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NHL-Star nach Foul rassistisch beleidigt

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NHL-Star nach Foul rassistisch beleidigt
NHL-Star nach Foul rassistisch beleidigt

Dieser Eklat überschattet die komplette Serie!

Im NHL-Halbfinale der Western Conference setzte sich Colorado Avalanche mit 4:2 gegen die St. Louis Blues durch und zog damit in die Conference Finals ein, wo es gegen Leon Draisaitl und seine Edmonton Oilers geht. Doch viel mehr als über die Serie an sich wird über die Aktion von Nazem Kadri in Spiel drei und deren Folgen geredet.

Der 31-Jährige prallte in den Playoffs mit dem gegnerischen Goalie zusammen, woraufhin dieser eine Verletzung am Unterkörper erlitt und für den Rest der Saison außer Gefecht gesetzt wurde. (NEWS: Alles Wichtige zur NHL)

Nach unglücklicher Szene: Nazem Kadri wird zum Buhmann

Eine unglückliche Szene, wie sie im Eishockey aber immer wieder vorkommen kann. Daher muss Kadri in diesem Fall in Schutz genommen werden. Zwar ist der 31-Jährige dafür bekannt, in wichtigen Spielen seine Nerven nicht im Griff zu haben. 16 Playoff-Spiele verpasste er in den vergangenen Jahren wegen Frustfouls oder überharter Attacken.

Diesmal war jedoch keine Absicht zu erkennen. Am Ende des Tages war es einfach Pech für den Blues-Goalie Jordan Binnington.

Rassistische Drohungen im Internet

Umso beschämender, was im Anschluss an diesen Vorfall passierte: In den sozialen Medien prasselten auf Kadri, der libanesische Wurzeln hat, und dessen Familie rassistische und islamfeindliche Beleidigungen ein. „Leider muss ich mich schon lange mit diesen Dingen herumschlagen. Das ist traurig und schlimm, aber ich versuche so zu tun, als gäbe es diese nicht“, versuchte er eine Reaktion auf diese Posts.

Vor Spiel vier in St. Louis entschied sich die Polizei sogar dafür, aufgrund der Drohungen die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Avalanche-Hotel und den Spielereingang am Enterprise Center zu verstärken.

Blues-Coach Craig Berube agiert mehr als unglücklich

Und auch Blues-Coach Craig Berube gab in der Causa keine glückliche Figur ab. Direkt nach dem Spiel sagte er zu der Szene: „Schauen Sie sich den Ruf von Kadri an. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe“ und schob Colorados Nummer 91 so eine Schuld an der Verletzung zu. Vor Spiel vier gab er dann nur ein „Kein Kommentar“ zu den Beleidigungen im Internet ab. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der NHL)

Am Tag vor Spiel fünf ruderte er jedoch zurück und gab an, dass er diesen Nicht-Kommentar erklären möchte. Dabei bezeichnete er die rassistischen Drohungen als „in keiner Weise akzeptabel“. Da er jedoch nicht in den sozialen Medien unterwegs sei, sei er sich der rassistischen Äußerungen gegen Kardi nicht bewusst gewesen. „Auf keinen Fall ist es für die St. Louis Blues oder irgendjemand anderen akzeptabel, dass er so etwas durchmachen muss.“

Kadri antwortet auf seine Art

Der Mann aus Ontario reagierte jedoch auf seine eigene Art auf diese Anfeindungen. In Spiel vier sorgte er mit einem Hattrick fast im Alleingang für den 6:3-Erfolg seiner Avalanche. „Das ist für die, die hassen“, sagte er nach dem Spiel.

Um diesen Hass in Zukunft im Eishockey nicht mehr erleben zu müssen, ist er Mitglied der Hockey Diversity Alliance. Diese im Juni 2020 gegründete Gruppe engagiert sich mit aktuellen und ehemaligen NHL-Spielern im Kampf gegen Rassismus.

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