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Powerranking: Verkehrte Welt in der NFL

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Powerranking: Verkehrte Welt in der NFL
Powerranking: Verkehrte Welt in der NFL

Die NFL wird zur Wundertüte.

Zehn Wochen sind gespielt, nach der Trade-Deadline haben die Teams die Weichen für die zweite Saisonhälfte gestellt - aber wohin geht die Reise?

Ob Verletzungen, Corona oder unerklärliche Aussetzer und Formschwächen: Das Machtverhältnis in der NFL ist so fragil wie lange nicht. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

Wer hat aktuell die besten Chancen auf den Super Bowl? Wo liegen die Probleme? SPORT1 checkt die Topteams der Liga im Powerranking.

PLATZ 10 - ÜBERRASCHUNGSTEAMS

Mannschaften wie die New England Patriots (6-4), Pittsburgh Steelers (5-3) oder New Orleans Saints (5-4) liegen noch aussichtsreich im Playoff-Rennen, haben aus verschiedenen Gründen aber zu wenig Munition für ganz oben. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

Die Saints haben seit dem Saisonaus von Quarterback Jameis Winston zwei Spiele am Stück verloren, weder Taysom Hill noch Trevor Siemian sind die Lösung. Jetzt hat auch noch Star-Running-Back Alvin Kamara Knieprobleme. Bei den Steelers sind die Fragezeichen hinter QB Ben Roethlisberger (39) in seiner wohl letzten Saison zu groß.

Bill Belichick macht in New England Mac Jones zwar zum besten Rookie-Quaterback seines Jahrgangs und ist mit allen Playoff-Wassern gewaschen - spätestens in der Postseason wird das schwache Receiver-Corps der Patriots aber zum Problem. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

PLATZ 9: BALTIMORE RAVENS (6-3)

Mit der einst so gefürchteten Defense und Phänomen Lamar Jackson als Quarterback könnte man Baltimore eigentlich das Potenzial für den Super Bowl bescheinigen. Allerdings blieb Jackson nicht nur in den Playoffs oft den Beweis seiner Extraklasse schuldig - in der aktuellen Saison bereiten die Ravens zu oft auch insgesamt Kopfzerbrechen.

Vorläufiger Tiefpunkt dabei ist das 10:20 gegen die Dolphins im Thursday Night Game, in dem Baltimores Offense erst viel zu spät aufwachte. Zwar laufen die Ravens auch diese Saison alles in Grund und Boden (154,1 Yards übertrifft kein Team), liegen bei den erzielten Punkten aber nicht einmal in den Top Ten - und die Defense ist auf Platz 22 ligaweit nur ein Schatten ihrer selbst. Ein tiefer Run in den Playoffs ist so nicht drin.

PLATZ 8: KANSAS CITY CHIEFS (6-4)

Nach der Niederlage im Super Bowl gegen Brady und Co. kamen die Chiefs nur schleppend in die Saison: Gute Teams wie die Ravens (35:36), Chargers (24:30), Bills (20:38) und vor allem die Titans (3:27) zeigten Patrick Mahomes und Co. früh die Grenzen auf. Mit drei Siegen in Serie kam KC zuletzt etwas ins Laufen, dass die Offense mit Ausnahme-QB Mahomes, Speedster Tyreek Hill und Travis Kelce, dem besten Tight End der Liga, enorm explosiv ist, bleibt unbestritten.

Allerdings ist ein 13:7 gegen Packers ohne Rodgers der einzige Sieg gegen ein echtes Top-Team in einer Saison, in der die Chiefs oft nur wie Mittelmaß aussahen.

PLATZ 7: DALLAS COWBOYS (7-2)

Niemand macht mehr Punkte als „America‘s Team“, die Defense ist immerhin Top 10 - warum also sollte eine Mannschaft um Dak Prescott, Ausnahme-RB Zeke Elliott und zwei starke Receiver wie CeeDee Lamb und Amari Cooper kein Kandidat für den Super Bowl sein? Das fragen sich die Cowboys wahrscheinlich selbst.

Denn irgendwie findet Dallas im entscheidenden Moment dann doch immer eine Möglichkeit, zu verlieren - wie zuletzt beim 16:30 gegen die Broncos. Mit den Chargers und Patriots wurden nur zwei Teams besiegt, die eine positive Bilanz haben. Das 43:3 am Wochenende gegen die Falcons müssen die Cowboys erst einmal bestätigen.

PLATZ 6: BUFFALO BILLS (6-3)

Die Bills wären auf dem Papier vielleicht der heißeste Anwärter auf den Super Bowl aus der AFC, stehen bei den Buchmachern auch hoch im Kurs. Zwei Top-Receiver mit Stefon Diggs und Emmanuel Sanders, ein dynamischer junger Quarterback in Josh Allen, passables Rushing-Game auch über die Running Backs, die beste Defense der Liga (15 erlaubte Punkte im Schnitt).

