NHL: Penguins posten Foto mit Fans in Photoshop-Masken

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Das ging nach hinten los: Das NHL-Team Pittsburgh Penguins postete ein Foto von Fans in Masken. Doch es stellte sich heraus: Die Masken waren im Nachhinein ins Bild gebastelt worden.

Die Pittsburgh Penguins sind in der NHL am Start. (Bild: Jeanine Leech/Icon Sportswire via Getty Images)
Die Pittsburgh Penguins sind in der NHL am Start. (Bild: Jeanine Leech/Icon Sportswire via Getty Images)

In den US-amerikanischen Profi-Ligen wird zum Teil schon wieder vor Zuschauern gespielt. Beim Superbowl waren 22.000 Zuschauer im Stadion, viele davon bereits geimpfte Pflegekräfte. Aber auch beim Basketball und Eishockey sind je nach Vorschriften der jeweiligen US-Bundesstaaten schon wieder einige Zuschauer in den Arenen erlaubt.

So auch bei den Pittsburgh Penguins in der Eishockey-Liga NHL. Die wollten sich bei ihren Fans mit einem Post für die Unterstützung bedanken und veröffentlichten ein Foto auf ihren Social-Media-Accounts. Darauf zu sehen ein paar Penguins-Fans, die auf die Sitze verteilt sind und allesamt ordnungsgemäß ihre Gesichtsmasken tragen. "Wir mussten es nur noch einmal sagen... Danke für die anhaltende Unterstützung, Penguins-Fans", schrieb das Team zu dem Post. "Wir können es nicht erwarten, euch morgen Abend zu sehen."

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Doch das Problem an der Geschichte: Die Fans hatten offensichtlich beim 5:2-Sieg gegen die Philadelphia Flyers in der PPG Paints Arena keineswegs alle Masken getragen. Wie die Pittsburgh Post-Gazette berichtete, war es das erste Spiel vor den eigenen Fans seit dem 2. März 2020 zu Beginn der Pandemie. Obwohl nur 2.800 Zuschauer erlaubt sind, gilt zudem eine strenge "Null Toleranz"-Strategie, nach der jeder Anwesende durchgehend eine Maske tragen muss.

Ein Pinguin beim Twittern?

Auf dem Original-Foto von Getty ist aber zu sehen, dass eine Frau in der oberen rechten Bildecke gar keine Maske trug und zwei weitere ihre Masken nachlässig aufgesetzt hatten. User auf Twitter machten die Penguins auf ihre Entdeckung aufmerksam: "Entweder setzt ihr die Regeln durch oder nicht. Aber belügt uns nicht darüber", schrieb ein erboster Fan. Ein anderer User vermutete, dass der Twitter-Account des Teams offenbar von einem "echten Pinguin" betrieben würde und fügte hinzu: "Ohne Finger ist Photoshop schwierig."

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Am Donnerstag veröffentlichten die Penguins ein Statement, in dem sie zugaben, dass das Foto verändert worden war. "Wir sind froh darüber, dass unsere Fans zurück in der PPG Paints Arena sind." Man bemühe sich, den Vorgaben der medizinischen Berater zu folgen, um die Sicherheit der Fans zu gewähren. "Wir haben eine "Null-Toleranz"-Regel und unsere Arena-Angestellten gehen durch die Reihen, um die Einhaltung sicher zu stellen." Der für Social Media zuständige Mitarbeiter habe bestimmt in guter Absicht gehandelt, sich aber falsch verhalten, räumte das Team in dem Statement ein. "Unser Social-Media-Team sollte niemals veränderte Fotos unserer Fans veröffentlichen." Das sei ein Verstoß gegen die eigenen Social-Media-Regeln und der Mitarbeiter sei bestraft worden.

Das Thema wird nicht nur die Penguins weiter begleiten. Der Gouverneur des Staates Pennsylvania, Tom Wolf, hatte die Corona-Einschränkungen kürzlich gelockert. Seitdem dürfen bei Innenveranstaltungen wieder bis zu 15 Prozent der Zuschauer teilnehmen. In anderen US-Bundesstaaten wie zuletzt Texas wurde die Maskenpflicht sogar komplett aufgehoben.

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