NFL: Starter-Serie NFC East: Zwei Topteams mit erheblichen Fragezeichen

SPOX

Mit dem Draft und dem größten Teil der Free Agency im Rückspiegel wird das Bild der 32 Teams klarer: Wie könnten die offensiven und defensiven Startformationen aussehen? Und wo sind dort potenzielle Stärken und Schwächen? SPOX blickt in der Offseason-Starter-Serie auf alle acht Divisions. Heute ist die NFC East mit zwei Titelanwärtern an der Reihe.

Seite 1: Die Dallas Cowboys

Nach einer insgesamt wieder mal enttäuschenden Saison (8-8) kommt mit Mike McCarthy ein neuer Head Coach nach Texas. Mit ihm soll endlich das große Potenzial des Teams, das durch die Offseason wohl nochmal gesteigert wurde, ausgeschöpft werden.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Mit geladener Offense lange ausgebliebene Erfolge in den Playoffs das große Ziel. Doch gibt es auch in diesem hochkarätigen Kader ein paar Fragezeichen.

Dallas Cowboys: Starter-Projection Offense

Position

Spieler

Position

Spieler

Quarterback:

Dak Prescott

Left Tackle:

Tyron Smith

Running Back:

Ezekiel Elliott

Left Guard:

Connor Williams

Wide Receiver:

Amari Cooper

Center:

Joe Looney

Wide Receiver:

Michael Gallup

Right Guard:

Zack Martin

Slot-Receiver:

CeeDee Lamb

Right Tackle:

La'el Collins

Tight End:

Blake Jarwin

Dallas Cowboys: Starter-Projection Defense

Position

Spieler

Position

Spieler

Edge:

DeMarcus Lawrence

Cornerback:

Anthony Brown

Defensive Tackle:

Gerald McCoy

Cornerback:

Chidobe Awuzie

Defensive Tackle:

Dontari Poe

Slot-Cornerback:

Jourdan Lewis

Edge:

Tyrone Crawford

Safety:

Xavier Woods

Linebacker:

Leighton Vander Esch

Safety:

Ha Ha Clinton-Dix

Linebacker:

Jaylon Smith

Cowboys-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Trotz des fortgeschrittenen Zeitpunkts in dieser Offseason ist die langfristige Zukunft von Quarterback Dak Prescott noch nicht geklärt. Durch den exklusiven Franchise Tag kann er mit keinem anderen Team verhandeln, doch auch die Gespräche mit den Cowboys sind bislang noch nicht allzu weit gekommen. Beide wollen langfristig verlängern, doch während Prescott wohl drei Jahre will, favorisieren die Cowboys mindestens vier. Die Deadline für eine Verlängerung ist der 15. Juli. Danach jedoch kann Prescott ohne Unterschrift lange fernbleiben und die ohnehin komplizierte Offseason noch erschweren. Nach Informationen von ESPN plant Prescott allerdings den Franchise Tag zu unterschreiben und keine Team-Aktivitäten auszulassen.

  • Ansonsten jedoch gehen die Cowboys offensiv sehr gut bestückt ins neue Jahr. Im Draft fiel ihnen einer der besten Wide Receiver der Klasse, Lamb, in den Schoß, dieser wird zugleich als Starter im Slot fungieren. Nach den Top 3 im Receiving Corps fällt die Qualität jedoch merklich ab. Verletzungen in diesem Bereich sind für diesen Kader nur schwer aufzufangen.

  • Im Vorjahr spielten die Cowboys relativ häufig (18 Prozent der Offensiv-Snaps) mit 12-Personnel, also mit zwei Tight Ends. Nach dem Abschied von Jason Witten (Raiders) könnte diese Gruppierung jedoch deutlich seltener vorkommen, da mit Jarwin nur noch ein wirklich guter Tight End vorhanden ist. Die Chance also für Fullback Jamize Olawale auf mehr Einsatzzeit als Blocker für Elliott. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Cowboys noch häufiger als sonst auf 11-Personnel setzen werden (3 Receiver).

