NFL: Thanksgiving: Onside-Kick-Drama in Atlanta

Thanksgiving! Und das bedeutet: Football! Im ersten Spiel setzten sich die Chicago Bears in einem Krimi gegen Debütant David Blough und die Detroit Lions durch. Anschließend gerieten die Dallas Cowboys gegen die Buffalo Bills unter die Räder. Zum Abschluss des Tages wollen die New Orleans Saints in der Nacht Revanche an den Atlanta Falcons nehmen.
Thanksgiving! Und das bedeutet: Football! Im ersten Spiel setzten sich die Chicago Bears in einem Krimi gegen Debütant David Blough und die Detroit Lions durch. Anschließend gerieten die Dallas Cowboys gegen die Buffalo Bills unter die Räder. Zum Abschluss des Tages wollen die New Orleans Saints in der Nacht Revanche an den Atlanta Falcons nehmen.

Thanksgiving! Und das bedeutet: Football! Im ersten Spiel setzten sich die Chicago Bears in einem Krimi gegen Debütant David Blough und die Detroit Lions durch. Anschließend gerieten die Dallas Cowboys gegen die Buffalo Bills unter die Räder. Zum Abschluss des Tages mussten sich die Atlanta Falcons trotz zwei erfolgreicher Onside-Kicks geschlagen geben.

Alle Spiele des Tages im Überblick:

Detroit Lions (3-8-1) - Chicago Bears (6-6) 20:24 (14:7, 3:3, 0:7, 3:7)

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  • Krimi im ersten Spiel des Abends! Nach drei Touchdowns bei den ersten vier Drives des Spiels übernahmen auf beiden Seiten die Defenses - bis zu den letzten Minuten des Spiels. Mitchell Trubisky (29/38, 3 TD, INT, 4 CAR, 4 YDS) brachte die Bears mit einem 90-Yard-Drive, den er mit einem Touchdown-Pass zu David Montgomery (16 CAR, 75 YDS, 2 REC, 12 YDS, TD) abschloss, knapp zwei Minuten vor dem Ende mit 24:20 in Front. Im Gegenzug führte David Blough (22/38, 2 TD, INT, CAR, 1 YDS) seine Lions bis an den Rand der Red Zone, musste dort aber einen Sack für 13 Yards Raumverlust hinnehmen. Beim anschließenden 4th&22 fing Eddie Jackson Bloughs Hail-Mary-Versuch ab - Game over!

  • Von Beginn an waren alle Augen auf Blough gerichtet. Der Undrafted Rookie durfte erstmals in einem NFL-Spiel ran - und startete richtig gut! Gleich Bloughs erste Completion war ein 75-Yard-Touchdown-Pass zu Kenny Golladay (4 REC, 158 YDS, TD). Auch ihren zweiten Drive schlossen die Lions mit einem Touchdown-Pass ab. Nach fünf von acht Pässen für 131 Yards übernahm Detroit somit die Führung. Anschließend kühlte Blough jedoch etwas ab, den Lions gelangen in der Folge nur noch zwei Field Goals.

  • Trubisky zeigte derweil einmal mehr einen Auftritt mit Licht, aber auch etwas Schatten. In der ersten Halbzeit verpasste der junge Quarterback einige offene Receiver, ließ bei einem Scramble ein einfaches First Down liegen und warf bei einem Pass auf Allen Robinson (8 REC, 86 YDS, TD) eine Interception, die klar auf seine Kappe ging. In der Schlussphase präsentierte Trubisky sich allerdings klar besser, fand immer wieder Anthony Miller (9 REC, 140 YDS) und knackte so erstmals seit einem Jahr die 300-Yards-Marke. Die Quarterback-Entscheidung der Bears dürfte im Sommer keine einfache werden...

  • Das Fehlen von Akiem Hicks war auf Seiten der Bears derweil deutlich zu spüren. Die Offensive Line der Gastgeber verschaffte Blough in der Pocket immer wieder viel Zeit, wurde er doch unter Druck gesetzt, schaffte er es mehrfach gut nach vorne auszuweichen, wo Chicago kaum Pressure generieren konnte. Letztlich beendeten die Gäste das Spiel mit nur zwei Sacks. Einer davon, Roquan Smith beim vorletzten Play des Spiels, sollte allerdings mit entscheidend für den Sieg sein.

