Aus dem Nichts: Dieser Mann macht Gladbach stärker

·Lesedauer: 4 Min.
Aus dem Nichts: Dieser Mann macht Gladbach stärker
Aus dem Nichts: Dieser Mann macht Gladbach stärker
Aus dem Nichts: Dieser Mann macht Gladbach stärker

Der 1:0-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund war endlich der gewünschte Befreiungsschlag für Borussia Mönchengladbach. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die positive Überraschung des Spiels: Kouadio Koné, kurz Manu Koné genannt. Der 20-Jährige stand gegen Dortmund überraschend in der Startelf und verdrängte arrivierte Spieler wie Christoph Kramer oder Florian Neuhaus auf die Bank.

Koné rechtfertigte seine Aufstellung mit einem sehr starken Debüt. Der 20-jährige Franzose beackerte das Mittelfeld, zeigte sich extrem zweikampfstark und für sein Alter sehr abgeklärt. Er gewann insgesamt sieben Zweikämpfe, sprintete 16-mal und legte in seinen 73 Einsatzminuten neun Kilometer zurück.

Auch vier Tage nach seiner Premiere hat der Youngster noch Adrenalin im Blut, wie er auf der Website der Borussia verriet.

Koné: „Daran werde ich mich immer erinnern“

„Das Stadion, diese Emotionen, das hat mich gepackt. Es war mein erstes Mal so, und ich weiß, dass ja noch nicht einmal alle Fans dabei sein durften und das Stadion nur halbvoll war. Und selbst dafür war es unglaublich. Daran werde ich mich immer erinnern: Erstes Spiel, erster Sieg im Borussia-Park.“

Dabei hatte Koné die Heimspiele gegen den FC Bayern (1:1) und Bielefeld (3:1) schon auf der Tribüne verbracht und hatte eine Vorahnung, wie die Atmosphäre sein würde. „Aber ich wollte sie unbedingt am eigenen Leib erfahren“, erklärt er. „Und auf dem Platz – das war unglaublich. Es war das erste Mal, dass ich in einem so fabelhaften Stadion gespielt habe, mit Fans, die einen solchen Lärm machen. Als ich dann ausgewechselt wurde und die Zuschauer auf meinem Weg zur Bank für mich geklatscht haben, ging mir das echt zu Herzen und hat mich sehr glücklich gemacht.“

Nervosität zeigte der Franzose nur in den Anfangsminuten - danach drehte er zunehmend auf. Neben der Stabilität, die er Gladbachs Defensive gab, hatte der defensive Mittelfeldspieler auch einige gute Aktionen nach vorne.

Fast hätte er sich für seine starke Leistung auch mit einem Tor belohnt. Nachdem er Dortmunds Thomas Meunier am Strafraum mit einer schnellen Bewegung ausgetanzt hatte, verzog er aber knapp. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Gladbach: Hütter und Hofmann sind voll des Lobes

Sein Trainer Adi Hütter war trotzdem voll des Lobes für den jungen Franzosen.

„Er ist auch ein Spieler mit viel Potenzial, und ich wollte dann auch ein anderes Element in diese Mannschaft bringen.“ Gerade die Kombination mit Denis Zakaria und Jonas Hofmann habe ihm sehr gut gefallen. „Das macht Spaß“, freute sich der Fohlen-Trainer nach dem Spiel.

Auch Mitspieler Hofmann war nach Konés Debüt begeistert. „Manu hat das super gemacht. Er war in seinem ersten Bundesliga-Spiel ruhig am Ball und abgeklärt. Das war richtig gut. Davor muss man den Hut ziehen.“

Es war Konés erstes Spiel für die Fohlen überhaupt. Gladbach hatte den 20-Jährigen im vergangenen Winter für neun Millionen Euro von Toulouse verpflichtet, ihn dann aber für die Rückrunde noch einmal nach Frankreich zurück verliehen.

In der Vorbereitung verletzte sich Koné dann nach wenigen Trainingseinheiten. Eine Innenbandverletzung verdammte den Franzosen die ganze Vorbereitung und auch die ersten Spiele der Saison zum Zuschauen. Erst vor zweieinhalb Wochen war er wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Gladbach: Koné erinnert an Renato Sanches

Trotz des schwierigen Starts gelang es ihm jetzt, sich gegen die große Konkurrenz im Gladbacher Mittelfeld durchzusetzen. Gerade in der Zentrale verfügen die Fohlen mit Florian Neuhaus, Christoph Kramer, Lászlo Bénes, sowie den gegen Dortmund ebenfalls beginnenden Zakaria und Hofmann über ein echtes Überangebot an Klassespielern. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Bei seinem Debüt zeigte Koné aber, dass er mit seiner Wucht und Dynamik eine andere Komponente in das Spiel der Borussia bringen kann, die ihr mitunter abgeht. Seine Dribblings und Tempoläufe erinnerten ähnlich wie seine auffällige Rasta-Frisur an den portugiesischen Europameister Renato Sanches.

Seine Rastazöpfe hat er auffällig gefärbt. Im TV wirkten sie grün, also in den Vereinsfarben seines neuen Klubs.

Tatsächlich sind seine Zöpfe aber wohl eigentlich eisblau gefärbt und nun ein wenig ausgeblichen. Auf seinem Instagram-Account kommentierte er einen Post nach der Färbung seiner Haare mit zwei frierenden Emojis.

Vielleicht ist diese Färbung ja auch eine persönliche Andeutung seiner Stärke. Immerhin wirkte er in seinem Debüt sehr abgeklärt, fast schon eiskalt. (SERVICE: Bundesliga-Spielplan zum Ausdrucken)

Egal ob seine Haare nun in der Vereinsfarbe grün oder doch in eis-blau gefärbt sind: Wenn Manu Koné so weiterspielt, wird er die Herzen der Fans von Borussia Mönchengladbach ganz schnell erobern.

Alles zur Bundesliga bei SPORT1:


Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.