"Noch nie so nervös": Stimmen der Nürburgring-Sieger von Phoenix-Audi

Mario Fritzsche

Die Piloten des Phoenix-Audi mit der Startnummer 4 - Pierre Kaffer, Frank Stippler, Frederic Vervisch und Dries Vanthoor - sind die großen Sieger des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife 2019. Der 21-jährige Belgier Vanthoor war es, der den Audi R8 LMS im letzten Stint des Rennens bewegte und somit als siegreiches Auto über die Linie brachte.

Der Phoenix-Audi hatte über 24 Stunden das Glück des Tüchtigen, Fehlerlosen

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In der Pressekonferenz führt Kaffer aus: "Wir standen ein bisschen mit dem Rücken zur Wand und haben eigentlich einfach nur versucht, aufrechtzuerhalten, was für uns möglich war. Wir wollten dann einfach schauen, wo wir rauskommen. Ich glaube, wir haben ein richtig tolles Rennen gesehen - auch mit unseren Schwesterautos. Wir waren immer in etwa auf dem gleichen Speed unterwegs und die Positionen haben mehrfach gewechselt. Das war auch für uns ein sehr heißes Rennen, aber es war immer fair."

Vervisch fügt hinzu: "Es war im Endeffekt ein 24-Stunden-Sprint. Jede Zehntelsekunde, die man verliert, lässt sich schwer wieder aufholen. Mit meinen drei Kollegen haben wir einen super Job gemacht und immer 200 Prozent gegeben. Wir hatten natürlich auch Glück, aber ich glaube, das Wichtigste war, dass wir keinen Fahrfehler gemacht haben und keinen Reifenschaden oder anderes mechanisches Probleme hatten."

Stippler nach Pechsträhne erleichtert: Zweiter Sieg in der Tasche

Und der vierte im Bunde - Frank Stippler - hat nun zwei Siege bei den 24 Stunden am Nürburgring auf dem Konto. "Für mich ist das fast nicht zu glauben, weil ich 2012 zum letzten Mal gewonnen hatte und seitdem persönlich eine ziemliche Saure-Gurken-Zeit durchgemacht habe. Wir haben auch heute wieder gesehen, dass man viel Glück braucht, um bei diesem Rennen heil durch zu kommen", so Stippler.

"Wenn man da nicht ein bisschen das Glück auf seiner Seite hat, fällt man eben aus. Das war bei mir von 2013 bis 2017 mehr oder weniger durchgängig der Fall. Irgendwann geht man dann schon mit einer Einstellung heran, dass man sich fragt: 'Kann das überhaupt noch anders laufen?'", gesteht der Routinier und merkt abschließend an: "Heute hatten wir uns Hoffnungen auf die Top 5 oder die Top 3 gemacht. Dass es aber bis zum Sieg reichen würde, ist kaum zu glauben und fast nicht in Worte zu fassen. Toll, das zu erleben!"

Für Schlussfahrer Dries Vanthoor ist es derweil nach dem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Bathurst 2018 und dem Klassensieg in der GTE-Am bei den 24 Stunden von Le Mans 2017 nun im dritten Jahr hintereinander ein Triumph bei einem großen 24-Stunden-Rennen. "Darüber freue ich mich sehr. Es ist aber das erste Mal, dass ich ins Ziel gefahren bin. Sehr schön, dass das so geklappt hat", formuliert der junge Belgier nochmals seinen Dank an die Phoenix-Truppe für das Vertrauen, den Schluss-Stint fahren zu dürfen.

Weitere Co-Autoren: Heiko Stritzke. Mit Bildmaterial von Gruppe C.

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