Öko-Test untersucht Fischstäbchen: Diese Hersteller haben zu hohe Schadstoffe

Antonia WallnerFreie Autorin
Yahoo Nachrichten Deutschland

Fischstäbchen sind praktisch, lecker und ruck zuck auf dem Tisch. Aber wie gut ist die Fisch-Qualität und die Schadstoffbilanz? “Öko-Test“ hat 20 Anbieter getestet – und ausgerechnet eine Bio-Marke enttäuscht.

Fischstäbchen sind lecker und schnell auf dem Tisch. (Bild: Getty Images)
Fischstäbchen sind lecker und schnell auf dem Tisch. (Bild: Getty Images)

Nicht nur bei Kindern sind Fischstäbchen beliebt. Die panierten Fisch-Stücke sind schnell zubereitet und lassen sich mit zahlreichen Beilagen zu einem leckeren Gericht zusammenstellen. Und so ungesund wie viele denken, sind Fischstäbchen auch nicht. Denn in den handlichen Stücken stecken wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die unter anderem wichtig fürs Herz sind. Vorausgesetzt natürlich, dass die Qualität stimmt. Die Zeitschrift “Öko-Test“ hat 20 verschiedene Hersteller von Fischstäbchen unter die Lupe genommen. Dabei untersuchten die Prüfer unter anderem den Geschmack und die Art, wie die Fische gefangen wurden. Auch auf die Inhaltsstoffe warfen sie einen kritischen Blick.

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Viel Lob – aber auch harsche Kritik

Die Bilanz ist erstmal positiv: Zwölf der 20 Produkte schneiden "sehr gut" oder "gut" ab. Vier davon strichen sogar die Bestnote ein und überzeugten mit großer Transparenz in jeder Kategorie. Auf der anderen Seite gab es Kritik für sieben Hersteller bei den Inhaltsstoffen: Sie wiesen einen hohen Gehalt an den Fettschadstoffen 3-MCPD in ihren Fischstäbchen auf. Diese Stoffe entstehen unter anderem beim Vorfrittieren und gelten als bedenklich, da sie im Tierversuch Schäden an den Nieren verursacht haben. Unter den belasteten Produkten sind auch bekannte Hersteller, wie etwa Iglo und Eismann, die mit “mangelhaft“ bzw. sogar “ungenügend“ abgestraft wurden.

Ein Bio-Produkt enttäuscht

Auch ein Bio-Produkt fiel bei den Testern negativ auf. Die “Fischstäbchen aus Seelachsfilet“ von Alnatura waren zwar bei den Inhaltsstoffen in Ordnung, aber dafür gab es massive Kritik bei der Fangmethode des Fisches. Laut Anbieter wird der Fisch mit Grundschleppnetzen gefangen, was für Ökotest als “hochproblematisch“ gilt, da es die Organismen am Meeresboden zerstört. Außerdem sei der Bestand des Lachses von Alnatura zu klein. Ergebnis: “Mangelhaft“ für die Bio-Fischstäbchen.

Übrigens: Wer die panierten Leckereien im Backofen statt in der Pfanne zubereitet, spart eine Menge zusätzliches Fett und Kalorien.

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