NFL: Week 16 Roundup: Top-Seed für Ravens - Eagles schaffen Vorentscheidung

In Woche 16 machten zunächst die Texans und Patriots ihre jeweiligen Division-Titel perfekt, ehe die Ravens den Top-Seed der AFC unter Dach und Fach brachten. Die Seahawks erlitten einen Rückschlag, während die Bengals den Top-Pick im Draft sicher haben. Die Eagles wiederum schafften eine Vorentscheidung in der NFC East.
In Woche 16 machten zunächst die Texans und Patriots ihre jeweiligen Division-Titel perfekt, ehe die Ravens den Top-Seed der AFC unter Dach und Fach brachten. Die Seahawks erlitten einen Rückschlag, während die Bengals den Top-Pick im Draft sicher haben. Die Eagles wiederum schafften eine Vorentscheidung in der NFC East.

In Woche 16 machten zunächst die Texans und Patriots ihre jeweiligen Division-Titel perfekt, ehe die Ravens den Top-Seed der AFC unter Dach und Fach brachten. Die Seahawks erlitten einen Rückschlag, während die Bengals den Top-Pick im Draft sicher haben. Die Eagles wiederum schafften eine Vorentscheidung in der NFC East.

Seite 1: Division-Titel für Texans und Patriots

NFL Recap Week 16

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Tampa Bay Buccaneers (7-8) - Houston Texans (10-5)

Ergebnis: 20:23 (3:10, 14:7, 3:3, 0:3) BOXSCORE

  • Die Houston Texans haben die AFC South gewonnen! In einem gerade zu Beginn verrückten Spiel mit insgesamt sieben Turnovers auf beiden Seiten war es letztlich ein Field Goal von Ka'imi Fairbairn, das den Unterschied machte. Besiegelt hat den Auswärtserfolg der Texaner allerdings Cornerback Jahleel Addae, der innerhalb der finalen zwei Minuten eine Interception fing - die vierte von Jameis Winston im Spiel. Die Hausherren bekamen danach zwar nochmal den Ball zurück, doch mit weniger als einer halben Minute auf der Uhr gelang nicht mehr viel.

  • Wie schon in Woche 15 warf Winston (25/48, 335 YDS, TD, 4 INT) direkt beim ersten Passversuch eine Interception, dieses Mal sogar einen Pick-Six. Texans-Cornerback Bradley Roby trug den Ball über 27 Yards in die Endzone. Damit nicht genug, denn Winston leistete sich insgesamt drei Interceptions bis zur Pause, zudem verlor auch Running Back Peyton Barber einen Fumble - mit drei gespielten Minuten im zweiten Viertel hatten die Bucs somit vier Turnovers.

  • Neben Roby fand auch Running Back Carlos Hyde für die Texans den Weg in die Endzone. Nach knapp 20 Minuten führten die Texans 17:3 und waren drauf und dran, das Spiel schon früh zu entscheiden. Die Bucs-Defense jedoch hielt das Team im Spiel, ehe Winston sich fing und aufdrehte. Zunächst verkürzte Ronald Jones mit einem 4-Yard-Touchdown-Lauf den Rückstand. Und nach einer Interception von Texans-Quarterback Deshaun Watson durch Jamel Dean führte Winston sein Team doch noch zum Ausgleich: Winston fand Justin Watson für einen 8-Yard-Touchdown-Pass mit 13 Sekunden auf der Uhr. 17:17.

  • Watson (19/32, 184 YDS, INT) wiederum hatte auch nicht seinen besten Tag, wurde jedoch auch von zwei Faktoren behindert: Zum einen verletzte er sich im Laufe des Spiels am rechten Fuß und musste behandelt werden. Zum anderen verlor er Wide Receiver Will Fuller im zweiten Viertel mit einer Leistenverletzung. Der häufig verletzte Deep Threat war von Houston in den vergangenen Wochen stets schwer zu ersetzen.

