Browns-Quarterback seit 2001 alle 16 Spiele in einer Saison von Beginn an bestritten hat, das Spiel mit einem 46-Yard-Touchdown zu Ratley nach nicht einmal 90 Sekunden; doch war das keineswegs der Türöffner für einen entspannten Nachmittag.

  • Stattdessen antworteten die Bengals ihrerseits mit einem sehr guten Drive, inklusive Touchdow-Pass von Dalton (16/28, 190 YDS, TD, INT; 8 ATT, 10 YDS, TD) zu Tight End Uzomah in der Red Zone in die Seam. Es folgte ein Pick von Mayfield in die Underneath Coverage, Cincinnati erhöhte mit einem TD-Run vom erneut glänzend aufgelegten Joe Mixon (26 ATT, 162 YDS, 2 TD) bei Third Down - Cleveland hatte dabei nur zehn Spieler auf dem Feld. Und so entglitt den Browns die Kontrolle über das Spiel.

  • Dalton beendete den nächsten Drive mit einem Touchdown-Scramble, es waren mehr einzelne Big Plays, die Cleveland überhaupt im Spiel hielten - wie etwa der 56-Yard-Touchdown von Landry via Play Action. Doch die Bengals spielten unbeirrt weiter. Fehler gab es auf beiden Seiten, Cincinnati konnte weiter lange Scoring-Drives hinlegen - die Browns schafften das überhaupt nicht; auch wenn ein sehenswerter Beckham-Touchdown zum Schluss noch ein Highlight lieferte. So steht am Ende ein finaler desolater Auftritt, der sehr gut der Tropfen sein könnte, der das Fass für Kitchens zum Überlaufen bringt.

Seite 3: Jameis schreibt Geschichte - Minshew fackelt Feuerwerk ab

Tampa Bay Buccaneers (7-9) - Atlanta Falcons (7-9)

Ergebnis: 22:28 OT (0:10, 22:6, 0:0, 0:6, 0:6) BOXSCORE

  • In einem ansonsten sportlich bedeutungslosen Spiel schrieb einer Geschichte: Jameis Winston ist der erste Quarterback aller Zeiten, der in einer Saison mindestens 30 Touchdown-Pässe sowie mindestens 30 Interceptions aufgelegt hat - und ganz nebenbei knackte er im letzten Saisonspiel auch die Schallmauer von 5.000 Passing Yards. Die historische 30/30-Marke fiel dabei auf die denkwürdigste Art und Weise: Das erste Play in der Overtime war ein Pick Six von Winston (13/24, 201 YDS, 2 TD, 2 INT) zu Linebacker Deion Jones, der das Spiel und die Saison für beide Teams beendete.

  • Für Tampa geht es jetzt darum, zu evaluieren, ob man mit Winston, dessen Vertrag ausläuft, weitermachen will - oder ob man einen Neustart versucht. Auch in diesem Spiel konnte er, selbst ohne die verletzten Mike Evans und Chris Godwin, neben den Turnovern auch einige Big Plays insbesondere auf Perriman (5 REC, 134 YDS, TD) anbringen. Zusätzlich dazu lief Tampa den Ball gut, Ronald Jones hatte sein erstes 100-Rushing-Yard-Spiel.

  • Insgesamt war es ein typisches Week-17-Spiel, in dem es für beide Teams um nichts mehr ging; selbst die Falcons-Coach-Storyline war bereits abgehakt, seitdem klar ist, dass Dan Quinn und auch GM Thomas Dimitroff weitermachen dürfen. Die Falcons eröffneten die Partie mit einem 35-Yard-Touchdown-Pass zu Ty Sambrailo, seines Zeichens hauptberuflich Offensive Lineman; es ist der längste Touchdown in der NFL-Geschichte für einen Spieler, der mit mindestens 300 Pfund gelistet ist.

  • Die Bucs-Offense dominierten das zweite Viertel, in einer von Fehlern geprägten zweiten Hälfte konnte Atlanta schließlich mit zwei späten Field Goals ausgleichen - ehe Winston in der Overtime Geschichte schrieb.

Minnesota Vikings (10-6) - Chicago Bears (8-8)

Ergebnis: 19:21 (0:6, 6:5, 0:7, 13:3) BOXSCORE

  • Lange hatte sich Vikings-Coach Mike Zimmer bedeckt dahingehend gehalten, wie er das Spiel mit Blick auf seine Stars angehen will. Nach der Niederlage gegen Green Bay war klar, dass die Vikings sicher als Nummer-6-Seed in die Playoffs einziehen; kurz vor Spielbeginn gab es erst Klarheit: Die Vikings hatten neben ihren beiden Running Backs Dalvin Cook und Alexander Mattison auch die Starting-Linebacker Eric Kendricks und Anthony Barr sowie beide Starting-Tackles Brian O'Neill und Riley Reiff nicht active.

  • Kirk Cousins stand zwar im Kader, verbrachte den Nachmittag aber an der Seitenlinie - und zunächst schien es das unter diesen Voraussetzungen auch zu erwartende eindeutige Spiel zu werden: Die ersten beiden sowie drei der ersten vier Vikings-Drives endeten in Turnovern (Fumble, Pick, Safety) - Chicago antwortete zwar mit längeren Drives, die jeweils aber nur mit Field Goals endeten.

