Nike erlebt Marketing-Debakel: "Feurige Bedingungen" in Australien

Ben BarthmannSports Editor
Yahoo Sport Deutschland

Der Sportartikelhersteller Nike ist vor den Australian Open in ein großes Fettnäpfchen getreten. Die US-Amerikaner bewarben das Tennis-Outfit der Stars mit dem Kampf gegen “feurige Bedingungen.”

Die Feuer in Australien haben einen großen Teil des Landes verwüstet. (Bild: Reuters)
Die Feuer in Australien haben einen großen Teil des Landes verwüstet. (Bild: Reuters)

Für das bald anstehende Turnier in Australien (20. Januar bis 2. Februar) wird Nike diverse Sportler ausstatten. Auf der Nike-Homepage wurde die von Cassie Byrnes entworfene Kleidung mit folgenden Worten beschrieben.

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“Melbourne vermeldet die höchsten Temperaturen aller vier Major-Turniere. Mit im Schnitt über 100 Grad Fahrenheit (38 Grad Celsius, Anm. d. Red.) fordert die Hitze die Spieler heraus. NikeCourt’s Designer haben sich deshalb damit befasst, wie die feurigen Konditionen zu bekämpfen sind.”

Angesichts der anhaltenden Waldbrände in Australien, die bereits mehrere menschliche Opfer forderten und verheerende Auswirkungen auf Flora und Fauna haben, ein mehr als ungünstiger Werbetext.


Nike hat kritisierte Textstelle inzwischen entfernt

Nachdem Ben Rothenberg von der New York Times die Formulierung der Sportartikelherstellers auf Twitter kritisierte, entstand ein regelrechter Aufstand gegen den Text für das Nike-Outfit. Das Unternehmen hat inzwischen reagiert und die Textstelle entfernt.

Ob die Australian Open angesichts der aktuellen Umstände überhaupt im geplanten Rahmen stattfinden können, ist aktuell noch fraglich. So brachte etwas Tennis-Star Novak Djokovic inzwischen eine Verschiebung des Turniers ins Gespräch. Er erwarte mindestens “spezielle Regeln” für das Turnier.

Ein Challenger-Turnier in Cranberra wurde bereits abgesagt. Viele Stars haben derweil Hilfe auf die Beine gestellt. So will etwa die deutsche Spielerin Julia Görges nach dem Vorbild von Nick Kyrgios eine Geldsumme für jedes gespielte Ass spenden.

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