NHL: Draisaitl erfolgreich wie kein Deutscher zuvor

Den Treffer für die Geschichtsbücher erzielte Leon Draisaitl im Stile eines ganz Großen. Höchst aufmerksam fing der NHL-Star der Edmonton Oilers erst einen Pass ab, deutete dann ein Zuspiel an und versenkte den Puck letztlich aus spitzem, schier unmöglichem Winkel eiskalt im Tor. "Ich freue mich sehr über die Marke", sagte der seit Freitag erfolgreichste deutsche Punktejäger in der Geschichte der besten Eishockey-Liga der Welt: "Ich werde weiter alles geben."

Den Treffer für die Geschichtsbücher erzielte Leon Draisaitl im Stile eines ganz Großen. Höchst aufmerksam fing der NHL-Star der Edmonton Oilers erst einen Pass ab, deutete dann ein Zuspiel an und versenkte den Puck letztlich aus spitzem, schier unmöglichem Winkel eiskalt im Tor. "Ich freue mich sehr über die Marke", sagte der seit Freitag erfolgreichste deutsche Punktejäger in der Geschichte der besten Eishockey-Liga der Welt: "Ich werde weiter alles geben."

Draisaitl, gerade mal 21 Jahre alt, steht nach dem 7:4-Erfolg seiner Oilers gegen die Boston Bruins bei 61 Scorerpunkten. Mit einer wieder mal überragenden Leistung hatte der Stürmer dabei durch seinen Assist zunächst den deutschen Rekord von Bundestrainer Marco Sturm (59 Zähler) aus der Saison 2005/06 eingestellt, mit dem Tor und einem weiteren Zuspiel wenig später gar übertroffen.

"Der Vergleich mit Marco ehrt mich natürlich", sagte der Kölner, fügte bescheiden und beeindruckt aber an: "Er hat ungeachtet der Scorerpunkte über Jahre hinweg überragende Leistungen in der NHL gebracht. So weit bin ich noch nicht." Noch nicht.

Draisaitl gehört dennoch nicht erst seit der historischen Partie im Rogers Place zu den herausragenden Akteuren in der besten Liga der Welt. Nach einer schwachen ersten Saison war er bereits im Vorjahr an 51 Toren direkt beteiligt gewesen, momentan belegt er ligaweit den 18. Platz der Scorerwertung - vor Superstars wie dem Russen Alexander Owetschkin oder dem Schweden Henrik Zetterberg.

"Leon hat noch mal einen Schritt nach vorne gemacht. Er ist der geborene Scorer, und es macht Spaß, ihm zuzusehen", sagte der entthronte Marco Sturm dem SID: "Er hat sich diese Marke absolut verdient. Das war nur eine Frage der Zeit.

Sturm wird den Werdegang des Supertalents allerdings auch mit einem weinenden Auge verfolgen, denn mit dem Sieg bleiben die Kanadier auf Play-off-Kurs. Das reduziert die Chancen auf Draisaitls Start bei der Heim-WM im Mai in Köln erheblich, das Nationalteam müsste somit ohne seinen wichtigsten Spielgestalter auskommen.

Lob von allen Seiten

"Leon spielt schlichtweg hervorragend, offensiv und defensiv", sagte Sturm. Oilers-Coach Todd McLellan bezeichnete seinen Schlüsselspieler unterdessen als einen "Leader", der "von einem Jungen zu einem Mann geworden ist". Die Folge: Draisaitl erhält viel Einsatzzeit, ist sowohl in Über- als auch in Unterzahl auf dem Eis.

Im Spiel gegen die Bruins waren von den Stürmern einzig Kapitän Connor McDavid und Ryan Nugent-Hopkins länger im Einsatz. "Jeder weiß, was für ein großartiger Spieler und wie wichtig er für uns ist", sagte Teamkollege Milan Lucic, der 2011 mit den Bruins schon den Stanley Cup gewonnen hatte.

Der Gewinn der begehrten Trophäe ist auch für Draisaitl das große Ziel - selbstverständlich neben all den persönlichen Erfolgen. "Ich werde weiter meine Leistung bringen", sagte Draisaitl, der Ende Januar nach 156 NHL-Spielen und damit so früh wie kein Deutscher seinen 100. Scorerpunkt verbucht hatte. "Ich hoffe, es kommen noch eine Menge Punkte dazu." Der Weg stimmt.

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