Norris gewinnt virtuelles IndyCar-Debüt: Mit Dreher zum Sieg!

Maria Reyer
motorsport.com

Lando Norris ist virtuell wieder einmal fremd gegangen. Der McLaren-Pilot nahm am Samstag an der IndyCar iRacing Challenge teil. Bei seinem Debüt kämpfte er sich nach einem Dreher an die Spitze und gewann das Rennen der US-Serie auf dem Circuit of the Americas in Austin.

Bilder: IndyCar iRacing Challenge in Austin

"Das war gar nicht so einfach, denn das war alles meine Schuld", meint Norris nach dem Rennen gegenüber 'NBCSN'. "Das war ein hartes Rennen, speziell als Pato am Ende auf frischeren Reifen aufgeschlossen hat", schildert er den Kampf gegen seinen virtuellen Teamkollegen.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Schon im Qualifying konnte Norris seine Sim-Racing-Qualitäten auf der Plattform iRacing unter Beweis stellen. Er fuhr auf die Pole-Position und konnte in den Freien Trainings eine starke Pace zeigen. Nach einem sauberen Start führte er das fünfte Rennen der Challenge vor IndyCar-Veteran Will Power an.

Nach einem Boxenstopp und einer Gelbphase kämpfte sich der Brite schnell wieder an Scott Dixon und Santino Ferrucci vorbei in die Top 5. Der Schockmoment folgte wenige Momente später, als Norris plötzlich Traktion aus der letzten Kurve heraus verlor und sich drehte.

"Ich dachte nicht, dass ich die Führung noch zurückholen könnte, daher war ich außer mir." Die Führung gab der Formel-1-Pilot dadurch unfreiwillig an Power ab. Doch der IndyCar-Spezialist nutzte seine Chance nicht, nach einem Boxenstopp drehte er sich auf seiner Outlap ebenfalls und kollidierte noch fast mit seinem Teamkollegen Scott McLaughlin.

"Das war der Schlüssel", weiß Norris im Nachhinein. "Dass Will sich gedreht hat, hat mir erlaubt, wieder zurück auf Platz eins zu fahren." Diese Aktion eröffnete aber zunächst die Chance für Patricio O'Ward, der für McLaren in diesem Jahr in der IndyCar-Serie fährt. Als Teamkollege von Norris erbte der ehemalige Red-Bull-Junior die Führung.

Doch O'Ward durfte sich nicht in Sicherheit wiegen. Denn Norris holte nach einem finalen Boxenstopp auf. Neun Runden vor Rennende war der Brite dran am Heck seines McLaren-Kollegen. Die Führung wechselte aufgrund von Boxenstopps gegen Ende noch mehrfach. Norris musste sich unter anderem auch gegen Felix Rosenqvist beweisen, der mit einer Einstoppstrategie versuchte, ins Ziel zu fahren.

Doch Rosenqvist drehte sich ebenso, Norris konnte eine Kollision knapp verhindern - und die Führung schließlich erneut übernehmen. Nach 32 Runden fuhr der 20-Jährige bei seinem virtuelln IndyCar-Debüt als Sieger über die Ziellinie, gefolgt von O'Ward, der einen McLaren-Doppelsieg perfekt machte. Dritter wurde Rosenqvist.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Lesen Sie auch