  • Winston hat nun 24 Spiele mit mehreren Interceptions. Das sind die meisten seit seinem NFL-Debüt 2015 insgesamt in der Liga. Zudem ist Winston nun der fünfte Spieler mit 30 Touchdown-Pässen und 25 Interceptions in einer Saison. Mit zwei weiteren Interceptions wäre er der erste Spieler überhaupt, der in einer Saison für 30 Touchdowns und 30 Interceptions geworfen hätte.

New England Patriots (12-3) - Buffalo Bills (10-5)

Ergebnis: 24:17 (7:3, 3:7, 3:7, 11:0) BOXSCORE

  • Analyse: Patriots gewinnen AFC East nach zäher Schlacht

San Francisco 49ers (12-3) - Los Angeles Rams (8-7)

Ergebnis: 34:31 (3:7, 21:14, 0:7, 10:3) BOXSCORE

  • Nach durchwachsenem Beginn drehte 49ers-Quarterback Jimmy Garoppolo (26/27, 248 YDS, TD, 2 INT) so richtig auf. Mit einem 46-Yard-Pass auf einen weit offenen Emmanuel Sanders brachte er sein Team in Position, wenig später war es Robbie Gould, der aus 33 Yards für die Entscheidung sorgte. Die 49ers halten damit die Hoffnungen auf den NFC-West-Titel und den Top-Seed in der NFC aufrecht, die Rams wiederum sind offiziell aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden.

  • Schon früh im Spiel deutete sich eine regelrechte Achterbahnfahrt in diesem Spiel an. Die Rams gingen mit ihrem ersten Drive in Führung - Jared Goff fand Brandin Cooks für einen 10-Yard-Touchdown-Pass in der Endzone. Die Antwort der Niners war dann ein Field Goal, das auf einen 81-Yard-Kick-Off-Return von Richie James folgte.

  • Das größte Feuerwerk war dann im zweiten Viertel zu bestaunen: Zunächst warf Jimmy Garoppolo noch im ersten Viertel eine Interception zu Jalen Ramsey. Daraufhin erzielten die Rams durch Todd Gurley einen Touchdown. Es folgten vier weitere Touchdowns auf beiden Seiten in Serie. Niners-Rookie-Receiver Deebo Samuel lief zu einem 19-Yard-Score, Gurley erzielte seinen zweiten TD, Running Back Raheem Mostert schlug für die Niners zurück und dann gingen die Hausherren in der letzten Minute vor der Pause noch durch einen 46-Yard-Pick-Six durch Fred Warner mit 24:21 in Führung.

  • 2:30 Minuten vor Spielende gelang den Rams der Ausgleich durch ein 52-Yard-Field-Goal von Greg Zuerlein. Zuvor hatten Cooper Kupp für L.A. und George Kittle für San Francisco Touchdowns erzielt.

  • Mosterts Touchdown war derweil ein ganz besonderer: es war der 20. Rushing-TD für sein Team in dieser Saison. So viele hatten die 49ers zuletzt 1994 (23) erzielt und gewannen anschließend den Super Bowl. Gurley wiederum erzielte seinen 70. Touchdown insgesamt. Das sind die viertmeisten in den ersten fünf Saisons in der Liga in der Geschichte der NFL - er holte damit Jerry Rice ein.

New York Jets (6-9) - Pittsburgh Steelers (8-7)

Ergebnis: 16:10 (7:0, 3:10, 3:0, 3:0) BOXSCORE

  • Die Quarterback-Situation in Pittsburgh ist und bleibt ein fettes Problem. Trotz vier Interceptions in der Vorwoche durfte Devlin Hodges (11/17, 84 YDS, 2 INT) gegen die Jets erneut starten, nur um früh im Spiel zwei weitere Picks zu werfen. Mason Rudolph (14/20, 129 YDS, TD) übernahm als Quarterback, präsentierte sich deutlich besser und führte seine Steelers sogar zum 10:10-Ausgleich. Im letzten Viertel musste Rudolph allerdings verletzt raus. Sein Status für das entscheidende Spiel in Woche 17 gegen die Ravens ist noch unklar.

