NFL-Skandal erreicht neue Ekel-Stufe

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NFL-Skandal erreicht neue Ekel-Stufe
NFL-Skandal erreicht neue Ekel-Stufe

Mega-Vertrag in der NFL trotz einer Zivilklage, in der inzwischen 23 Frauen ihm sexuelle Übergriffe bei Massagen vorwerfen: Die Diskussion um Quarterback Deshaun Watson von den Cleveland Browns beschäftigt Sport-Amerika anhaltend - und diese Äußerungen werden die Angelegenheit kaum abebben lassen.

Rusty Hardin, einer der Verteidiger des umstrittenen Spielmachers, macht mit höchst fragwürdigen Einlassungen auf sich aufmerksam. Der 80 Jahre alte Anwalt fabulierte in einem Radio-Interview von Massagen mit „Happy Ends“, an denen halt nichts Illegales sei. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

„Ich weiß nicht, wie viele Männer jetzt da draußen sind, die eine Massage hatten, bei der es vielleicht gelegentlich ein Happy End gab“, sagte Hardin dem Sender SportsRadio 610 aus Houston - in der Heimat von Watsons Ex-Team aus Texas hatten sich die mutmaßlichen Übergriffe abgespielt: „Vielleicht gibt es niemanden in Ihrem Publikum, dem das jemals passiert ist. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es kein Verbrechen ist, wenn es passiert ist.“ Und: „Etwas zu tun oder zu sagen oder sich so zu verhalten, dass man sich unwohl fühlt, ist auch kein Verbrechen.“ (KOMMENTAR zum Watson-Vertrag: Dieser Deal ist eine Schande)

Strafanklage abgelehnt, Zivilklagen laufen

Watson wird von 23 Frauen beschuldigt, sie bei Massage-Sitzungen sexuell belästigt zu haben, erst vor kurzem hatten sich zwei der Klägerinnen in einem TV-Interview mit drastischen Schilderungen an eine größere Öffentlichkeit gewandt - und die Verteidigungslinie von Watson als gefährliche Bedienung von Klischees, die ihren Beruf in die Nähe von Prostitution rücke.

Watson hat zugegeben, dass drei der Massage-Sitzungen mit Sex geendet waren, alles sei jedoch einvernehmlich gewesen, er beharrt auf dem Standpunkt „nichts“ Unrechtes getan zu haben. (SERVICE: TV-Report zeichnet verheerendes Bild bei NFL-Skandal)

Hardens Anwalts-Team um Hardin und Leah Graham bekräftigt dies immer wieder, unter Verweis darauf, dass inzwischen zwei Grand Jurys eine Strafanklage gegen Watson abgelehnt haben. Auf die Zivilklagen, für die im US-Rechtssystem andere Rahmenbedingungen herrschen, hat das aber keinen Einfluss.

23. Klage mit neuen Details

Am Dienstag schloss sich eine 23. Masseurin namens Nia Smith der Sammelklage an - ihre Klageschrift brachte neue Details ans Licht: So hätte das Watson-Lager allen Frauen eine Zahlung von 100.000 Dollar geboten, bei Unterzeichnung einer „aggressiven Schweige-Vereinbarung“. Berichten zufolge wären 18 der bisherigen Klägerinnen bereit gewesen, darauf einzugehen, vier hätten abgelehnt.

Es heißt außerdem, dass die Miami Dolphins zwischenzeitlich ebenfalls an Watson interessiert gewesen wären, aber eine Beilegung aller bis dahin 22 Fälle als Bedingung gefordert hätten.

Auch Smith zeichnet ein beklemmendes Bild von Watson während der von ihm angefragten Massagen. In Sitzung 1 habe er „wiederholt von der Klägerin verlangt, in seinen Anus zu gehen“, bei Sitzung 2 hätte er ihr ans Gesäß gefasst und eine Aufforderung zum Oralsex unterbreitet, in einer dritten Sitzung hätte er mehrfach zum Sex gedrängt.

Eine Entscheidung über die Zivilklage könnte sich noch ziehen, obwohl er zuletzt zu den Vorwürfen Stellungen beziehen musste. Gerüchten zufolge soll erst im April 2023 ein Urteil fallen, sodass er in dieser Saison wohl doch auf dem Feld stehen könnte. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

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