  • Beide Teams zeigten sich durchaus aggressiv, wurden aber nicht immer belohnt. Matt Nagy ließ in Field-Goal-Range ein 4th&5 ausspielen, Trubiskys Pass fand allerdings keinen Mitspieler. Matt Patricia war derweil mit einem überraschenden Onside-Kick von Matt Prater erfolgreich. Nach einem Three-and-out musste Detroit den Ball dann aber dennoch in Richtung der Bears punten.

  • Die Lions stehen somit nach wie vor bei drei Siegen - und das obwohl elf der zwölf Saisonspiele Detroits durch acht oder weniger Punkte Unterschied entschieden wurden. Die Umstände könnten angesichts der Verletzung von Matthew Stafford sicher besser sein, dennoch könnte Patricia im Sommer tatsächlich um seinen Job bangen müssen.

Dallas Cowboys (6-6) - Buffalo Bills (9-3)

Ergebnis: 15:26 (7:0, 0:13, 0:10, 8:3)

Analyse: Debakel für Dallas! Bills überrollen die Cowboys

Atlanta Falcons (3-9) - New Orleans Saints (10-2) 18:26

  • Was für ein Drama in Atlanta! Die Falcons schienen im vierten Viertel bereits völlig erledigt, ein Touchdown und ein Field Goal und vor allem zwei erfolgreiche Onside-Kicks in Serie (!!!) brachten die Gastgeber aber tatsächlich nochmal in Schlagdistanz. Dort schlug dann allerdings Cameron Jordan zu. Der Pass-Rusher dominierte Gegenüber Kaleb McGary nach Belieben und gab Matt Ryan (35/50, 312 YDS, 2 TD, 2 INT, 3 CAR, 21 YDS) keinerlei Zeit in der Pocket. Letztendlich beendete Jordan das Spiel mit vier Sacks.

  • Taysom Hill (0/1, 2 CAR, 33 YDS, TD, 2 REC, 12 YDS, TD) ist und bleibt derweil New Orleans' Allzweckwaffe. Der Quarterback blockte gleich bei seinem allerersten Snap einen Falcons-Punt. Kurz darauf fing er einen kurzen Pass von Drew Brees (18/30, 184 YDS, TD) für den ersten Touchdown der Saints, den zweiten Touchdown der Gäste besorgte er dann mit einem 30-Yard-Run. Sein einziger Passversuch landete allerdings außerhalb des Feldes.

  • Für eines der Highlights des Spiels sorgte auch New Orleans' Defensive Tackle Shy Tuttle. Der Rookie fing Ende des dritten Viertels einen Pass mit einer Hand ab und trug diesen über 19 Yards bis in die gegnerische Hälfte zurück - und räumte dabei Falcons-Quarterback Matt Ryan mit einem Stiff Arm böse aus dem Weg. Kurz darauf warf Ryan, der einen durchwachsenen Tag erwischte, allerdings auch dauerhaft unter Druck stand, Interception Nummer zwei. Beim nächsten Drive verlor der Veteran bei einem Scramble zum dritten Mal den Ball.

  • Auf Seiten der Falcons fiel Star-Receiver Julio Jones etwas überraschend mit einer Schulterverletzung aus. Somit verteilte Ryan die Receiving-Last - mit überschaubarem Erfolg - auf verschiedenen Schultern: Christian Blake (6 REC, 57 YDS), Russell Gage (5 REC, 52 YDS, TD) und Calvin Ridley (8 REC, 91 YDS) verbuchten allesamt mindestens fünf Catches und 52 Receiving Yards. Ein Touchdown-Pass ging zudem zu Tight End Jaeden Graham (4 REC, 41 YDS, TD).

  • Michael Thomas' (6 REC, 48 YDS) beeindruckende Serie fand derweil ihr Ende: Nach 198 Catches, 403 Tagen und 22 Spielen leistete sich der Star-Receiver der Saints mal wieder einen Drop. Mit sechs Catches für 48 Yards blieb Thomas auch sonst verhaltnismäßig unspektakulär. Bester Saints-Receiver war daher Tight End Jared Cook (3 REC, 85 YDS).

  • Atlantas Head Coach Dan Quinn zeigte sich bei Fourth Down mehrfach sehr aggressiv. Im zweiten Viertel ließ er ein 4th&1 von der gegnerischen Zwei-Yard-Linie ausspielen, Ryans Pass landete allerdings nicht bei einem Mitspieler. Kurz vor der Pause ließ Quinn bei einem 4th&3 in der eigenen Hälfte dann die Offense auf dem Feld, Ryan erlief die nötigen Yards per Scramble.

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