  • Die Niederlage wirft die Steelers im Rennen um den sechsten Playoff-Platz in der AFC zurück. Pittsburgh muss in der kommenden Woche nun die Ravens schlagen und gleichzeitig darauf hoffen, dass die Titans noch gegen die Texans siegen. Positiv für Pittsburgh: Die Ravens dürften einige ihrer Stars und Starter schonen. Negativ: Neben Rudolph verletzten sich auch Running Back James Conner (6 CAR, 32 YDS) sowie Center Maurkice Pouncey.

  • Die Jets, die selbstverständlich nichts mehr mit dem Playoff-Rennen zu tun haben, überzeugten einmal mehr durch ihre Offense früh im Spiel. Sam Darnold (16/26, 183 YDS, TD) brachte beim Touchdown-Drive der Gastgeber fünf von fünf Pässen an den Mann, Robby Anderson (2 REC, 32 YDS, TD) verbuchte einen absolut spektakulären Touchdown-Catch gegen zwei Gegenspieler. Im weiteren Spielverlauf verlor New York gegen die herausragende Steelers-Front aber mehr und mehr seinen Rhythmus.

  • Le'Veon Bell (25 CAR, 72 YDS, 4 REC, 21 YDS) konnte sich somit über einen Sieg gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber freuen. Der Running Back hatte einen ereignisreichen aber wenig effektiven Abend. Bell bekam zwar 25 Carries, verbuchte allerdings gerade mal 2,9 Yards pro Run.

Tennessee Titans (8-7) - New Orleans Saints (12-3)

Ergebnis: 28:38 (14:0, 0:10, 7:21, 7:7) BOXSCORE

  • Michael Thomas (12 REC, 136 YDS, TD) schreibt NFL-Geschichte! Mit seinem elften Catch gegen die Titans brach der Wide Receiver der Saints den Rekord von Marvin Harrison aus dem Jahr 2002, der damals 143 Catches in einer Saison verzeichnen konnte. Thomas beendete das Spiel letztlich mit zwölf Catches und steht in dieser Saison somit bei 145 Receptions. Darüber hinaus brach Thomas auch noch Randy Moss' Bestmarke für die meisten Receiving Yards in den ersten vier Jahren einer Karriere.

  • Für die Titans hat die Niederlage derweil weniger negative Auswirkungen, als man meinen könnte. Nämlich: Praktisch keine. Durch die Niederlage der Steelers gegen die Jets ist Tennessee trotz der eigenen Pleite auf den zweiten Wildcard-Platz der AFC gesprungen und kontrolliert somit das eigene Schicksal. Im direkten Duell mit den Texans genügt dem Team von Head Coach Mike Vrabel, um in die Playoffs einzuziehen.

  • Dann werden die Titans wohl auch wieder auf Derrick Henry setzen können. Der Running Back setzte gegen die Saints aus, vermutlich auch aufgrund der überschaubaren Bedeutung des Spiels für Tennessee. Ohne Henry übernahm Dion Lewis (15 ATT, 68 YDS, REC, 19 YDS) die Rolle des Lead Backs, das Team verbuchte jedoch auch so ganze 149 Rushing Yards. Entscheidend war dabei auch A.J. Brown (ATT, 49 YDS, TD, REC, 34 YDS), der einen Endaround über 48 Yards bis in die Endzone trug. Ryan Tannehill (17/27, 272 YDS, 3 TD) warf zudem drei weitere Touchdowns ohne Interceptions und zeigte erneut einen sehr guten Auftritt.