  • Überraschend erklärte Travis Frederick im Frühjahr seinen Rücktritt von der NFL. Das riss eine signifikante Lücke in die sonst so stabile Offensive Line. Im Draft wurde folglich Tyler Bladasz in der vierten Runde gezogen. Es ist jedoch denkbar, dass zunächst Joe Looney als Starting Center auflaufen wird. Er hatte Frederick bereits 2019 vertreten, als dieser gesundheitsbedingt die komplette Saison verpasste.

  • An der defensiven Front wurde auf Erfahrung gesetzt. Mit Gerald McCoy und Dontari Poe kamen zwei einstige Hochkaräter, die im Vorjahr bei den Panthers aktiv waren. Sie verdrängen Antwaun Woods auf die Bank und ersetzen Maliek Collins, der nun für Las Vegas spielt.

  • Beide sind schon aufgrund ihres Alters eher kurzfristige Lösungen. Für die Zukunft wurde indes vor allem Neville Gallimore in der dritten Runde des Drafts gezogen. Er dürfte zunächst als Backup fungieren.

  • Spannend wird sein, inwieweit Tyrone Crawford, der weite Teile der Vorsaison mit Schäden an beiden Hüften verpasst hatte, zu alter Form zurückfinden kann. Er ersetzt nun im Grunde Vorjahresstarter Robert Quinn, der jetzt in Chicago auf QB-Jagd geht. Er war mit 11,5 Sacks der effektivste Pass-Rusher der Cowboys 2019.

  • Auf der Linebacker-Position hängt Sean Lee noch ein Jahr dran, wird aber in der Regel nur gegen den Lauf, also in frühen Downs, aufs Feld kommen.

  • Die Secondary wiederum ist auf den ersten Blick nicht unbedingt besser geworden. Mit Byron Jones ging der beste Cornerback (Miami) und hinterließ eine große Lücke. Auf Sicht wird Zweitrundenpick Trevon Diggs sein Nachfolger werden, allerdings ist es denkbar, dass er zunächst mal ein wenig Eingewöhnungszeit benötigt und nicht sofort startet. Anthony Brown gibt den Platzhalter.

  • Auf Safety wiederum kam mit Ha Ha Clinton-Dix ein erfahrener Mann, der den nach Vegas gewechselten Jeff Heath ersetzen wird. Safety ist allerdings ohnehin die Position, auf der die Cowboys seit Jahren schon ein gewisses Qualitätsdefizit aufweisen. Eventuell kann Clinton-Dix dieses beheben.

Seite 2: Die New York Giants

Nach einer Saison des Umbruchs setzen die New York Giants den eingeschlagenen Weg fort und ergänzten den Kader in der Offseason punktuell.

Die größte Veränderung ist jedoch die Trainer-Personalie. Joe Judge übernimmt und soll frischen Wind in eine eingestaubte Organisation bringen. Ein Blick auf den Kader lässt jedoch erahnen, dass viel Zählbares wohl auch 2020 nicht zu erwarten ist.

New York Giants: Starter-Projection Offense

Position

Spieler

Position

Spieler

Quarterback:

Daniel Jones

Left Tackle:

Nate Solder

Running Back:

Saquon Barkley

Left Guard:

Will Hernandez

Wide Receiver:

Darius Slayton

Center:

Spencer Pulley

Wide Receiver:

Sterling Shepard

Right Guard:

Kevin Zeitler

Slot-Receiver:

Golden Tate

Right Tackle:

Andrew Thomas

Tight End:

Evan Engram

New York Giants: Starter-Projection Defense

Position

Spieler

Position

Spieler

Defensive Line:

Leonard Williams

Cornerback:

DeAndre Baker

Defensive Line:

Dexter Lawrence

Cornerback:

James Bradberry

Edge:

Kyler Fackrell

Slot-Cornerback:

Grant Haley

Linebacker:

David Mayo

Safety:

Jabrill Peppers

Linebacker:

Blake Martinez

Safety:

Julian Love

Edge:

Lorenzo Carter

Giants-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Nach vier Jahren als Backup - zwei davon in New York - übernimmt Pulley als Starting Center von Jon Halapio, der nicht mehr zum Team gehört. Zudem wird Rookie Andrew Thomas gleich ins kalte Wasser geworfen und übernimmt Right Tackle von Mike Remmers, der künftig für die Chiefs spielt.

