Nur Startplatz 20 in Portimao: Elektronikproblem bremst Joan Mir ein

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 3 Min.

Der frischgebackene MotoGP-Weltmeister erlebte ein enttäuschendes Qualifying für den Grand Prix von Portugal. Bei der Premiere auf dieser Rennstrecke verpasste Joan Mir schon im Freien Training den Einzug ins Q2. Im Qualifying wurde es dann Startplatz 20.

Es war Mirs schlechtestes Qualifying in dieser Saison. Der Suzuki-Fahrer egalisierte damit auch sein schlechtestes Qualifying überhaupt in seiner Karriere. Auch 2019 war er beim Grand Prix von Italien in Mugello nur als 20. gestartet.

Für das schwache Abschneiden in Portimao gibt es aber eine technische Erklärung. "Es war ein schwieriger Tag, weil wir ein Problem hatten. Es sieht danach aus, dass es die Elektronik war", berichtet Mir. "Ich konnte nicht gut mit dem Bike fahren."

"Als wir das Problem realisiert hatten, war es schon zu spät. Deshalb hat sich unser Tag in die falsche Richtung entwickelt. Wir waren etwas verloren. Als wir es dann realisiert haben, war es zu spät. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir das Problem für Sonntag beheben können."

Das erste Wochenende seit dem WM-Gewinn läuft für Joan Mir bisher schwierig

Das erste Wochenende seit dem WM-Gewinn läuft für Joan Mir bisher schwierig<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Das erste Wochenende seit dem WM-Gewinn läuft für Joan Mir bisher schwierigMotorsport Images

Motorsport Images

Im vierten Training hatte Mir laut eigener Aussage wieder ein gutes Gefühl. Im Qualifying ging er aber nicht volles Risiko: "Ich wusste nicht, ob dieses Problem wieder auftreten würde. Das war etwas beängstigend." Näher ins Detail gehen wollte der Spanier nicht.

Da die Suzuki-Ingenieure den Fehlern auf die Schliche gekommen sind, macht sich Mir keine Sorgen: "Wenn wir über die Pace sprechen, dann waren wir am Freitag gut unterwegs. Unsere Performance war recht stark. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Rennen zeigen werden."

Für Alex Rins geht es auch um WM-Platz zwei

Dass die GSX-RR auch in Portimao gut funktioniert, zeigte Teamkollege Alex Rins, der sich als Zehnter qualifizierte. Wenn Suzuki auch die Marken-WM gewinnen will, dann muss einer von beiden vor dem besten Ducati-Fahrer ins Ziel kommen.

Mit Jack Miller und Johann Zarco starten zwei Ducati-Fahrer vor Rins. In der Marken-WM sind Suzuki und Ducati vor dem letzten Rennen punktgleich. Für Rins geht es auch gegen das Yamaha-Trio Franco Morbidelli, Maverick Vinales und Fabio Quartararo um WM-Platz zwei bei den Fahrern.

Alex Rins greift vom zehnten Startplatz nach zwei wichtigen WM-Wertungen

Alex Rins greift vom zehnten Startplatz nach zwei wichtigen WM-Wertungen<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Alex Rins greift vom zehnten Startplatz nach zwei wichtigen WM-WertungenMotorsport Images

Motorsport Images

"Es war ein guter Tag", sagt Rins nach dem Qualifying. "Ich habe es direkt ins Q2 geschafft. Das Fahren war einfach. Ich habe im Qualifying auf eine bessere Rundenzeit gehofft, aber leider machte es der Seitenwind etwas schwierig." Am Ende von Q2 rollte er übrigens ohne Benzin aus.

Und wie schätzt Rins seine Chancen für das letzte Rennen des Jahres ein? "In FT4 konnten wir unsere gute Pace nicht zeigen, weil meine Reifen schon sehr viele Runden hinter sich hatten. Im Warm-up können wir unser Potenzial zeigen."

"Ich brauche einen guten Start und dann werden wir sehen, ob wir unsere Ziele erreichen werden." Seinen seit Jerez angeschlagenen rechten Arm will er kommende Woche in Barcelona untersuchen lassen und dann entschieden, ob eine Operation notwendig wird. Für das letzte Rennen sieht Rins aber keine Probleme: "Nach einigen Runden wird mein Arm etwas müde, aber es reicht für das Rennen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.