  • Drew Brees (27/38, 279 YDS, 3 TD) verpasste auf Seiten der Gäste den Rekord für die meisten Spiel übergreifenden Completions in Serie, dafür hätte er vier Stück zum Start der Begegnung gebraucht. Dennoch zeigte der Veteran eine weitere herausragende Vorstellung. Auch Brees warf für drei Touchdown-Pässe ohne Interception. Jared Cook (3 REC, 84 YDS, 2 TD) fing zwei TD-Pässe, zudem überzeugte Alvin Kamara (11 CAR, 80 YDS, 2 TD, 6 REC, 30 YDS).

Seite 2: Ravens sichern Top-Seed - Bengals den Top-Pick

Indianapolis Colts (7-8) - Carolina Panthers (5-10)

Ergebnis: 38:6 (14:0, 7:3, 3:3, 14:0) BOXSCORE

  • Was für ein Tag für Nyheim Hines! In einem Spiel, in dem die Colts ihren Gästen in praktisch allen Belangen überlegen waren, verzeichnete der Running Back drei Punt-Returns für 84, 71 und 40 Yards. Hines schloss das Spiel somit mit 195 Punt-Return-Yards und zwei Punt-Return-Touchdowns ab! Als erster Spieler seit 2012 konnte er zwei solcher Touchdowns verbuchen.

  • Einen deutlich weniger erfolgreichen Auftritt legte derweil Will Grier (27/44, 224 YDS, 3 INT) hin. Der Rookie-Quarterback ersetzte Kyle Allen als Starting Quarterback der Panthers und feierte sein NFL-Debüt in dieser Rolle. Grier präsentierte sich allerdings äußerst wacklig, ließ eine Touchdown-Chance zu Greg Olsen liegen und warf drei Interceptions. Eine eindrucksvolle Bewerbung für eine dauerhafte Starter-Rolle sieht anders aus.

  • Ein Spieler, der von Griers Auftreten profitierte war allerdings Christian McCaffrey (13 CAR, 54 YDS, 15 REC, 119 YDS). Der Star-Runner der Panthers verzeichnete 15 Catches, mehr als die Hälfte für die Gäste. Damit schraubte McCaffrey seine Ausbeute ein Spiel vor dem Saisonende auf 109 Receptions hoch und brach so den Rekord für die meisten Catches eines Running Backs in einer Saison - den er in der Vorsaison selbst aufgestellt hatte. Damals gelangen dem 23-Jährigen 107 Catches.

  • Die Colts offenbarten derweil schonungslos die große Schwäche der Panthers: Ihre Run-Defense. Indy lief für 218 Yards, Marlon Mack (16 ATT, 95 YDS, TD, 2 REC, 6 YDS) und Jordan Wilkins (9 ATT, 84 YDS, TD) verzeichneten beide mehr als 80 Rushing Yards und liefen für deutlich mehr als 5 Yards pro Run. Jacoby Brissett (14/27, 119 YDS, 3 ATT, 37 YDS) genügten gerade mal 119 Passing Yards, kein einziger Colts-Spieler schaffte mehr als 26 Receiving Yards.

Miami Dolphins (4-11) - Cincinnati Bengals (1-14)

Ergebnis: 38:35 OT (14:0, 6:7, 6:7, 7:23, 3:0) BOXSCORE

  • Es steht fest: Die Cincinnati Bengals werden den ersten Pick im NFL Draft 2020 haben, eine Niederlage im "Tank Bowl" gegen die Dolphins machte dies nun endgültig klar - aber wie! Nach einem herausragenden Start von Miami und Fitzmagic kämpften sich die Bengals im letzten Viertel von einem scheinbar uneinholbaren Rückstand zurück. Innerhalb der letzten 30 Sekunden sicherte Cincy einen Onside-Kick, warf einen Touchdown mit null verbleibenden Sekunden auf der Uhr und spielte eine Two-Point-Conversion erfolgreich aus. Beim dritten Drive der Verlängerung sorgte Jason Sanders dann schließlich für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

  • Beide Quarterbacks, die womöglich ihre letzte Saison bei ihrem aktuellen Team spielen, lieferten sich dabei einen spektakulären Schlagabtausch. Ryan Fitzpatrick (31/52, 419 YDS, 4 TD, INT, 5 ATT, 9 YDS) startete brandheiß ins Spiel, Andy Dalton (33/56, 396 YDS, 4 TD) drehte im letzten Viertel auf. Beide warfen letztendlich für mehr als 390 Passing Yards und vier Touchdowns.