  • Mit Thomas waren die Giants aber noch nicht fertig, was Tackles im Draft angeht, denn in Runde 3 wurde auch noch Matt Peart gezogen, der langfristig Nachfolger von Solder werden könnte, dessen Garantien nach 2020 auslaufen und der auch sonst nur noch bis 2021 unter Vertrag steht.

  • Bemerkenswert ist, dass die Skill-Positionen im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert bleiben. Anders als andere Teams mit jungen Quarterbacks haben die Giants im Grunde nichts dafür getan, die Situation für Daniel Jones auf diese Weise zu verbessern. Das Zusammenspiel mit den Startern klappte zwar ganz gut, dahinter jedoch ist nicht viel Qualität in Wartestellung.

  • Die Hoffnung ist somit, dass Jones künftig bessere Entscheidungen trifft, Fehler minimiert und an seiner generellen Präzision arbeitet. Wirft er nicht gerade tief über die Mitte oder kurz auf die rechte Seite, waren seine Pässe im Ligavergleich bislang immer eher unterer Durchschnitt.

  • Ein Grund für die Passivität auf dem Receiver-Markt könnte jedoch sein, dass Judge als einstiger Wide Receiver Coach vielleicht sogar das vorhandene Personal besser machen könnte.

  • Eine mögliche Schwachstelle wiederum ergibt sich durch die Ernennung von Ex-Cowboys-Head-Coach Jason Garrett zum Offensive Coordinator. Als ehemaliger QB könnte er zwar theoretisch Jones in dessen Entwicklung helfen, andererseits war er mit seinem irrationalen Fokus aufs Laufspiel immer auch ein Grund dafür, dass die Cowboys nie so richtig ihr volles Offensivpotenzial ausschöpften, speziell in den vergangenen paar Jahren mit Zeke Elliott. Mit Barkley findet er nun einen Running Back vor, der ähnlich spezielle Fähigkeiten aufweist und entsprechend häufig den Ball bekommen dürfte. Eine philosophische Weiterentwicklung ist an dieser Stelle aber auch nicht ausgeschlossen, zumal Judge das letzte Wort haben wird.

  • Die Defense wiederum ist ein spannendes Konstrukt. Judge hat mit Patrick Graham ebenfalls einen Mann mit Patriots-Connections zum Defensive Coordinator gemacht. Zuletzt war in gleicher Rolle für die Dolphins unter Ex-Pats-Linebackers-Coach Brian Flores tätig. Es ist damit anzunehmen, dass auch bei den Giants nun der Fokus auf Press-Coverage und einer variablen Front liegen wird. Entsprechend wird man häufig im Sub-Package spielen und auf den bislang etablierten Nose Tackle (Dalvin Tomlinson) häufig verzichten.

  • Gleichzeitig ist mit zahlreichen Blitzes zu rechnen. Helfen würde zudem ein Leistungsschub von D-Liner Dexter Lawrence in dessen zweiter Saison in der NFL. Während von ihm mehr in Sachen Pass Rush zu erwarten ist, dürfte Williams eher als Run-Stopper fungieren.

  • Dahinter übernimmt Neuzugang Blake Martinez (Packers) für Alec Ogletree, der das Team verlassen hat.

  • Gespannt sein darf man auf Jabrill Peppers, der sicherlich noch aggressiver eingesetzt werden wird als bisher. Speziell als Blitzer und Box-Safety sollte er viel dazu beitragen, die Defense generell gefährlicher aufzustellen.