  • Und so blieb Minnesota trotz eines üblen Auftritts von Sean Mannion (12/21, 126 YDS, 2 INT) im Spiel: Einerseits konnten Trubisky (26/37, 207 YDS) und die Bears-Offense nicht davonziehen, andererseits hatte Backup-Running-Back Mike Boone (17 ATT, 148 YDS, TD) für die Vikes mehrere Big Plays und machte die Offense auf diese Art gefährlich.

  • Minnesota kam so in der zweiten Hälfte zurück, nachdem die Bears ihren besten Drive des Spiels gleich zu Beginn des dritten Viertels hingelegt hatten. Minnesota ging fünf Minuten vor dem Ende gar per Field Goal in Führung - Chicago aber antwortete mit einem 15-Play-Drive, der die Uhr fast komplett runter laufen ließ und schließlich das Game-Winning-Field-Goal für die Bears brachte. Chicago geht mit 8-8 aus der Saison - und die Frage lautet jetzt: Welche Schlüsse ziehen die Bears aus dieser enttäuschenden Saison?

Buffalo Bills (10-6) - New York Jets (7-9)

Ergebnis: 6:13 (0:0, 0:3, 3:0, 3:10) BOXSCORE

  • Bei Buffalo war schon vor Kickoff klar: Die Bills gehen, egal was in Woche 17 passieren würde, als Nummer-5-Seed in die AFC-Playoffs. Und so gab Coach Sean McDermott dann auch mehreren Startern eine Pause: Unter anderem Cole Beasley, John Brown, Devin Singletary, Tre'Davious White und Dawson Knox hatten frei. Josh Allen und die Starting-O-Line dagegen standen zu Spielbeginn auf dem Feld.

  • Nach zwei Drives - zwei Three-and-Outs - war dann auch für Allen (3/5, 5 YDS) Feierabend; ein etwas merkwürdiges Experiment ohne die Starting-Receiver, doch offensichtlich hatte McDermott genug gesehen. Matt Barkley (18/35, 232 YDS, 2 INT) fiel dann primär durch Turnover auf; einige Big Plays auf Duke Williams stachen am ehesten positiv heraus.

  • Die Aussage bezüglich "genug gesehen" ließ sich schnell auch auf das gesamte Spiel übertragen. Abgesehen von einzelnen Lichtblicken sah die Jets-Offense weitestgehend ebenfalls ernüchternd aus, trotz der Personalentscheidungen beim Gegner. Darnold (23/36, 199 YDS, TD, INT) dirigierte zwei gute Scoring-Drives, ansonsten fand auch die Jets-Offense in einem in jeder Hinsicht von Fehlern und vom starken Regen geprägten Spiel nie einen Rhythmus.

Los Angeles Rams (8-7) - Arizona Cardinals (5-9-1)

Ergebnis: 31:24 (3:7, 14:3, 0:7, 14:7) BOXSCORE

  • Im wohl letzten NFL-Spiel überhaupt im altehrwürdigen Los Angeles Memorial Coliseum ging es für beide Teams um nichts mehr, entsprechend befreit spielten sie auf.

  • Jared Goff spielte nochmal eine gute Partie und warf für 3 Touchdowns, während er sich auf seine besten Waffen - Cooper Kupp (7 REC, 99 YDS, TD) und Robert Woods (7 REC, 67 YDS, TD) verlassen konnte.

  • Bei den Gästen wiederum schrieb QB Kyler Murray Geschichte und wurde zum erst zweiten Rookie in der Geschichte der NFL, der es auf mindestens 3500 Passing und 500 Rushing Yards gebracht hat. Der andere war Cam Newton.

Jacksonville Jaguars (5-10) - Indianapolis Colts (7-8)

Ergebnis: 38:20 (3:10, 13:10, 8:0, 14:0) BOXSCORE

  • Die Jaguars fackelten ganz zum Schluss nochmal ein kleines Feuerwerk ab und erzielten nach der Pause 22 Punkte in Serie. Grund dafür waren auch zwei verlorene Fumbles der Colts in Serie: Erst verlor Quarterback Jacoby Brissett einen Fumble, den Calais Campbell zum Touchdown in die Endzone trug. Im folgenden Drive verlor Brissett dann einen weiteren Fumble, was die Vorlage lieferte für einen Touchdown-Pass von Gardner Minshew auf Dede Westbrook.

  • In der ersten Hälfte gelangen Running Back Marlon Mack für die Gäste zwei Touchdowns und hielt sie damit im Rennen, nachdem Keelan Cole Jacksonville durch einen 14-Yard-Touchdown-Catch auf Kurs gebracht hatte. Insgesamt erzielten beide Teams insgesamt fünf Field Goals vor der Pause, keines nach dem Break. Bemerkenswert: Für die Colts musste Chase McLaughlin für den verletzten Adam Vinatieri ran.

  • Colts-Linebacker Darius Leonard ist nun erst der neunte Spieler seit mindestens 1982, der es in einer Saison auf mindestens fünf Sacks und fünf Interceptions brachte.

Seattle Seahawks (11-4) - San Francisco 49ers (12-3)

Ergebnis: 21:26 (0:10, 0:3, 7:6, 14:7) BOXSCORE

  • Analyse: Zentimeter-Entscheidung! Niners sichern sich Top-Seed

Mehr bei SPOX: Playoff-Picture: Selbst die Raiders haben noch eine Chance

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