  • Auch jeweils ein Receiver erlebte auf beiden Seiten einen großen Abend. DeVante Parker (5 REC, 111 YDS, TD) setzte seine beeindruckende Saison fort und fing seinen neunten Touchdown der laufenden Spielzeit - so viele wie in seinen ersten vier Saisons in der NFL zusammen. Tyler Boyd fing auf der Gegenseite neun Pässe für 128 Yards und zwei Touchdowns.

  • Über ein echtes Highlight durfte sich zudem Defensive Tackle Christian Wilkins (REC, YD, TD) freuen. Der Rookie durfte bei einem Goal-Line-Play der Dolphins-Offense zu Beginn des Spiels mit aufs Feld und fing glatt einen Touchdown. Wilkins hätte den Ball um ein Haar gedroppt, letztlich zählte der Score jedoch, es war die 7:0-Führung für die Heimmannschaft.

Cleveland Browns (6-9) - Baltimore Ravens (13-2)

Ergebnis: 15:31 (0:0, 6:14, 3:7, 6:10) BOXSCORE

  • Es ist soweit, zum ersten Mal in ihrer Franchise-Geschichte erobern die Ravens Platz eins in der AFC - selbst bei ihren zwei Super-Bowl-Siegen starteten sie nur als vierter Platz in die Playoffs. Durch den Sieg in Cleveland hat Baltimore somit eine Bye Week in der Wildcard Round der AFC-Playoffs sowie den Heimvorteil in allen Playoff-Spielen bis zum Super Bowl garantiert. Darüber hinaus kann das Team von Head Coach John Harbaugh in der kommenden Woche gegen die Pittsburgh Steelers zahlreiche Leistungsträger wie Lamar Jackson schonen.

  • Dabei starteten die Ravens offensiv ungewöhnlich schwach in das Spiel. Weniger als zwei Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte hatte Baltimore noch null Punkte auf dem Konto. Noch vor der Pause gelangen Lamar Jackson (20/31, 238 YDS, 3 TD, 17 ATT, 103 YDS) allerdings zwei Touchdown-Pässe auf Mark Andrews (6 REC, 93 YDS, 2 TD) - auch weil die Browns bei ihrem Drive mit drei Incompletions keine Zeit von der Uhr nahmen. Mit ihren ersten beiden Drives in Halbzeit zwei erzielten die Gäste dann einen Touchdown und ein Field Goal.

  • Die Gastgeber ließen derweil einmal mehr zu viele Möglichkeiten liegen. Nick Chubb (15 ATT, 45 YDS) kam, ganz anders als noch im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams, überhaupt nicht zur Entfaltung, Cleveland musste trotz teilweise sehr guter Field Position bei fünf seiner ersten sechs Drives punten. Baker Mayfield (20/33, 192 YDS, 2 TD, INT) und die Offense wurden von den eigenen Fans lautstark ausgebuht, Odell Beckham Jr. (4 REC, 44 YDS, TD), der in der zweiten Halbzeit einen Touchdown fing, geriet an der Seitenlinie mit seinem Head Coach Freddie Kitchens aneinander.

  • Fraglich bleibt derweil allerdings noch, inwieweit die Ravens sich ihren Sieg teuer erkaufen mussten. Mark Ingram (8 ATT, 55 YDS, 2 REC, 36 YDS, TD) musste die Begegnung im vierten Viertel aufgrund einer Wadenverletzung verletzten, auch Jackson und Andrews humpelten merklich. Immerhin: Schont Baltimore seinen Starter in der kommenden Woche, erhalten diese mehr als zwei Wochen Pause, um sich zu erholen.

