Niederlande: Eisschnelllauf „in Gefahr“

Niederlande: Eisschnelllauf „in Gefahr“
Niederlande: Eisschnelllauf „in Gefahr“

Die hohen Energiekosten bedrohen die Existenz des niederländischen Eisschnelllaufs. Bis zu acht der 22 nationalen 400 m-Kunsteisbahnen stehen vor der Schließung, sagte Herman de Haan, Vorstandsvorsitzender des niederländischen Eissportverbandes KNSB, dem Online-Magazin „Schaatssen.NL“.

"Eislaufen gehört zu unserer DNA. Wenn wir nicht schnell kompensiert werden und Eisbahnen schließen müssen, ist die Zukunft unseres ur-holländischen Sports in Gefahr", so de Haan, der die Interessen von 240.000 Eissportlern vertritt. Um die Katastrophe noch zu verhindern, fordert er die Einrichtung eines Notfonds.

Gemeinsam mit dem niederländischen Schwimmverband KNZB sucht der KNSB eine Lösung. Für ihre Sportstätten machten die Energiekosten bisher 15 bis 20 Prozent der Betriebskosten aus, durch die Preissteigerungen sind es jetzt 50 Prozent. Diese Summen können die Eisbahnen und Schwimmbäder nicht auffangen.

Von den 637 im öffentlichen Besitz befindlichen Schwimmbädern werden 200 bis Ende des Jahres geschlossen sein. KNSB und KNZB schätzen die zusätzlichen finanziellen Lasten für 2022/2023 auf 378 Millionen Euro. Im Eisschnelllauf sind die Niederlande die weltweit dominierende Nation.