Offiziell: Derby zwischen Borussia Dortmund und FC Schalke 04 wird Geisterspiel

Ben BarthmannSports Editor
Yahoo Sport Deutschland

Die Bundesliga muss sich erstmals in ihrer Geschichte auf leere Ränge einstellen. Nachdem Gladbach gegen Köln (Mi., 18.30 Uhr) ohne Zuschauer stattfinden muss, wird auch das Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 (Sa., 15.30 Uhr) ohne Fans auskommen.

Das Westfalenstadion in Dortmund wird am Samstag leer bleiben. (Bild: Getty Images)
Das Westfalenstadion in Dortmund wird am Samstag leer bleiben. (Bild: Getty Images)

Dies teilte die Stadt Dortmund auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Dienstagmittag mit. Man müsse, bei nicht ausreichender Vorbeugung, damit rechnen, dass das Gesundheitssystem in der Region sonst bald völlig überfordert wäre. Entsprechend sei eine Absage nur naheliegend.

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Es werden ausschließlich Personen ins Stadion kommen, die für die Durchführung des Spielbetriebs nötig sind. Diese Regelung gelte nach aktuellem Stand auch für die Top-Partie zwischen Dortmund und dem FC Bayern am 4. April. Bis dahin werde die Lage aber sehr wahrscheinlich neu bewertet.

Zahlreiche weitere Geisterspiele erwartet

Das Spiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen (Mo., 16. März um 20.30 Uhr) wird auch ohne Zuschauer stattfinden. Die Spiele zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn (Fr., 20.30 Uhr) und Köln gegen Mainz (Sa., 15.30 Uhr) gelten als Kandidaten für ein Geisterspiel. Da Bayern Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmer untersagt, ist davon auszugehen, dass auch die Partie des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg (So., 15.30 Uhr) zum Geisterspiel wird.

Der BVB ist somit doppelt vom Coronavirus betroffen: Das Team von Lucien Favre spielt unter der Woche in Paris das Rückspiel des Achtelfinals der Champions League ohne Zuschauer. Der Klub ist um eine Rückerstattung der Ticketkosten für seine Fans bemüht.

Bislang war in der Geschichte der Bundesliga noch nie eine Partie unter komplettem Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen worden. Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus erforderte allerdings die ungewöhnliche Maßnahme. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kürzlich empfohlen, alle Veranstaltungen mit über 1.000 Beteiligten abzusagen.

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