Atlanta Falcons (6-9) - Jacksonville Jaguars (5-10)

Ergebnis: 24:12 (14:0, 3:3, 0:3, 7:6) BOXSCORE

  • Sollte dies wirklich ein Spiel um die Zukunft der beiden Head Coaches gewesen sein, so kann Dan Quinn in den kommenden Nächten womöglich ein bisschen ruhiger schlafen. Seine Falcons gingen gegen Jacksonville bereits mit 14:0 in Front, ehe die Jaguars auch nur einen offensiven Snap gespielt hatten. Im weiteren Spielverlauf lieferten sich beide Teams einen über weite Strecken qualitativ wenig hochwertigen Schlagabtausch.

  • Michael Walker verlor den Ball beim ersten Kickoff in Richtung der Gäste, sodass die Falcons nach weniger als sechs Minuten Spielzeit bereits mit 14:0 vorne lagen. Devonta Freeman (13 ATT, 53 YDS, TD, 9 REC, 74 YDS, TD) schloss die ersten beiden Drives von Atlanta jeweils mit einem Touchdown ab.

  • Julio Jones (10 REC, 166 YDS) erlebte derweil einen tollen Abend. Der Wide Receiver verbuchte zehn Catches für 166 Yards und spielte damit sein wohl stärkstes Spiel der laufenden Saison. Darüber hinaus knackte er die Marke von 12.000 Receiving Yards - und das schneller als jeder Spieler in der NFL-Geschichte vor ihm.

  • Gardner Minshew II (13/31, 181 YDS, TD) zeigte auf Seiten der Jaguars eine wenig beeindruckende Leistung. Der Rookie, der sich nach wie vor als dauerhafte Starter-Option in Jacksonville empfehlen will, warf zwar einen Touchdown und blieb ohne Interception, konnte den Ball über weite Strecken des Spiels aber kaum bewegen. Letztendlich beendete er die Begegnung mit einer Completion Percentage von weniger als 50 Prozent.

Washington Redskins (3-12) - New York Giants (4-11)

Ergebnis:

41:35 OT (7:14, 7:14, 7:7, 14:0, 0:6) BOXSCORE

  • Der Burrow Bowl in Miami ging in die Verlängerung und tatsächlich galt das gleiche für das Spiel der strauchelnden Redskins und Giants - für viele das Spiel um den zweiten Pick im Draft und damit um Ohio States Edge Rusher Chase Young. Letztendlich entschied Daniel Jones (28/42, 352 YDS, 5 TD, 3 ATT, 12 YDS) das Spiel in der Overtime durch einen Touchdown-Drive und ermöglichte Washington somit alle Chancen auf den Nummer-zwei-Pick.

  • Jones, der erste Pick der Giants im Draft 2019 zeigte eine ebenso starke Vorstellung wie Saquon Barkley (22 ATT, 189 YDS, TD, 4 REC, 90 YDS, TD), der erste Pick der Giants im Draft 2020. Jones verbuchte fünf Touchdown-Pässe ohne Interception, darunter auch den Gamewinner. Barkley verzeichnete fast 300 Scrimmage Yards, sein erstes 100-Yard-Rushing-Spiel der Saison und zwei Touchdowns.

  • Auf Seiten der Redskins zeigte auch Dwayne Haskins (12/15, 133 YDS, 2 TD) eine richtig gute Leistung - bis er in der Pocket von zwei Gegenspielern gleichzeitig getroffen wurde und den Rest des Spiels verletzt verpasste. Haskins erklärte nach dem Spiel, er wäre gerne aufs Feld zurückgekehrt, Redskins-Owner Dan Snyder sprach sich jedoch dagegen aus.

  • In Haskins' Abwesenheit übernahm Case Keenum (16/22, 158 YDS, TD, ATT, YD, TD), der sich ebenfalls stark präsentierte und Washington bis in die Overtime führte - inklusive beeindruckendem 99-Yard-Drive von der eigenen Ein-Yard-Linie. Steven Sims Jr. (2 ATT, 9 YDS, 6 REC, 64 YDS, 2 TD) überraschte mit zwei Receiving Touchdowns.