Das Problem: Nicht nur beim unverzeihlichen 6:9 gegen die schlechten Jaguars ist die Offense ein Rätsel. Klatschen für die schwachen Dolphins (35:0) oder Texans (40:0) machen Buffalo nur auf dem Papier zum zweitbesten Angriff der Liga (31,1 Punkte pro Spiel). Die Bills haben mit den Chiefs erst ein Team geschlagen, das eine positive Bilanz hat (6-4) - und der Super-Bowl-Verlierer kämpft bekanntlich selbst mit Problemen. Wie gut sind die Bills also wirklich?

PLATZ 5: ARIZONA CARDINALS (8-2)

Rein was die Bilanz angeht, sind die Cardinals eines der drei besten Teams der Liga, gleichauf mit den Titans und Packers. Nicht nur die Verletzungen von Quarterback Kyler Murray (Knöchel) und Star-Receiver DeAndre Hopkins (Oberschenkel) kosten aber Plätze im Ranking. Auch JJ Watt, einer der Faktoren der Top-5-Defense fällt die komplette restliche Saison aus.

Nach dem Mega-Start mit sieben Siegen in Serie - darunter beeindruckend gegen die Titans (38:13) und Rams (37:20) - ging Arizona ohne seine Superstars allerdings gerade gegen die mittelmäßigen Panthers baden (10:34). Die verpatzte Reifeprüfung gegen Green Bay (21:24) ist mit einem Sternchen zu versehen - ohne AJ Greens Komplett-Aussetzer hätten die Cardinals sogar gewonnen. Zwei Duelle mit den Seahawks und je einmal Cowboys und Rams werden zeigen, wo Arizona steht.

PLATZ 4: TAMPA BAY BUCCANEERS (6-3)

Der Titelverteidiger um Tom Brady hat sich gegen New Orleans (27:36) und Washington (19:29) eigenartige Niederlagen geleistet. Während die Saints Tampa schon letzte Saison ärgerten, torpedierten sich die Bucs gegen das Football-Team mit zwei ungewöhnlichen Brady-Interceptions schon im 1. Viertel selbst.

Eines bleibt aber Fakt: Sind alle Mann gesund, hat kein Team der NFL derart viele Waffen in der Offensive. Receiver Chris Godwin allerdings war auch gegen Washington angeschlagen, mit Rob Gronkowski fehlt Bradys Lieblings-Anspielstation in der Redzone immer noch. Nach wie vor passt kein Team den Ball besser als Tampa (315 Yards pro Spiel), nur zwei Teams machen mehr Punkte (31 im Schnitt).

PLATZ 3: LOS ANGELES RAMS (7-3)

Für ein paar Tage sahen die Rams wie das stärkste Team der NFL aus, nach den Neuverpflichtungen von QB-Jäger Von Miller und Star-Receiver Odell Beckham jr. rund um die Trade-Deadline. Allerdings riss sich Robert Woods am Tag der Beckham-Verpflichtung das Kreuzband - der Nummer-2-Receiver ist nicht nur als Passfänger ein Verlust. Im System von Headcoach Sean McVay übernahm er auch als Ballträger und Blocker wichtige Aufgaben.

Beckham dagegen muss sich erst einmal ins neue System einfügen, beim Debüt gegen die bärenstarke 49ers-Defense (10:31) knirschte es nach wenigen Tagen Training mit dem neuen Team noch merklich. Vorteil für Los Angeles: Durch die Bye Week in Woche 11 kann OBJ zwei Wochen lang mit den neuen Kollegen auf eine Linie gebracht werden - danach sollten die Rams immerhin wieder das Niveau vor der Woods-Verletzung erreichen. Auch die Niederlage gegen die Titans (16:28) - noch mit dem Leistungsträger - warf aber Fragen auf.

PLATZ 2: TENNESSEE TITANS (8-2)

Die Titans haben mit Derrick Henry den besten Running Back der Liga verloren, Star-Neuzugang Julio Jones fehlt ständig verletzt und war bislang nicht die erhoffte Verstärkung - trotzdem marschiert Tennessee von Sieg zu Sieg (sechs in Serie). Das System funktioniert, zuletzt wurden die Rams und Saints entzaubert.

Henry könnte in den Playoffs womöglich sogar zurückkehren, aber auch ohne ihn muss in der AFC erst einmal ein Team kommen, das die Titans schlägt. Bisher halten sie Quarterback Ryan Tannehill und Receiver AJ Brown im Verbund mit Headcoach Mike Vrabel auf Super-Bowl-Kurs.

PLATZ 1: GREEN BAY PACKERS (8-2)

Der riesige Corona-Wirbel um Impf-Lügner Aaron Rodgers hat vor allem den Superstar, aber auch die Cheeseheads Sympathien gekostet und ihnen eine Niederlage gegen die Chiefs eingebrockt.

Kaum war A-Rod aber wieder da, wurden die Seahawks 17:0 weggebügelt - obwohl mit Robert Tonyan der beste Tight End fehlt und sich mit Aaron Jones der beste Running Back verletzte. Bei Letzterem sieht es aber nur nach einer leichteren Innenbandverletzung und nur 1-2 Wochen Pause aus. Mit AJ Dillon steht zudem fähiger Ersatz bereit, die Defense ist schockierend gut (Platz 3 ligaweit).

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