  • Nebenmann Julian Love muss sich derweil schon im Camp gegen Rookie Xavier McKinney zur Wehr setzen, denn dieser dürfte nicht allzu lang brauchen, um den bisherigen Starter unter Druck zu setzen.

  • Auf Cornerback wiederum bekommt Baker Unterstützung von James Bradberry, der im Vorjahr noch in Carolina unterwegs und dort eines der wenigen Glanzlichter war.

Seite 3: Die Philadelphia Eagles

Die Eagles schleppten sich mit schier unglaublichem Verletzungspech am Ende doch noch in die Playoffs (9-7), wo jedoch früh Schluss war. Als Reaktion darauf besserten sie an mehreren Baustellen im Kader deutlich nach und wollen nun wieder voll angreifen und nach Möglichkeit den Division-Titel verteidigen.

Philadelphia Eagles: Starter-Projection Offense

Position

Spieler

Position

Spieler

Quarterback:

Carson Wentz

Left Tackle:

Andre Dillard

Running Back:

Miles Sanders

Left Guard:

Isaac Seumalo

Wide Receiver:

Alshon Jeffery

Center:

Jason Kelce

Wide Receiver:

DeSean Jackson

Right Guard:

Matt Pryor

Tight End:

Zach Ertz

Right Tackle:

Lane Johnson

TIght End:

Dallas Goedert

Philadelphia Eagles: Starter-Projection Defense

Position

Spieler

Position

Spieler

Edge:

Derek Barnett

Cornerback:

Darius Slay

Defensive Tackle:

Javon Hargrave

Cornerback:

Avonte Maddox

Defensive Tackle:

Fletcher Cox

Slot-Cornerback:

Nickell Robey-Coleman

Edge:

Brandon Graham

Safety:

Rodney McLeod

Linebacker:

Nathan Gerry

Safety:

Jalen Mills

Linebacker:

T.J. Edwards

Eagles-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Der erste Tiefschlag kam für die Eagles in diesem Jahr bereits lange vor dem Training Camp: Right Guard Brandon Brooks, seit vergangenem November der bestbezahlte Guard der Liga, riss sich bei einem Workout die Achillessehne und wird die komplette Saison verpassen. Die Frage nach einem Ersatz ist offen. Die offensichtlichen Kandidaten sind zunächst Matt Pryor, der seit 2018 im Team ist, und Viertrundenpick Jack Driscoll. Zudem nannte Head Coach Doug Pederson auch Nate Herbig als möglichen Kandidaten.

  • Erwähnenswert ist zudem, dass Andre Dillard nun offiziell die Nachfolge von Jason Peters antreten wird. Letzterer hat noch keinen neuen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben, Gerüchten zufolge könnte er jedoch auch zu den Eagles zurückkehren, dann jedoch eher als Backup.

  • Das größte Problem der Offense im Vorjahr war der fehlende Speed. DeSean Jackson sollte diesen liefern, verletzte sich jedoch schon zu Saisonbeginn am Oberschenkel und fiel damit im nahezu die komplette Saison aus. Dass auch Jeffery lange verletzt war, half ebenso wenig. Um dieses Problem anzugehen, wurde Jalen Reagor geholt, der als Speedster aus dem Slot agierend helfen soll, das Speed-Element wieder konstanter ins Passspiel der Eagles zu bringen.

  • In die gleiche Kerbe schlägt im Übrigen auch die Verpflichtung von Marquise Goodwin, der per Trade aus San Francisco kam. Zudem rückt der letztjährige Rookie J.J. Arcega-Whiteside zunächst mal wieder ins zweite Glied und wird sich dort gegen Rookie John Hightower sowie der letztjährigen No-Name-Überraschung Greg Ward durchsetzen müssen.