Seite 3: Eagles schaffen Vorentscheidung - Rückschlag für Seahawks

Denver Broncos (6-9) - Detroit Lions (3-11-1)

Ergebnis: 27:17 (0:3, 10:7, 3:7, 14:0) BOXSCORE

Ein spätes Comeback bescherte den Broncos einen Heimsieg über die Lions, deren Pleitenserie nun bei acht Spielen - sie verloren elf ihrer letzten zwölf Spiele insgesamt - angekommen ist. Die Broncos begannen das vierte Viertel mit vier Punkten Rückstand und erzielten dann noch zwei Touchdowns in Serie, um das Spiel zu drehen.

In Führung ging Denver durch einen kurzen Touchdown-Pass von Drew Lock auf DaeSean Hamilton. Für den Wide Receiver war es zugleich der erste Touchdown der Saison. Mitte des Schlussviertels sorgte schließlich Phillip Lindsay mit einem 27-Yard-Touchdown-Lauf für die Entscheidung in der Mile High City.

Das Laufspiel der Broncos erwies sich als große Stärke des Teams. Insgesamt liefen sie für 150 Yards (33 CAR). Lindsay allein kam auf 109 Yards (19 CAR) und ebenjenen Touchdown zum Schluss. Bei den Lions, die ihrerseits für 96 Yards (21 CAR) liefen, gab indes Kerryon Johnson (10 CAR, 42 YDS) sein Comeback nach langer Verletzungspause.

 

Los Angeles Chargers (5-10) - Oakland Raiders (7-8)

Ergebnis: 17:24 (0:7, 7:7, 7:7, 3:3) BOXSCORE

  • Mit knapp 90 Sekunden auf der Uhr im vierten Viertel verkürzte Chargers-Kicker Michael Badgley auf einen Touchdown Unterschied. Mehr jedoch war den Chargers in ihrem letzten Spiel überhaupt im Dignity Health Sports Park nicht vergönnt. Durch dieses Ergebnis bleiben derweil die Raiders im Playoff-Rennen! Sie benötigen zwar weiterhin jede Menge Schützenhilfe, rechnerisch aber besteht noch eine Chance.

  • Allzu groß dürfte der Abschiedsschmerz bei den Chargers jedoch nicht sein. Einmal mehr waren die Gästefans den Heimfans im Fußballstadion der Los Angeles Galaxy numerisch und akustisch überlegen. Das ging so weit, dass Philip Rivers gerade gegen Ende auf Silent Count gehen musste, um überhaupt einen Spielzug zu starten.

  • Rein sportlich machten die Raiders ohnehin den besseren Eindruck. Sie bewiesen gute Balance in der Offensive, liefen für 99 Yards (2 TD) und erzielten durch die Luft 291 Yards. Wide Receiver Hunter Renfrow (7 REC, 107 YDS, TD) ebnete den Weg, während selbst Quarterback Derek Carr einen Touchdown-Lauf hinlegte. Auf der anderen Seite jedoch funktionierte das Laufspiel so gut wie gar nicht. Melvin Gordon erzielte zwar 2 Rushing Touchdowns, doch insgesamt lief L.A. für nur 19 Yards (16 CAR).

  • Überschattet wurde die Partie von einer Verletzung von Raiders-Defensive-Back Trayvon Mullen, der minutenlang auf dem Feld behandelt werden musste, ehe er abtransportiert wurde. Die Verletzung lag offenbar im Hals- oder Nackenbereich vor. Eine genaue Diagnose ist noch nicht bekannt.

