Nico Hülkenberg: Plötzlicher Leistungsverlust kostet besseres Ergebnis

Norman Fischer

Mit einem Manöver in der letzten Runde gegen Alexander Albon konnte Nico Hülkenberg beim Rennen in Silverstone immerhin noch Platz zehn und einen Punkt retten. Zuvor hatte der Deutsche zahlreiche Probleme erlebt, die sein Rennen zu einer schwierigen Angelegenheit gemacht haben. "Ich bin ziemlich überrascht, dass ich nach all den Problemen überhaupt noch einen Punkt geholt habe", sagt er.

Das ging schon damit los, dass seine Strategie seiner Meinung nach nicht aufging. Hülkenberg wurde nach 13 Runden seinen Soft-Reifen los - zu spät, wie er meint. "Ich war wirklich in Problemen mit den Reifen." Dass anschließend das Safety-Car kam, habe seinem Rennen auch nicht sonderlich geholfen, weil viele Konkurrenten so Zeit gutmachen konnten.

Kurz nach dem Restart wagte Sergio Perez einen Angriff in Kurve 6, bei dem er sich selbst den Frontflügel abfuhr. Hülkenberg geriet dabei neben die Spur und verlor eine Position an Kimi Räikkönen. Doch auch das sollte nicht das Ende der Probleme bedeuten.

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Denn plötzlich bekam er Schwierigkeiten mit dem Motor und verlor die gesamte Hangar-Gerade an Leistung. "Es kam einfach plötzlich. Es fühlte sich an wie ein Druckverlust", meint der Renault-Pilot. Hülkenberg verlor weitere Positionen und befand sich außerhalb der Punkte, als der Motor nach diversen Rettungsaktionen wieder seinen Dienst tat. "Im Großen und Ganzen lief es nicht fantastisch."

Zumindest konnte er eben noch Rang zehn holen, weil Albon auf abgefahrenen Reifen ebenfalls Probleme hatte und auf Anweisung seiner Crew aus Sicherheitsgründen nicht in die Box fahren durfte. "Ich habe einfach versucht, ihn in den letzten Runden zu bekommen. Das Safety-Car war auch für ihn nicht toll, und er verhungerte mit seinen Medium-Reifen. Ich konnte sehen, dass er Probleme hatte."

"Ich habe mir die Position kurz vor Ende geschnappt", meint Hülkenberg, der seit dem frühen Stopp mit Hard unterwegs war. Doch das ist ihm eigentlich nicht genug: "Wir müssen besser sein als das", fordert er.

Zumindest war Renault deutlich besser als in Österreich, was Hülkenberg jedoch nur als Ausreißer nach unten sieht. "Um uns selbst zu helfen, müssen wir uns noch verbessern und einige Charakteristiken ändern."

Mit Bildmaterial von LAT.

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