Olympia-Aus? Hörmann erwartet Geduldsspiel

Sportinformationsdienst
Sport1

Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) glaubt in der Diskussion um eine Durchführung der Olympischen Spiele 2020 in Tokio nicht an eine schnelle Entscheidung.

"Es wird nicht im Laufe der nächsten Tage so kommen, dass eine endgültige Klarheit zu schaffen ist. Ich sehe mich außerstande zu bewerten, wie in zwei Monaten die weltweite Situation aussieht. Dann wird eine endgültige Entscheidung zu treffen sein", sagte Hörmann in der ARD-Sportschau. 

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An dem geplanten Termin für Olympia (24. Juli bis 9. August) werde er sich angesichts der Corona-Pandemie indes nicht festklammern. Derzeit werde "sehr offen über denkbare Alternativszenarien diskutiert. 


Am Mittwoch findet eine Konferenz mit allen europäischen Verbänden seitens Thomas Bach statt", sagte Hörmann, der eine grundsätzliche Fragestellungen sieht: "Kann man die Spiele umsetzen? Ist das zu verantworten?" 

Ernsthafte Probleme bei Qualifikation

Japan hatte zuletzt angekündigt, seine Vorbereitung für die Sommerspiele trotz der anhaltenden Corona-Pandemie fortzusetzen. 


In den ARD-Tagesthemen am vergangenen Donnerstag hatte IOC-Präsident Bach "ernsthafte Probleme mit den Qualifikations-Wettbewerben" eingeräumt. Hörmann versprach in dieser Frage "flexible Lösungen".

Hörmann betonte in dem Zusammenhang, dass die Gesundheit aller immer im Vordergrund stehe. "Der Sport wird gezwungenermaßen zur Nebensache. Jetzt geht es um das Überleben der Menschheit und nicht um die Frage nach einigen Goldmedaillen", sagte er.

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