Seattle Seahawks (11-4) - Arizona Cardinals (5-9-1)

Ergebnis: 13:27 (7:7, 0:10, 0:3, 6:7) BOXSCORE

  • Rückschlag für die Seattle Seahawks. Hatten sie bislang noch ihr Playoff-Schicksal gänzlich in der eigenen Hand, wird es nun deutlich komplizierter. Weiterhin gilt: Die Seahawks würden die NFC West gewinnen, wenn sie in Woche 17 die San Francisco 49ers schlagen. Doch ob es noch für die Top-Seeds der Conference reicht, steht in den Sternen.

  • Running Back Kenyan Drake legte einmal mehr eine herausragende Vorstellung hin. Der Running Back der Cardinals war nicht zu halten, lief für 166 Yards (24 CAR) und erzielte 2 Touchdowns. Insgesamt liefen die Cardinals für sagenhafte 253 Yards (40 CAR).

  • Herausragend bei den Gästen präsentierte sich auch Edge-Rusher Chandler Jones, dem 4 Sacks gelangen. Zudem erzwang er einen Fumble. Umso bemerkenswerter ist der Erfolg Arizonas auch deshalb, weil QB Kyler Murray im dritten Viertel mit einer Oberschenkelverletzung raus musste. Backup Brett Hundley brachte anschließend die Partie zu Ende.

  • Im Spiel wurde gleich mehrfach Geschichte geschrieben! Zunächst wurde Cardinals-Wide-Receiver Larry Fitzgerald zum zweiten Spieler insgesamt, der die 17.000-Yard-Receiving-Marke erreicht hat. Der andere? Jerry Rice! Und dann krönte sich Seahawks-Quarterback Russell Wilson zum All-Time-Passing-Leader der Franchise und überholte damit Matt Hasselbeck.

Philadelphia Eagles (8-7) - Dallas Cowboys (7-8)

Ergebnis: 17:9 (10:0, 0:6, 7:0, 0:3) BOXSCORE

  • Die Philadelphia Eagles haben einen großen Schritt Richtung NFC-East-Titel gemacht. Durch diesen Heimsieg haben sie sich gewissermaßen einen Matchball gesichert. Nun benötigen sie lediglich noch einen Sieg über die New York Giants in Woche 17, um die Division zu gewinnen. Die Cowboys wiederum brauchen einen Sieg über die Redskins und eine Pleite der Eagles.

  • Die Eagles erwischten den besseren Start und gingen nach einem Field Goal durch einen 6-Yard-Touchdown-Pass von Carson Wentz auf Tight End Dallas Goedert 10:0 im ersten Viertel in Führung. Eine Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr hergaben.

  • Den Cowboys gelangen im gesamten Spiel ganze drei Field Goals durch Kai Forbath. Mehr war nicht drin, auch weil sie zu viele Fehler machten beziehungsweise falsche Entscheidungen trafen. Bitter war etwa der Fumble von Tony Pollard bei einem 3rd-and-1 zu Beginn des dritten Viertels an der gegnerischen 25. Ein Play, bei dem Top-Rusher Zeke Elliott draußen saß. Auch die Entscheidungen, bei den Field Goals jeweils auf solche zu gehen, anstatt vierte Versuche auszuspielen, dürfen hinterfragt werden.

  • Die Eagles überzeugten im Laufspiel (30 CAR, 118 YDS, TD), während die Cowboys eben dort große Probleme aufwiesen und im Schnitt für nur 3,4 Yards liefen. Elliott lief für 47 Yards (13 CAR) und blieb im so wichtigen Spiel blass.

Chicago Bears (7-8) - Kansas City Chiefs (11-4)

Ergebnis: 3:26 (0:7, 0:10, 3:0, 0:9) BOXSCORE

  • Analyse: Souveräne Chiefs lassen Bears keine Chance

Minnesota Vikings (10-4) - Green Bay Packers (11-3)

Ergebnis: 10:23 (3:3, 7:6, 0:8, 0:6) BOXSCORE

  • Analyse: Abrissbirne Smith und Jones führen Packers zum Division-Sieg

Mehr bei SPOX: Patriots gewinnen AFC East nach zäher Schlacht

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