  • Generell ist zu sagen, dass die Eagles hauptsächlich mit 12-Personnel unterwegs waren (52 Prozent der Snaps), während 11-Personnel (41 Prozent) ihr zweihäufigstes Personalpaket bildete. Es ist allerdings denkbar, dass sich das Verhältnis etwas mehr Richtung der 3-Receiver-Sets neigen könnte, sollten die Starter tatsächlich längere Zeit fit bleiben. Allerdings ist könnte hier auch ein Wunsch der Vater des Gedanken sein, denn Jeffery fällt zunächst auf unbestimmte Zeit mit einer Fußverletzung aus. Reagor könnte davon mit sehr viel Einsatzzeit zu Beginn profitieren.

  • In der Defense bleibt derweil die Defensive Line das Prunkstück. Speziell die Kadertiefe beeindruckt: Neuzugang Hargrave (Steelers) verdrängt den im Vorjahr lange verletzten Malik Jackson in eine Rotationsrolle, während hinter Topstar Cox auch noch Hassan Ridgeway wartet. So fällt der Abgang von Vorjahresstarter Timmy Jernigan auch nicht allzu schwer ins Gewicht.

  • Auf den Edge-Positionen erhofft man sich von Josh Sweat in dessen dritter Saison im Team einen weiteren Schritt nach vorn.

  • Die Linebacker-Crew wieder bleibt ein Grund zur Sorge. Immerhin bleibt mit Nathan Gerry der wohl beste Starter des Vorjahres im Team. Nigel Bradham hingegen ist nach vier Jahren nicht mehr Teil des Teams. Edwards, Duke Riley und Drittrundenpick Davion Taylor werden die übrigen Snaps wohl unter sich ausmachen.

  • Das größte Defizit der Vorsaison in der Defense war allerdings eine teils katastrophale Secondary. Speziell auf Cornerback fehlte schlicht die Qualität, was nicht nur auf Verletzungen zurückzuführen war. Die Eagles reagierten darauf zuvorderst mit einem Trade für All-Pro Darius Slay (Lions). Er wird künftig gegen die Top-Receiver des Gegners antreten und damit Avonte Maddox, Rasul Douglas oder auch Sidney Jones entlasten, die im Vorjahr so ihre Probleme hatten. Für den Slot wiederum wurde mit Robey-Coleman ein sehr fähiger Spezialist von den Los Angeles Rams geholt.

Seite 4: Die Washington Redskins

Auch die Redskins haben sich einen neuen Head Coach gegönnt. Mit Ron Rivera kommt ein erfahrener Mann aus Carolina, der die Organisation nach vielen Querelen und Unruhen wieder in ruhigere Fahrwasser führen soll.

Seine erste Aufgabe: Herausfinden, welches Potenzial vorhanden ist und die Weichen für die Zukunft stellen. 2020 wird für Washington zum Übergangsjahr, nachdem 2019 (3-13) enttäuschend verlief.

Washington Redskins: Starter-Projection Offense

Position

Spieler

Position

Spieler

Quarterback:

Dwayne Haskins

Left Tackle:

Cornelius Lucas

Running Back:

Adrian Peterson

Left Guard:

Wes Schweitzer

Wide Receiver:

Terry McLaurin

Center:

Chase Roullier

Wide Receiver:

Kelvin Harmon

Right Guard:

Brandon Scherff

Slot-Receiver:

Trey Quinn

Right Tackle:

Morgan Moses

Tight End:

Jeremy Sprinkle

Washington Redskins: Starter-Projection Defense

Position

Spieler

Position

Spieler

Edge:

Montez Sweat

Cornerback:

Fabian Moreau

Defensive Tackle:

Da'Ron Payne

Cornerback:

Kendall Fuller

Defensive Tackle:

Jonathan Allen

Slot-Cornerback:

Jimmy Moreland

Edge:

Ryan Kerrigan

Safety:

Landon Collins

Linebacker:

Chase Young

Safety:

Sean Davis

Linebacker:

Thomas Davis

Redskins-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Oberste Priorität für Rivera dürfte die Personalie Haskins haben. Dieser hatte hinter einer äußerst löchrigen Offensive Line (9,8 Prozent Adjusted Sack Rate/Rang 31) keine echte Chance, sich zu beweisen. Zu häufig stand er unter Beschuss und rannte um sein Leben.

