NFL-Skandalprofi will Schandfleck verschwinden lassen

Raphael Weber, Stefan Junold
Sport1

Justin Rohrwasser hat im NFL-Draft nicht nur mit seinem Namen für Aufsehen gesorgt, oder weil er vor einem Nachfolger für Quarterback-Legende Tom Brady von den New England Patriots gedraftet wurde.

Vor allem ein Skandal-Tattoo wurde zum großen Thema in der Öffentlichkeit, nachdem die Football-Welt einen genaueren Blick darauf warf, wer dieser neue Kicker bei den Pats ist.

Denn Rohrwassers linken Unterarm ziert seit einigen Jahren ein Tattoo mit dem Symbol der "Three Percenters". Die Gruppierung wird als eine US-amerikanische Miliz beschrieben, die sich für Waffenrechte stark macht und beschuldigt wird, sich gegen Immigranten, Flüchtlinge und Minderheiten einzusetzen.

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Rohrwasser will Skandal-Tattoo komplett entfernen lassen

Diesen Schandfleck will Rohrwasser nun dauerhaft von seinem Körper entfernen, wie er jetzt bei WBZ-TV in Boston betonte - und behauptete, erst nach dem Draft realisiert zu haben, was hinter seinem Tattoo steckt.

"Sobald ich gesehen habe, womit es (das Tattoo, Anm. d. Red.) in Verbindung gebracht wurde, das war genau der Zeitpunkt, an dem ich wusste dass ich es komplett von meinem Körper entfernen muss", erklärte der 23-Jährige.

Zunächst hatte er Reportern direkt nach dem Draft noch gesagt, er werde das Tattoo auf jeden Fall abdecken (mit langen Ärmeln etc.), "aber ich will es komplett entfernen lassen. Es ist beschämend, dass ich es unwissentlich überhaupt auf meinem Körper hatte", betonte er nun.

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Zweifel an Aussagen des umstrittenen Patriots-Kickers

Zweifel daran, dass dem Patriots-Star wirklich jetzt erst bewusst wurde, wofür sein Tattoo steht, sind allerdings nicht ganz unbegründet.

Wie ein Tweet beweist, hat Rohrwasser die Abbildung mindestens seit 2015, also sieben Jahre nach der Gründung von "Three Percenters". Die Bedeutung des Symbols hat sich in den letzten Jahre nicht verändert.


Zudem hat er weitere Tattoos auf seiner Haut, die auf ähnliche politische Ansichten schließen lassen - darunter die Schriftzüge "Liberty or death" sowie "Don't tread on me".

Derlei Aussagen sind typisch für rechtsextremen Gruppen in den USA. Rohrwasser steht auch aufgrund von diversen Aktivitäten (Likes etc.) in sozialen Medien im Verdacht, mit Ansichten dieses Lagers der "White Supremasists" zu sympathisieren.

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