  • Ob sich daran jedoch viel ändert, ist fraglich. Immerhin wurde die linke Seite der O-Line komplett ausgetauscht. Lucas kam auf Chicago und übernimmt für Donald Penn, Schweitzer wiederum kam aus Atlanta und ersetzt Ereck Flowers (Dolphins). Die gute Nachricht: Beide waren auf ihren bisherigen Stationen durchaus als Starter aktiv, bringen somit die nötige Routine mit.

  • Das Receiving Corps hat sicherlich Luft nach oben. Im Grunde überzeugte im Vorjahr nur McLaurin vollends, dieser war jedoch einer der besten Rookie-Receiver des Jahres. Dahinter gibt es Alternativen wie etwa Cody Latimer, der von den Giants kam. Langfristig dürfte sich zudem Viertrundenpick Antonio Gandy-Golden in den Vordergrund spielen.

  • Im Backfield geht Adrian Peterson in seine 14. Saison in der NFL und kratzt so langsam an den All-Time-Greats in der Rushing List. Jedoch stellt sich beim 34-Jährigen so langsam die Frage, wie lange es denn noch weitergeht. Sein Average von 4,3 Yards pro Carry jedoch sieht weiterhin ordentlich aus. Allerdings hoffen die Redskins darauf, Derrius Guice im Backfield endlich mal gesund durch eine gesamte Saison zu bringen. Petersons Alter und Guices konstantes Verletzungspech verleiteten Washington jedoch auch schon dazu, in der dritten Runde des Drafts mit Antonio Gibson eine mögliche Entlastung für beide - vor allem bei Passing Downs - zu ziehen.

  • Defensiv liegt der Fokus zweifelsohne auf den zweiten Pick insgesamt im Draft, Chase Young. Die große Frage: Wie genau wird man ihn einsetzen? Es spricht viel dafür, dass er in eine ähnliche Rolle gesteckt wird wie Von Miller in Denver. Haupgrund für diese Annahme ist Defensive Coordinator Jack Del Rio, der in gleicher Rolle von 2012 bis 2014 mit Miller zusammengearbeitet hat und jener schon damals groß aufspielte, 2012 sogar erstmals zum All-Pro gewählt wurde.

  • Konkret bedeutet dies, dass Young als Rush-Linebacker eingesetzt wird und essenziell hemmungsvoll blitzen soll. Der Vorteil dabei ist, dass er technisch gesehen zunächst keinen klaren Gegenspieler hätte und mit Anlauf Richtung QB gehen könnte. Alternativ könnte er auch als 5-Technique-Defensive-End agieren, doch dann müsste wohl Sweat auf die Bank, was den Pass Rush des Teams insgesamt schwächen würde.

  • Grundsätzlich haben die Redskins auf dem Papier eine beachtliche Front Seven zusammengestellt. Alle vier D-Liner sind Erstrundenpicks der vergangenen drei Jahre beziehungsweise von 2011 (Kerrigan). Dahinter folgt noch Young sowie der langjährige Top-Linebacker Davis, den Rivera noch bestens aus vielen gemeinsamen Jahren in Carolina kennt.

  • In der Secondary wiederum steht gerade durch Collins und Fuller ebenfalls viel Qualität auf dem Platz. Moreau wiederum tritt die Nachfolge von Josh Norman an, der nach enttäuschenden paar Jahren in DC letztlich entlassen wurde. Davis kam neu aus Pittsburgh, muss nach langer Verletzungspause aber auch erstmal wieder in Tritt kommen.

Mehr bei SPOX: Starter-Serie AFC East: Offener Schlagabtausch im Jahr 1 nach Brady

Lesen Sie auch